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Zug (Freiberg)


Zug
Stadt Freiberg
Höhe: 460 m
Eingemeindung: 1. Februar 1994
Postleitzahl: 09599
Vorwahl: 03731

Zug ist ein Stadtteil der Stadt Freiberg in Sachsen, der von 1839 bis 1994 eine selbständige Gemeinde war. Am 1. Juli 1950 schlossen sich Zug und Langenrinne zu einer neuen Gemeinde Zug zusammen. Durch Zug verläuft die Silberstraße.

Die Bergbaulandschaft Zug ist eine ausgewählte Stätte für die vorgesehene Kandidatur zum UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge.

Geographie

Von der geografischen Lage her erstreckt sich Zug vom Tal des oberen Münzbaches im Osten bis etwa zu der Freiberg und Brand-Erbisdorf verbindenden Straße, der heutigen Bundesstraße 101, und den östlichsten Jagen des Hospitalwaldes und Freiberger Stadtwaldes im Westen. Im Norden wird Zug von der bis 1994 Freiberger Stadtgrenze mit den Stadtteilen Wasserberg und Seilerberg begrenzt. Im Süden bildet die Brand-Erbisdorfer Stadtgrenze den Abschluss. Geschlossene Siedlungsgebiete sind am so genannten Stollnhaus (von Bergwerksstollen, der im sächsischen Kulturkreis traditionell stets „Stolln“ geschrieben wird), östlich des Münzbaches und neuerdings an der so genannten Rosine, Am Krönerstolln und Am Obergöpelschacht.

Zug ist eine typische Streusiedlung, die aus den Ortsteilen Niederzug, Mittelzug und Oberzug gebildet wurde. Alte historische Bezeichnungen des Gebietes sind Oberloßnitz, Rotes Vorwerk, Forwergk aufm Wasserbergk und Auf dem Zuge.

Geschichte

Das Dorf Zug wurde 1578 erstmals urkundlich erwähnt. 1786 schrieb man der Zug und 1806 aufm niedern Zuge.[1] Bergbau wurde in diesem Gebiet bereits im 12. Jahrhundert betrieben, wobei es im 16. Jahrhundert – wie im gesamten Freiberger Bergbaurevier – zu einer Blütezeit kam. 1913 wurde der Bergbau eingestellt. Auf den Fluren von Zug fand die Schlacht bei Freiberg, das letzte Gefecht des Siebenjährigen Krieges (1756 bis 1763), statt. Auf dem Drei-Brüder-Schacht und dem Constantinschacht wurde das erste Kavernenkraftwerk der Welt eingerichtet, das noch bis 1972 in Betrieb war. Unter diesen Schächten verläuft der Rothschönberger Stolln.

Der Name Zug kommt aus der Bergmannssprache. Man bezeichnete damit eine Anzahl beieinander liegender Gänge, Lager oder Flöze, auch eine Anzahl von auf derselben Lagerstätte gebauten Bergwerke. 1839 bildete sich aus Nieder-, Mittel- und Oberzug die Gemeinde Zug.[2]

Keimzellen des Ortes bildeten die verschiedensten Gebäude, die dem Bergbau dienten, wie Grubengebäude, Huthäuser und Pferdegöpel und die dem ehemaligen Freiberger Amtsdorf Berthelsdorf Flure und Gebäude der regellos angelegten Bergmannssiedlung Brand. Weiterhin gelten als Keimzellen das Rote Vorwerk oder Rotvorwerk, das Hilligersche Vorwerk und das Maukische Vorwerk.

Sonstiges

Zug bildet mit seinen Huthäusern, Erzwäschen, Scheidebänken, Bergschmieden, Kunstgräben, Röschen und mit den Bergbauhalden und Bingen ein flächenhaftes technisches und kulturelles Denkmal und war ehemals ein wichtiger Teil des Freiberger Bergbaureviers.

Auf den Bergwerkshalden hat sich zum Teil eine eigenständige Flora entwickelt.

Persönlichkeiten

Verkehr

Der Haltepunkt Zug lag an der Bahnstrecke Berthelsdorf–Großhartmannsdorf. Bis zum 23. Mai 1998 verkehrten hier Personenzüge. Die Strecke ist inzwischen nur noch zwischen Berthelsdorf (Erzgeb) und Brand-Erbisdorf in Betrieb, wird jedoch selten befahren.

Literatur

  • Jürgen Leistner: Kavernenkraftwerk Drei-Brüder-Schacht : Geschichte und Überlegungen zur Rekonstruktion. Weiß, Bamberg 1997, ISBN 3-928591-65-7

Weblinks

 Commons: Zug (Freiberg)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Karlheinz Blaschke (Hrsg): Historisches Ortsverzeichnis von Sachsen, Neuausgabe, Leipzig 2006, S. 856. ISBN 3-937209-15-8
  2. Ernst Eichler, Hans Walther (Hrsg.): Historisches Ortsnamenbuch von Sachsen, Berlin 2001, Band II, S. 673, ISBN 3-05-003728-8

Kategorien: Stadtgliederung (Freiberg) | Ort im Erzgebirge | Ehemalige Gemeinde (Landkreis Mittelsachsen) | Ort im Landkreis Mittelsachsen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Zug (Freiberg) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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