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Zimba


Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Zimba (Begriffsklärung) aufgeführt.
Zimba

Die Zimba von der Tschengla (Gemeinde Bürserberg) aus gesehen

Höhe 2643 m ü. A.
Lage Vorarlberg, Österreich
Gebirge Rätikon der Alpen
Dominanz 5,4 km → Seekopf
Schartenhöhe 578 m ↓ Saulajoch
Gestein Hauptdolomit
Erstbesteigung 1848 durch Anton Neyer aus Bludenz

Die Zimba (in alter Literatur auch Zimbaspitze genannt) ist ein 2643 m ü. A. hoher Berg der Vandanser Steinwand im Rätikon, einer Gebirgsgruppe der westlichen Zentralalpen (Ostalpen) im österreichischen Bundesland Vorarlberg.

Gestalt, Lage und Umgebung

Sie hat eine ebenmäßige Form und sendet nach Nordosten, Osten und Westen gleichmäßige Grate aus. Der Berg wurde bereits 1848 zum ersten Mal bestiegen; seit 1902 besteht mit der Sarotlahütte auf 1611 m Höhe an der Nordseite der Zimba ein Stützpunkt für Alpinisten. Durch ihre leichte Erreichbarkeit ist sie heute ein beliebtes Ziel für Bergsteiger und Kletterer.

Die Zimba ist die höchste Erhebung der sogenannten Zimbagruppe, einem Seitenkamm des Rätikons. Ihr Gipfel ist Teil der Vandanser Steinwand und liegt an der Grenze zwischen den Gemeinden Vandans und Brand. Benachbarte Berge sind im Nordosten der Große Valkastiel mit 2449 m Höhe, im Osten der Steintälikopf (2443 m), im Westen die Brandner Mittagsspitze mit 2557 m Höhe, im Nordwesten der 2372 Meter hohe Wildberg und die Sarotlahörner deren höchstes 2192 m misst. Nach Norden fällt das Gebiet zum Montafontal ab, im Südosten verläuft das Rellstal, im Süden liegt das Kanzlstäli, ein Hochtal, im Südwesten der Lünersee (Wasserspiegel auf 1970 m ), und im Westen bildet das Brandner Tal den Abschluss der Zimbagruppe. Nächstgelegener Ort ist im Westen Brand im Brandner Tal in etwa 4 Kilometern Entfernung Luftlinie. Vandans liegt 6 km im Osten und Bludenz 9 Kilometer im Norden.

Besteigungsgeschichte und touristische Erschließung

Die erste dokumentierte Besteigung der Zimba gelang am 8. September 1848 dem Brunnenmacher Anton Neyer aus Bludenz im Alleingang. Er brach in Brand auf, wanderte hinauf zur Sarotlaalpe, hielt in südöstlicher Richtung auf das Kargebiet mit dem Namen Steintäli zu, kreuzte den Ostgrat und erreichte den Gipfel durch einen Kamin auf der Südseite in mühseliger Kletterei. Im August 1854, wurden drei Jäger aus Brand beauftragt, auf der Zimba ein Vermessungssignal zu platzieren. Sie stiegen über eine Rinne an der Nordseite hinauf.[1]

Seit 1900 wird die Zimba über den Westgrat bestiegen. Dieser Normalweg führt von der Sarotlahütte im Norden oder der Heinrich-Hueter-Hütte, im Süden auf 1766 m Höhe gelegen, hinauf zum Zimbajoch (2387 m ). Von dort aus geht es über den Westgrat zum Gipfelkreuz. Geklettert wird an der aus Hauptdolomit bestehenden Zimba seit 1875, doch die alten Routen werden nicht mehr begangen, da die Gefahr von Steinschlag und Bergstürzen durch die bis heute andauernde Gebirgsbildung im Rätikon zu groß ist. Heute ist in erster Linie für Kletterer der Ostgrat interessant, über den Routen in verschiedenen Varianten bis zum Schwierigkeitsgrad UIAA IV- führen, sowie die Nordkante (UIAA III) und der Nordostgrat (UIAA II) als leichteste und kürzeste Kletterei zum Gipfel.[2]

Aufgrund der Ähnlichkeit in Bezug sowohl auf das Aussehen, auf die mäßige Gesteinsqualität als auch auf den an schönen Tagen herrschenden Andrang wird die Zimba als das Montafoner Matterhorn bezeichnet.[3]

Literatur und Karte

Einzelnachweise

  1. Wilhelm Strauss: Der Rhätikon, in: Die Erschließung der Ostalpen, I. Band, Verlag des DOeAV, Berlin 1893
  2. Günther Flaig: Alpenvereinsführer Rätikon, Bergverlag Rudolf Rother, München 1989, ISBN 3-7633-1098-3
  3. Achim Pasold: Alpinkletterführer Vorarlberg, 5. Aufl. 2014, Panico, Köngen 2014, ISBN 978-3-95611-024-5

Weblink

 Commons: Zimba  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Berg in Vorarlberg | Rätikon | Brand (Vorarlberg) | Vandans | Berg in den Alpen | Berg in Europa | Zweitausender

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Zimba (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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