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Zoo Wuppertal


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Zoologischer Garten der Stadt Wuppertal
Vollständiger Name Zoologischer Garten der Stadt Wuppertal
Ort Hubertusallee 30,
42117 Wuppertal
Fläche 24 Hektar
Eröffnung 8. September 1881
Tierarten 470 Arten
Individuen 4169 Tiere Stand: 1. Jan. 2015[1]
Besucherzahlen 540.750[1]
Organisation
Leitung Arne Lawrenz
Trägerschaft Stadt Wuppertal
Förderorganisationen Zooverein Wuppertal e. V.
Mitglied bei WAZA, EAZA, VdZ, EGHN

Zoo-Gaststättengebäude

www.zoo-wuppertal.de
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Der Zoologische Garten der Stadt Wuppertal (kurz Zoo Wuppertal oder Wuppertaler Zoo) ist eine der Sehenswürdigkeiten in der Stadt Wuppertal und ist außerdem Namensgeber des Villenviertels Zooviertel.

In der 24 Hektar großen Parkanlage mit alten Bäumen in Hanglage sind 4200 Tiere in rund 470 Arten aus allen Erdteilen untergebracht. In den Tierhäusern sind unter anderem Menschenaffen, Affen, Bären, Großkatzen, Tapire, Elefanten, Vögel, Fische und Reptilien zu besichtigen.

Geschichte

Vor dem Zweiten Weltkrieg

Der Wuppertaler Zoo wurde nach Plänen des Gartenkünstlers Heinrich Siesmayer angelegt. Die Aktiengesellschaft Zoologischer Garten wurde am 5. Dezember 1879 gegründet. Am 8. September 1881 wurden Zoo-Gaststätten und Zoo eröffnet. Zu Beginn hatte der Zoo 34 Tiere, darunter einen Bären und ein Wolfspaar. Am 15. September 1899 wurde der Löwe „Pascha“ geboren. Er war eine der wenigen zoologischen Sehenswürdigkeiten, da Vergnügungsangebote im Vordergrund standen, so konnte man unter anderem in dem See der heutigen Gibbonanlage Kanu fahren. In den Jahren 1910 bis 1912 wurde das „Nordlandpanorama“ für Eisbären, Seelöwen und Bergziegen und der Löwenfelsen erbaut. Im Mai 1927 wurde das Elefantenhaus fertiggestellt und am 27. Mai zogen das Asiatische Elefantenpaar „Krishna“ und „Lakshmi“ zusammen mit den beiden Flusspferden „Bubi“ und „Rosa“ ein. Nach einer Änderung des Aktienrechts wurde die Aktiengesellschaft 1937 aufgelöst und der Zoo wurde von der Stadt Wuppertal übernommen, die bis heute Eigentümerin des Zoos ist.[2]

Während des Krieges

In der Zeit des Zweiten Weltkrieges ließen die Behörden aus Luftschutzgründen Tiere erschießen oder in die Obhut anderer Zoos geben. Gegen Ende des Krieges wurden Tiere auch geschlachtet oder gingen durch Plünderungen verloren. Durch Bomben wurde der Zoo nicht allzu sehr beschädigt, auch wenn einige Anlagen leichte Schäden davontrugen. Bereits wenige Tage nach Kriegsende öffnete der Zoo wieder.[2]

Seit 1945

Nachdem 1950 das Flusspferdweibchen „Lina“ aus München nach Wuppertal zog, kamen 1955 die beiden Indischen Elefanten „Siwa“ und „Rani“ in den Zoo. Rani starb 1970, Siwa verstarb 2000.

1963 wurde eine neue Braunbärenanlage eröffnet.

1981 feierte der Zoo sein 100-jähriges Bestehen. Dazu stiftete der Zoo-Verein eine Erweiterung der Gibbonanlage und ein neues Hirschhaus, die Stadt schenkte eine neue Greifvogelanlage.[2]

1993 wurde eine Freiflughalle erbaut.

Am 14. Oktober 1995 wurde im Beisein von Ministerpräsident Johannes Rau die neue Elefantenanlage eröffnet. Sie stellt die größte Anlage im Wuppertaler Zoo dar. Hier leben 11 Afrikanische Elefanten, bis 2000 auch noch der Asiatische Elefant „Siwa“, auf einer Außenfläche von ca. 3000 m² und einer Innenfläche von ca. 1340 m². Hier sind das tägliche Baden der Tiere und Kunststücke im Außengehege zu sehen. Mittlerweile sind auf dieser Anlage seit 2005 sieben Elefantenjunge geboren worden. Die Elefantengruppe umfasst seit der Geburt des jüngsten Nachwuchses im August 2014 11 Tiere.

