Zehlendorf (Oranienburg) - LinkFang.de





Zehlendorf (Oranienburg)


Zehlendorf
Höhe: 53 (40–55) m
Fläche: 16,7 km²
Einwohner: 966 (2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 58 Einwohner/km²
Eingemeindung: 26. Oktober 2003
Postleitzahl: 16515
Vorwahl: 033053

Lage von Zehlendorf in

Zehlendorf ist ein Ortsteil der Stadt Oranienburg im Landkreis Oberhavel in Brandenburg.

Geographie

Zehlendorf befindet sich im Osten der Stadt und ist rund zehn Kilometer ostnordostwärts vom Zentrum entfernt. Zum Ort gehört der knapp drei Kilometer nordöstlich gelegene Wohnplatz Rehmate. Das Dorf befindet sich im Naturpark Barnim, liegt am Südrand vom Vogelschutzgebiet Obere Havelniederung, von dem es größtenteils umgeben ist und grenzt im Norden an das Landschaftsschutzgebiet Obere Havelniederung, zu dem auch Teile der Gemarkung gehören.[2]

Nachbarorte sind Kreuzbruch (Ortsteil der Stadt Liebenwalde) im Norden, Stolzenhagen (Ortsteil der Gemeinde Wandlitz im Landkreis Barnim) im Osten, und die Oranienburger Ortsteile Wensickendorf im Süden und Schmachtenhagen im Westen.

Geschichte

Zehlendorf wurde erstmals im Jahr 1335 als Zedelndorp urkundlich erwähnt. Im Jahre 1412 wurde als Eigentümer des Ortes die Familie von Götze genannt. Nachdem Louise Henriette Zehlendorf 1651 erworben hatte, unterstellte sie es dem Amt Bötzow, das nur ein Jahr später in Amt Oranienburg umbenannt wurde.

1745 wurde Zehlendorf ein eigenes Amt. 1763 brannte der Amtssitz allerdings ab und wurde nach Friedrichsthal verlegt. 1767 wurde das Amt in Amt Friedrichsthal umbenannt. 1819 wurde das Amt Friedrichsthal aufgelöst, und Zehlendorf kam wieder zum Amt Oranienburg. 1819 verpachtete der preußische Staat das Gut Zehlendorf an Ernst Friedrich Wilhelm Kienitz, Generalpächter des Amtes Friedrichsthal. 1826 wurde Gut Zehlendorf ein freies Rittergut.

1901 erhielt Zehlendorf mit der Heidekrautbahn Eisenbahnanschluss an der Linie von Berlin nach Liebenwalde. 1927 wurde das Gut Zehlendorf an die Deutsche Gesellschaft für innere Kolonisation mit Sitz in Berlin verkauft, mit deren Hilfe die Besiedlung Zehlendorfs mit Landwirten erfolgen sollte.

Um das Germania-Klinkerwerk Oranienburg mit Ton zu versorgen, wurde eine Tongrube als Außenkommando des Konzentrationslagers Sachsenhausen angelegt, das bis 1945 existierte.

Am 26. Oktober 2003 erfolgte die Eingemeindung in die Stadt Oranienburg.

Bevölkerungsentwicklung
18751890191019251933194619931994199519961997199819992000200120022006
90410129991024106513299449599799559589719569749819861021[3]

Wirtschaft und Infrastruktur

Großsender Zehlendorf

Hauptartikel: Sender Zehlendorf

Zehlendorf bei Oranienburg ist seit 1936 Standort von Sendeeinrichtungen.[4] Seine Langwellen-Sendeeinrichtung gehört zu den leistungsstärksten ihrer Art in Europa. Sie strahlt gegenwärtig (Stand 2012) das 24-Stunden-Programm von Deutschlandradio Kultur auf der Frequenz 177 kHz mit einer Sendeleistung von 500 kW aus.

Windenergie

In Zehlendorf existiert seit 2003 ein kleiner Windpark bestehend aus drei Vestas V 47 Windkraftanlagen, welche auf 76 m hohen Stahlfachwerktürmen montiert sind und eine Leistung von 660 kW haben.[5]

Verkehr

Seit dem 21. Mai 1901 besitzt Zehlendorf einen Haltepunkt an der Heidekrautbahn von Berlin-Wilhelmsruh (ab 1950 Berlin-Blankenburg, ab 1976 Berlin-Karow) nach Liebenwalde. Dieser war ab dem 30. November 1997 zwischenzeitlich außer Betrieb und wurde probeweise vom 16. April 2007 bis zum 31. Dezember 2007 wieder werktags von der NEB bedient.

Außerdem ist Zehlendorf durch eine Buslinie mit Oranienburg und Liebenwalde verbunden. Im Ortskern kreuzen sich die Landstraßen L 21 und L 29.

Sonstiges

Literatur

  • Siegfried Hermann, Wolf Kahle, Joachim Kniestedt: Der deutsche Rundfunk. R. v. Decker's, Heidelberg 1994, ISBN 3-7685-2394-2, S. 174–178.
  • Gerd Klawitter: 100 Jahre Funktechnik in Deutschland - Band 2. Funkstationen und Messplätze rund um Berlin. Wissenschaft & Technik, Berlin 2002, ISBN 3-896-85511-5.
  • Gerd Klawitter: 100 Jahre Funktechnik in Deutschland, Funksendestellen rund um Berlin. Wissenschaft & Technik, Berlin 1997, ISBN 3-9361-2465-5, S. 105–112.
  • Werner Ebert, Hans Domnick: Unterwegs mit der Heidekrautbahn. Kommunale Arbeitsgemeinschaft Region Heidekrautbahn, Basdorf 2005.

Weblinks

 Commons: Oranienburg-Zehlendorf  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Zehlendorf. Stadtverwaltung Oranienburg, abgerufen am 6. April 2015.
  2. Kartendienst Schutzgebiete. Bundesamt für Naturschutz, abgerufen am 6. April 2015.
  3. Quelle für alle Angaben: Das Genealogische Orts-Verzeichnis auf genealogy.net/Zehlendorf
  4. LW-Sendemast Zehlendorf. In: Structurae ; Tragmast der LW-Reservesendeantenne Zehlendorf. In: Structurae ; alter LW-Sendemast Zehlendorf. In: Structurae ; MW-Sendemast Zehlendorf. In: Structurae
  5. Seeba Energyfarming

Kategorien: Ort im Landkreis Oberhavel | Ehemalige Gemeinde (Landkreis Oberhavel) | Oranienburg

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Zehlendorf (Oranienburg) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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