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Zwischenwasser


Dieser Artikel beschreibt die Vorarlberger Gemeinde. Für die Südtiroler Fraktion, siehe Zwischenwasser (Enneberg)
Zwischenwasser
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Vorarlberg
Politischer Bezirk: Feldkirch
Kfz-Kennzeichen: FK
Fläche: 22,61 km²
 :
Höhe: 525 m ü. A.
Einwohner: 3.220 (1. Jän. 2016)
Bevölkerungsdichte: 142 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6835
Vorwahl: 05522
Gemeindekennziffer: 8 04 24
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 14
6835 Zwischenwasser
Website: www.zwischenwasser.at
Politik
Bürgermeister: Kilian Tschabrun (ÖVP)
Gemeindevertretung: (2015)
(24 Mitglieder)
10 Volkspartei
09 Freie Wählerliste
03 Grüne
02 Jung und Alt
Lage der Gemeinde Zwischenwasser im Bezirk Feldkirch
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Zwischenwasser ist eine Gemeinde in Österreich im westlichen Vorarlberg im Bezirk Feldkirch mit 3220 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016 ).

Geografie

Zwischenwasser liegt im westlichsten Bundesland Österreichs, Vorarlberg, im Bezirk Feldkirch auf 525 Meter Höhe. 71 % der Fläche sind bewaldet. Die höchste Erhebung der Gemeinde ist der Berg Hoher Freschen (2004 m ü. A. ).

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende vier Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2015[1]):

  • Batschuns (1.000)
  • Buchebrunnen (164)
  • Dafins (411)
  • Muntlix (1.607)

Die Gemeinde besteht aus der Katastralgemeinde Zwischenwasser.

Das Gemeindegebiet umfasst die Ortschaften Muntlix (1.550 Einwohner) in der Talsohle, Batschuns (1.200 Einwohner) und Dafins auf Hangterrassen. Muntlix ist der Hauptort der Gemeinde, an dem sich auch das Gemeindeamt (Sitz der Gemeindeverwaltung) und die Mittelschule Zwischenwasser befinden.

Die Besonderheit ist, dass keine der drei Ortschaften den Gemeindenamen trägt. Dieser leitet sich von der Lage der Gemeinde zwischen den Gewässern der beiden Flüsse Frutz (Keltisch: Strom) und Frödisch ab.

Nachbargemeinden

Die Gemeinde Zwischenwasser hat eine gemeinsame Gemeindegrenze mit sechs anderen Vorarlberger Gemeinden. Von diesen befinden sich fünf (Viktorsberg, Laterns, Rankweil, Sulz und Röthis) ebenso wie Zwischenwasser im politischen Bezirk Feldkirch und eine – nämlich die Bezirkshauptstadt Dornbirn – im Bezirk Dornbirn. Knapp südlich des Gipfels des Hohen Freschens treffen sich die Gemeindegebiete von Dornbirn, Zwischenwasser, Viktorsberg und Laterns in einem gemeinsamen Punkt.

Geschichte

Der erste schriftliche Hinweis auf eine Siedlung in Zwischenwasser findet sich in einer Urkunde von 1127. Die Habsburger regierten die Orte in Vorarlberg wechselnd von Tirol und Vorderösterreich (Freiburg im Breisgau) aus. Von 1805 bis 1814 gehörte Zwischenwasser zu Bayern, dann wieder zu Österreich. Zu Vorarlberg, dem westlichsten österreichischen Bundesland von Österreich, gehört es seit dessen Gründung (1861). Die Gemeinde war 1945 bis 1955 Teil der französischen Besatzungszone in Österreich.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung

Der Ausländeranteil lag Ende 2002 bei 12,3 Prozent.

Politik

Die Gemeindevertretung von Zwischenwasser besteht aus 24 Mitgliedern. Nach der Gemeindevertretungswahl 2015 verfügt die Volkspartei über 10, die Freie Wählerliste über 9, die Grünen über 3 und die Liste Jung und Alt über 2 Mandate in der Gemeindevertretung. Bürgermeister der Gemeinde ist seit dem 1. Juli 2013 Kilian Tschabrun, der bei der Bürgermeister-Direktwahl 2015 mit 52,73 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt wurde.

Sport & Tourismus

Zwischenwasser bietet durch seine Natur- und Landschaftsvielfalt zahlreiche Freizeitmöglichkeiten; insbesondere zum Wandern, Mountainbiken, Skitouren und Schneeschuhwandern.