Im Mai 2002 wurde das ehemalige Elefantenhaus als Tapir-Haus neu eröffnet. Die hier beheimateten Mittelamerikanischen Tapire sind die einzigen züchtenden Exemplare ihrer Art in Europa.

Im Juli 2003 wurde die neue Freianlage für Orang-Utans eröffnet. Sie gilt als bis dahin teuerste und größte Investition des Zoo-Vereins Wuppertal. Sie bietet den Tieren ca. 600 m² Auslauf, wobei ausschließlich Glas zum Abgrenzen des Geheges verwendet wurde. Die Besucher können die Tiere aus einer kleinen Höhle heraus beobachten.

Aus Anlass des 125-jährigen Jubiläums des Zoos im Jahre 2006 wurde eine neue Anlage für Brillenpinguine und ein Freigehege für die Gorillas gebaut, die ebenfalls zum Jubiläum fertiggestellt wurde. Der Zoo-Verein Wuppertal, Gewinner 2006 des Wuppertaler Wirtschaftspreises in der Kategorie „Stadtmarketing“, veranstaltete zum Jubiläum mit der „Pinguinale“ eine Sympathie-Aktion im gesamten Stadtgebiet zugunsten des Zoos.

Im Mai 2007 wurde das Gelände des Zoos um ein größeres Stück erweitert. Die „Sambatrasse“, die als ehemalige Bahnstrecke Elberfeld–Cronenberg zu einem öffentlichen Rad- und Fußweg ausgebaut wurde und bisher außerhalb des Zoos lag, verläuft seitdem teilweise auch über die sogenannte Tigertalbrücke, über den neuen und erweiterten Teil des Zoogeländes mit den Raubkatzengehegen. Durch die Erweiterung entstand ein neues Freigehege für afrikanische Löwen, das zugleich das größte Löwengehege in einem deutschen Tierpark ist, und die erweiterte Anlage für Sibirische Tiger (Panthera tigris altaica).

Bei einem Test der Zeitschrift Stern im Frühjahr 2008 erreichte der Wuppertaler Zoo die drittbeste Wertung deutscher Großzoos. Dabei wurden insbesondere die neuen Gehege für Löwen und Tiger gewürdigt sowie die Haltung von Arten, die selten in deutschen Zoos gezeigt werden.[3]

Im März 2009 wurde die zweitgrößte Königspinguinanlage Europas eröffnet. Eine Besonderheit ist der 15 m lange Acrylglas-Tunnel, der es den Besuchern ermöglicht, die 14 Königs- und 16 Eselspinguine auch unter Wasser zu beobachten.[4]

Eine neu gestaltete Okapi-Anlage mit öffentlich zugänglichem Haus wurde 2011 in Betrieb genommen

Seit dem Herbst 2014 gibt es im Zoo ein Restaurant im Stil eines Hochsitzes mit Blick über das afrikanische Elefantengehege. [5]

Zuchtprogramme

Im Wuppertaler Zoo lebt die größte Zuchtgruppe des Pudus, einer kleinen südamerikanischen Hirschart. Hier wird auch das Internationale Zuchtbuch dieser Art geführt. Seit 1973 gab es mehr als 125 Pudugeburten. Daneben nimmt der Tierpark an vielen weiteren Zuchtprogrammen der Stiftung Artenschutz teil. Auch eine große Elefantenherde beherbergt der Wuppertaler Zoo, 2011 wurden zwei afrikanische Elefanten geboren. Des Weiteren hat der Wuppertaler Zoo die größte Beteiligung an einem internationalen Zuchtprogramm für die stark vom Aussterben bedrohten Goldkopflöwenäffchen.[6]

Kritik

Seit 2011 kritisieren die Tierrechtsorganisation PETA und der Tierrechtler Colin Goldner die Haltungsbedingungen der beiden Schimpansen Kitoto und Epulu. Kritikpunkte sind ein zu kleines und zu reizloses Gehege, der fehlende Zugang zu einem Außenbereich und die paarweise Haltung der beiden Schimpansen entgegen ihrer natürlichen Lebensweise als Gruppentiere.[7]

PETA beruft sich dabei auf den führenden Primatologen Volker Sommer am University College London (UCL), der unter anderem zur Menschenaffen-Expertengruppe der Weltnaturschutzunion IUCN gehört.[8]

