Zeitgeber - LinkFang.de





Zeitgeber


Dieser Artikel beschäftigt sich mit biologischen Zeitgebern, für die technische Bedeutung siehe Timer oder Zeitserver

Als Zeitgeber wird in der Chronobiologie irgendein äußerer Einfluss bezeichnet, der als exogene Komponente auf die endogene „innere Uhr“ eines Lebewesens so wirken kann, dass dessen innere Rhythmen mit der Umwelt synchronisiert werden. Für Pflanzen und Tiere ist der wirksamste Zeitgeber Licht. Daneben treten auch Umgebungstemperaturen, Geräusche, soziale Interaktionen, körperliche Aktivitäten, Nahrungsaufnahmen, Wecker oder Manipulationen durch Pharmaka als Zeitgeber auf.

Begriffsbildung

Der Begriff Zeitgeber wurde in den frühen 1950er Jahren von Jürgen Aschoff, einem der Pioniere auf dem Gebiet der Chronobiologie, geprägt und vor allem durch seinen 1954 in der Fachzeitschrift „Die Naturwissenschaften“ erschienenen Beitrag Zeitgeber der tierischen Tagesperiodik[1] bekannt:

„Die synchronisierenden Faktoren werden Zeitgeber genannt. Zeitgeber für die tierische 24-Std-Periodik sind alle mit der Erddrehung gekoppelten periodischen Umweltprozesse kontinuierlicher oder diskontinuierlicher Art, die für das Tier reizwirksam sind.“

Jürgen Aschoff: Zeitgeber der tierischen Tagesperiodik. In: Die Naturwissenschaften, Februar 1954, S. 55.

Das deutsche Wort wurde als Lehnwort in die englische Fachsprache übernommen: englisch zeitgeber.

Beispiele

Licht ist der häufigste und wirksamste biologische Zeitgeber für die meisten Lebewesen. Es synchronisiert die „innere Uhr“ von Pflanzen, Tieren und Menschen mit der tatsächlichen Tageslänge. Dadurch werden circadiane Rhythmen auf den Tag-Nacht-Zyklus eingestellt und Tagesrhythmen gebildet, die beispielsweise das Öffnen der Blüten von Pflanzen oder die Schlafphase von Tieren regeln.

Die Dauer des Lichteinfalls – als die Länge des lichten Tages – beeinflusst darüber hinaus bei Tieren auch infradiane Rhythmen, die als Jahresrhythmen zum Beispiel in Vogelzug, Brunftzeit, Winterruhe und Winterschlaf zum Ausdruck kommen. Bei Pflanzen spielt neben der Umgebungstemperatur auch der tägliche Lichteinfall für Blütenbildung, Fruchtreife und Blattfall eine wesentliche Rolle. Daher kann Licht in Gewächshäusern zur Beeinflussung des Erntezeitpunkts eingesetzt werden.

Siehe auch

Weiterführende Literatur

  • Aschoff J (1965) The phase-angle difference in circadian periodicity.In "Circadian Clocks" (J. Aschoff eds.). North Holland Press, Amsterdam, p 262–278

Anmerkungen und Einzelnachweise

  1. siehe Jürgen Aschoff: Zeitgeber der tierischen Tagesperiodik; in „Die Naturwissenschaften“, 41.Jg Heft 3 (1954), S. 49-56 .

Kategorien: Chronobiologie | Verhaltensbiologie

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Zeitgeber (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.