Weiters hat die Gemeinde im Ortsteil Furx ein kleines Skigebiet mit 2 Schleppliften. Durch die Ausstattung mit einer Flutlichtanlage besteht dadurch auch die Möglichkeit zum Nachtskilauf.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Zwischenwasser

Kirchen und Kapellen

Pfarrkirche Hl. Josef in Dafins

An dieser Stelle wurde bereits um 1715 ein Gotteshaus errichtet und die heutige Kirche wurde 1917/18 großteils neu erbaut.

Pfarrkirche zum Hl. Johannes dem Täufer, Batschuns

Den Auftrag zum Bau seiner ersten Kirche erhielt Clemens Holzmeister 1921 von Kaplan Albert Drexel. Die Kirche wurde 1921 bis 1923 als erste Kirche Vorarlbergs im Stil der Zwischenkriegszeit erbaut. Die Grundmauern für einen neugotischen Bau waren schon vorhanden, als das neue Projekt gegen großen Widerstand durchgesetzt wurde. Holzmeister nimmt hier bereits Einiges vorweg, was bei seinen späteren Kirchen von Bedeutung sein wird: Das ist einerseits die Übernahme von Elementen aus der lokalen Baukultur (einschließlich Materialien und handwerklicher Details) und andererseits die formale Steigerung des Baukörpers zur Zeichenhaftigkeit. Entsprechend ihrer Entstehungszeit zeigt die Kirche stilistische Spuren von Expressionismus, im Innenraum wirkt die damit verbundene Gestik (vom Boden aufsteigende Spitzkörper) betont und sicher. 1971/72 erfolgte eine Restaurierung.

Die Architekten Bernhard und Stefan Marte aus Weiler haben im Jahr 2002 die Friedhofserweiterung und Aufbahrungshalle geplant – was ähnlich diskutiert wurde wie seinerzeit der Kirchenbau.[2]

Pfarrkirche Hl. Fidelis, Muntlix

Diese Kirche wurde zwischen 1958 und 1962 errichtet und 1962 geweiht. Die Fassade trägt ein Mosaik des Hl. Fidelis vom Schrunser Künstler Konrad Honold, der auch das Betonglasfenster gestaltete.
Neben der Kirche steht ein Kriegerdenkmal – bestehend aus vielen unterschiedlich langen Metallstäben. An der Wand steht ein Metallkreuz und auf jedem Stab ist eine Metallplakette mit dem Namen des Gefallenen oder Vermissten.

Kapelle Hl. Wendelin in Buchebrunnen

Diese Kapelle wurde 1724 erbaut.

Kapelle im Bildungshaus Batschuns

Bauwerke

Ansitz Weissenberg

Dieses „Batschunser Schlössle“ wurde vor 1601 als Ansitz der Feldkircher Patrizier Brock von Weißenberg erbaut.

Textilfabrik Rueff Muntlix (1988)

Dies ist eine von Friedensreich Hundertwasser gestaltete Textilfabrik. Er gestaltete 1988 parallel auch die Straßenschilder und Hausnummerntafeln in Zwischenwasser.

Frödischsaal in Muntlix

Die 1994 erbaute, moderne Holzkonstruktion dient vorrangig dem Sportunterricht, wird aber auch für diverse Festveranstaltungen verwendet. Das Gebäude beinhaltet auch eine Bibliothek und das Gasthaus Frödisch.[3]

Osangbrücke in Dafins

Bei der Osangbrücke, welche über das Mühltobel führt, handelt es sich um eine gedeckte Holzbrücke. Das Bauwerk wurde im Jahr 1999 aufwändig durch die Dorfbevölkerung unter der Führung des Kulturverein Dafins restauriert.

Wirtschaft und Infrastruktur

Am Ort gab es im Jahr 2003 30 Betriebe der gewerblichen Wirtschaft mit 175 Beschäftigten und 30 Lehrlingen. Lohnsteuerpflichtige Erwerbstätige gab es 1.301.

Bildung

Am Ort gibt es (Stand Januar 2003) 345 Schüler.

In Zwischenwasser gibt es zudem drei Kindergärten, drei Volksschulen und eine Mittelschule

Weblinks

 Commons: Zwischenwasser  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria, Bevölkerung am 1.1.2015 nach Ortschaften
  2. Friedhofserweiterung und Aufbahrungshalle – ein Projektbericht in der nextroom Architektur-Datenbank
  3. Frödischsaal Muntlix

Kategorien: Bregenzerwaldgebirge | Gemeinde in Vorarlberg | Ort im Bezirk Feldkirch | Zwischenwasser

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Zwischenwasser (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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