Zoodirektor Arne Lawrenz weist in einem Artikel der Westdeutschen Zeitung hingegen darauf hin, dass eine Integration Epulus in eine Gruppe von Artgenossen aufgrund seiner Biographie bzw. seines nicht artgerechten Aufwachsens, ohne Gefahr für Leib und Leben, nicht möglich sei.[9]

Lage

Der Zoo Wuppertal liegt im westlichen Teil der Stadt Wuppertal am Nordhang des Boltenberges zwischen Elberfeld (Varresbeck) im Osten und Sonnborn bzw. Vohwinkel im Westen. Aufgrund der Hanglage sind mitunter einige Höhenmeter zwischen den Gehegen zu überwinden. Nach der Eröffnung der neuen Gehege für die Großkatzen besitzt er nun eine Fläche von 24 ha.

Anfahrt

Der Zoo ist an das öffentliche Verkehrsnetz angeschlossen. Die Schwebebahnstation Zoo/Stadion sowie der S-Bahnhof Zoologischer Garten (S8, S9) befinden sich in der Nähe. Direkt vor dem Haupteingang des Zoos halten die Buslinien 639 und 605 der Wuppertaler Stadtwerke. Per PKW ist der Zoo über die A 46 mit der Ausfahrt am Sonnborner Kreuz zu erreichen. Ein großer Parkplatz befindet sich neben dem Wuppertaler Stadion.

Direktion des Zoos

Aktiengesellschaft bis 31. März 1937, danach Stadt Wuppertal als Eigentümer.[10]:66

bis 31. März 1900 Durch den Aufsichtsrat der Aktiengesellschaft
1. Mai 1900 bis 14. September 1934 Josef Keusch (1864–1945)[10]:S. 12, S. 30 u. S. 33
1. Oktober 1934 bis 1941 Wilhelm Seiffge[10]:S. 66
1. März 1942 bis 1. Juni 1942 (Interim) Eduard Wiedemann († 1947), gleichzeitig Direktor des Zoos Duisburg[10]:S. 66 u. S. 74
1. Juli 1942 bis 17. Juni 1947 Eduard Wiedemann[10]:S. 74
1. November 1947 bis 8. März 1950 Martin Schlott (1891–1950)[10]:S. 76
16. Juni 1950 bis 31. März 1967 Richard Müller[10]:S. 76, S. 88 u. S. 89
1. Juni 1967 bis 30. Juni 1988 Gerhard Haas (1923–2006)[10]:S. 116 u. S. 117 [11]
1. Juli 1988 bis 2012 Ulrich Schürer (* 1947)[10]:S. 151
2012 bis 28. Februar 2013 (Interim)
Arne Lawrenz (* 1964), Stellvertreter (Tierarzt)
seit 1. März 2013 Arne Lawrenz[12]

Weblinks

 Commons: Zoo Wuppertal  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 VdZ, Zoo Wuppertal
  2. 2,0 2,1 2,2 Der Zoo gestern auf zoo.wuppertal.de
  3. Der große Zoo-Test
  4. http://www.zoo-wuppertal.de/der-zoo/der-zoo-heute/
  5. http://www.wuppertaler-rundschau.de/lokales/im-okavango-auf-stelzen-aid-1.4624357
  6. http://www.zoodirektoren.de/magazin/artikel.php?artikel=1554&type=&menuid=76&topmenu=58
  7. Goldner, Colin: Düstere Zeiten für Gorilla & Co. . In: Humanistischer Pressedienst, 9. November 2011. Abgerufen am 21. Dezember 2011.
  8. Epulu und Kitoto – ein Leben im Betonbunker im Zoo Wuppertal . Website der Tierschutzorganisation PETA. Abgerufen am 8. Juli 2013.
  9. Artikel in der Westdeutschen Zeitung (online) vom 17. Juli 2013
  10. 10,0 10,1 10,2 10,3 10,4 10,5 10,6 10,7 10,8 Ulrich Schürer: 125 Jahre Zoologischer Garten Wuppertal, 2006, Sutton Verlag, Erfurt, ISBN 978-3-86680-004-5
  11. Dem Wuppertaler Zoo steht eine Zeit des Wandels bevor Westdeutsche Zeitung (online) vom 20. Juli 2012
  12. Arne Lawrenz wird neuer Zoodirektor , Westdeutsche Zeitung (online) vom 18. Februar 2013

Kategorien: Zoo in Nordrhein-Westfalen | Parkanlage in Wuppertal | Erbaut in den 1880er Jahren

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Zoo Wuppertal (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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