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Zentrum für Internationale Friedenseinsätze


Das Zentrum für Internationale Friedenseinsätze (ZIF) ist eine gemeinnützige GmbH, die im April 2002 von der Bundesregierung und dem Bundestag gegründet und am 24. Juni 2002 offiziell „eröffnet“ wurde. Die Bundesregierung verfügt damit über eine Durchführungsorganisation für die Rekrutierung, Vorbereitung und Vermittlung von Personal für internationale zivile Friedensmissionen und Wahlbeobachtungseinsätze. Gesellschafter ist die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Auswärtige Amt (AA). Im Aufsichtsrat sind Staatsminister oder Staatssekretäre des Auswärtigen Amts, des Bundesverteidigungsministeriums, des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und des Bundesinnenministeriums sowie Abgeordnete aller Bundestagsfraktionen vertreten. Ein international besetzter Beirat unterstützt die Arbeit des ZIF.[1] Direktorin des ZIF ist Almut Wieland-Karimi, Sitz der Gesellschaft ist Berlin-Wilmersdorf.

Aufgaben

Aufgabe des ZIF ist es, einen deutschen Beitrag zur Stärkung internationaler ziviler Kapazitäten zur Krisenprävention, Konfliktlösung und Friedenskonsolidierung zu leisten. Kernmandat des ZIF ist daher

  • die Qualifizierung und
  • die Bereitstellung von Zivilpersonal sowie
  • die Erarbeitung von Analysen und Konzepten zu Peacebuilding und Peacekeeping.

Der integrierte Ansatz des ZIF, der Training, Humankapital und Analyse unter einem Dach vereint, ist mittlerweile weltweit als führendes Beispiel anerkannt, die schwedische und finnische Regierung haben mit der Folke Bernadotte Academy[2] und dem Crisis Management Centre[3] ähnliche Zentren aufgebaut. Auch berät das ZIF im Rahmen zahlreicher Kooperationsprojekte andere Institutionen wie die Afrikanische Union bei der Schulung von zivilem Personal oder bei der Entwicklung von Trainingskursen. Das ZIF koordiniert zudem die Initiative Entri, Europe's New Training Initiative for Civilian Crisis Management.[4].

Das ZIF bietet u. a.

  • Trainingskurse für zivile Fach- und Führungskräfte für internationale Friedens- und Beobachtungseinsätze. Hier werden u.a. zweiwöchige Grundkurse, Wahlbeobachtungskurse und verschiedene Spezialisierungskurse angeboten.[5] Dabei werden auch Trainingseinrichtungen des Bundes sowie die Trainingszusammenarbeit mit internationalen Organisationen und Einrichtungen, insbesondere der Europäischen Union, der Vereinten Nationen und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa genutzt. Bei allen Trainingskursen und auch in der Kooperation steht der vernetzte Ansatz im Mittelpunkt. Das ZIF bildet gemeinsam mit Trainingseinrichtungen der Bundeswehr und der Entwicklungszusammenarbeit die Nationale Trainingspartnerplattform.[6]
  • Personalrekrutierung, -vermittlung, -betreuung für deutsche Wahlbeobachter und Fach- und Führungskräfte, die an Einsätzen in Post-Konflikt-Gebieten interessiert sind. Das ZIF ist in diesem Bereich zentraler Ansprechpartner der Bundesregierung und pflegt, um gezielt und zeitnah Personal zu vermitteln, einen qualifizierten Personalpool, der derzeit etwa 1200 Personen umfasst. Deutsche zivile Fach- und Führungskräfte arbeiten in über 40 Friedensmissionen von UN, EU und OSZE.
  • Beratung und Analysen mit einsatzrelevanten Hintergründen und Informationen sowie Workshops und Konferenzen um eine Dialogplattform zu bieten, zivile Krisenprävention zu stärken, Lessons Learnt-Prozesse voranzubringen und den Austausch zwischen politischen Entscheidern und Praktikern "aus dem Feld" zu fördern.

Wahlbeobachtung

Möchte man als deutscher Staatsbürger für die OSZE oder die EU Wahlen beobachten, muss man sich bei der ZIFdatabase online ein Profil erstellen. Nach einem erfolgreich absolvierten Kurzzeit-Wahlbeobachtungskurs kann man sich auf Ausschreibungen bewerben und wird vom ZIF nominiert und gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt ausgewählt. ODIHR (Office for Democratic Institutions and Human Rights) mit Sitz in Warschau ist für die Wahlbeobachtung der OSZE verantwortlich und entsendet Missionen ausschließlich in die 57 OSZE-Teilnehmerstaaten. Die EU entsendet vorrangig kleinere Missionen, etwa in afrikanische oder lateinamerikanische Staaten. Wahlbeobachtungsmissionen werden nur nach Einladung durch das Gastland gebildet und von den einzelnen Mitgliedsstaaten finanziert[7].

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://www.zif-berlin.org/de/ueber-zif/gremien-mitgliedschaften.html
  2. Webseite der Folke Bernadotte Academy
  3. Webseite des finnischen Crisis Management Centre
  4. Entri-Webseite
  5. http://www.zif-berlin.org/de/training-vorbereitung/zif-trainings-kurse/spezialisierungskurse.html
  6. http://www.zif-berlin.org/de/training-vorbereitung/partner-und-kooperationen/trainingspartnerplattform.html
  7. http://www.zif-berlin.org/de/schwerpunkte/wahlen-wahlbeobachtung.html

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Zentrum für Internationale Friedenseinsätze (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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