Yttrium-Barium-Kupferoxid - LinkFang.de





Yttrium-Barium-Kupferoxid


Kristallstruktur
Keine Zeichnung vorhanden
__ Y3+     __ Ba2+     __ Cu2+     __ O2−
Allgemeines
Name Yttrium-Barium-Kupferoxid
Andere Namen
  • YBaCuO
  • YBCO
Verhältnisformel YBa2Cu3O7–x
CAS-Nummer 107539-20-8
Eigenschaften
Molare Masse 666 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​319​‐​335
P: 261​‐​305+351+338 [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [2][1]
Reizend
(Xi)
R- und S-Sätze R: 36/37/38
S: 26​‐​36
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche nicht möglich

Yttrium-Barium-Kupferoxid, häufig abgekürzt YBCO oder als YBaCuO bezeichnet, ist eine im Jahr 1987 entdeckte Gruppe von Supraleitern, die aus den chemischen Elementen Yttrium, Barium, Kupfer und Sauerstoff bestehen und über eine Sprungtemperatur bei 92 K (entsprechend minus 181,15 Grad Celsius) verfügen. Sie gehören also zur Gruppe der sogenannten Hochtemperatursupraleiter.

Die Entwicklung der Hochtemperatursupraleiter

Hochtemperatursupraleitung (HTSL) wurde 1986 durch die Entdeckung supraleitfähiger Oxocuprate im System La–Ba–Cu–O von Johannes Georg Bednorz und Karl Alexander Müller eingeläutet. Untersuchungen an Jahn-Teller-verzerrten Metalloxiden zeigten, dass Oxocuprate im Vergleich zu den bisher bekannten Supraleitern deutlich höhere Übergangstemperaturen haben.

Dieser Befund löste eine Forschungswelle aus, die mit der Entdeckung von YBa2Cu3O7–x (auch als Y123, 123-Oxid, YBCO oder YBaCuO bezeichnet) einen vorläufigen Höhepunkt erreichte. YBa2Cu3O7–x war die erste Verbindung, für die mit Tc = 92 K eine Sprungtemperatur oberhalb des Siedepunktes von flüssigem Stickstoff nachgewiesen wurde. In den folgenden Jahren wurden zahlreiche weitere Oxocuprate mit größerer struktureller und chemischer Komplexität entdeckt. Das Erstaunliche an diesen Verbindungen und der Hochtemperatursupraleitung ist, dass zum einen nach der BCS-Theorie eine Sprungtemperatur von über 40 Kelvin nicht zu erklären ist (da bei diesen Temperaturen die thermische Energie der Gitterschwingungen die Bildung von Cooper-Paaren eigentlich verhindern würde) und zum anderen, dass es sich bei dem gefundenen Material nicht um einen metallischen Leiter, sondern um eine Keramik handelt.

Das wohl am genauesten charakterisierte und intensivsten untersuchte Oxocuprat ist YBa2Cu3O7–x. Die Struktur von YBa2Cu3O7 kann als eine Defektvariante vom Perowskit-Typ (AMO3) aufgefasst werden, in der 2/9 der Sauerstoffpositionen unbesetzt bleiben.

Supraleitfähig ist nur die orthorhombische Modifikation mit x < 0,6.

Herstellung

Verbindungen des Typs YBa2Cu3O7–x können in speziellen Ofenprozessen bei bis zu 900 °C entweder aus Yttriumnitrat, Bariumnitrat, Kupfernitrat, Oxalsäure und Harnstoff oder aus Yttriumoxid, Bariumcarbonat und Kupfer(II)-oxid hergestellt werden.

Literatur

  • F. Schwaigerer, B. Sailer, J. Glaser, H. J. Meyer: Strom eiskalt serviert: Supraleitfähigkeit. In: Chemie in unserer Zeit, 2002, 36, S. 108–124 (PDF )
  • P. I. Djurovich, R. J. J. Watts: A simple and reliable chemical preparation of YBa2Cu3O7-x superconductors: An experiment in high temperature superconductivity for an advanced undergraduate laboratory. In: Journal of Chemical Education, 1993, 70, S. 497–498.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 Datenblatt Yttrium barium copper oxide bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 25. April 2011 (PDF ).
  2. Für Stoffe ist seit dem 1. Dezember 2012, für Gemische seit dem 1. Juni 2015 nur noch die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung gültig. Die EU-Gefahrstoffkennzeichnung ist daher nur noch auf Gebinden zulässig, welche vor diesen Daten in Verkehr gebracht wurden.

Kategorien: Elektrotechnischer Werkstoff | Kupferverbindung | Bariumverbindung | Yttriumverbindung | Oxid | Reizender Stoff

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Yttrium-Barium-Kupferoxid (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.