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Ystad


Dieser Artikel behandelt den Ort Ystad; für die schwedische Gemeinde Ystad siehe Ystad (Gemeinde).
Ystad
Basisdaten
Staat: Schweden
Provinz (län): Skåne län
Historische Provinz (landskap): Schonen
Gemeinde (kommun): Ystad
Koordinaten:
Einwohner: 18.350 (31. Dezember 2010)[1]
Fläche: 8,65 km²
Bevölkerungsdichte: 2.121 Einwohner je km²

Ystad [ˈʏstɐ] oder [ˈyːˌstɑːdʰ] (deutsch, veraltet: Ystadt, dänisch, veraltet: Ysted) ist eine Stadt in der südschwedischen Provinz Skåne län und der historischen Provinz Schonen an der schwedischen Südküste. Die Stadt ist Hauptort der gleichnamigen Gemeinde.

Geografie

Von Ystad zieht sich der Järavall, ein aus Steinen und Kies bestehender Landrücken, längs der Küste nach Trelleborg und Falsterbo hin. Er soll der „Iöravalla“ sein, der in der Völuspá (Vers 14) genannt wird.

Geschichte

Der dänische Name Ysted wurde 1244 erstmals in den Lunder Annalen erwähnt, doch war das Stadtgebiet bereits früher besiedelt. Die Ursprünge der Hauptkirche der Stadt, der Sankt-Marien-Kirche (Sankta Maria kyrka), stammen aus dem Beginn des 13. Jahrhunderts. Das 1258 gegründete Kloster Ystad der Franziskaner (Gråbröderklostret) St. Petri zählt zu den besterhaltenen mittelalterlichen Klosteranlagen in Schweden und beherbergt heute das Stadtmuseum. In der Altstadt sind viele Fachwerkhäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert erhalten. Die wirtschaftliche Grundlage für den Aufschwung der Stadt bildeten die Fischerei und der Handel mit Heringen, deren Vorkommen in der südlichen Ostsee im ausgehenden Mittelalter enorme Ausmaße hatte, um 1500 jedoch plötzlich drastisch abnahm.

1936 wurde das Kunstmuseum Ystad gegründet.

Verkehr

Von Ystad aus bestehen Fährverbindungen zur dänischen Insel Bornholm und mit Polferries nach Świnoujście (Swinemünde) in Polen. Ystad ist Haltepunkt der Eisenbahnlinie MalmöTomelillaSimrishamn, über die auch Direktverbindungen nach Kopenhagen angeboten werden, um die Bornholmfähre mit der Hauptstadt und dem dänischen Schienennetz zu verbinden. Weiterhin gibt es eine Busverbindung zur Hafenstadt Trelleborg, von wo aus Fährverbindungen nach Sassnitz auf Rügen, Świnoujście, Rostock und Lübeck-Travemünde bestehen.

Ystad als Wallfahrtsort für Krimi-Fans

Ystad wurde durch die dort spielenden Kriminalromane von Henning Mankell mit Kommissar Kurt Wallander als fiktivem Protagonisten europaweit bekannt. Alle Plätze, Straßen und Restaurants, die in den Büchern erwähnt werden, existieren in der Realität, wie zum Beispiel das Wohnhaus Wallanders in der Mariagatan 10, ein schlichtes Gebäude aus rotem Backstein. Aus diesem Grunde wurde Ystad seit Beginn der 1990er Jahre zu einem beliebten Pilgerort für Mankell-Leser.

Bauwerke

Im Zentrum der Stadt befindet sich die Sankt-Marien-Kirche. Östlich hiervon steht das Alte Rathaus. Im nördlichen Teil der Altstadt steht das heute als Museum genutzte Kloster Ystad. Als weiteres Museum ist das Kunstmuseum Ystad erwähnenswert.

Umgebung

  • Nordwestlich von Ystad liegt die Kirche von Bjäresjö aus dem 12. Jahrhundert mit sehenswerten Wandgemälden.
  • Nordöstlich liegt Örups stenhus, eine der ältesten Burgen in Schonen. Es wurde um 1490 erbaut und hat Ähnlichkeit mit Glimmingehus.
  • Östlich von Ystad, in Valleberga, steht die einzige erhaltene Rundkirche in Schonen aus dem 12. Jahrhundert. Sie besitzt den gleichen Grundriss wie die dänischen Rundkirchen auf Bornholm. Den Taufstein fertigte der gotländische Steinmetz mit dem Namen Majestatis.
  • Südöstlich von Ystad liegt an der Küste die Schiffssetzung Ales Stenar.
  • Weiter östlich, in Backåkra, hatte der UNO-Generalsekretär Dag Hammarskjöld (1905–1961) sein Haus, das heute als Museum zugänglich ist.
  • Östlich der Stadt liegt das für seinen weißen, feinen Sandstrand bekannte Gebiet Sandhammaren.
  • Glimmingehus (Baubeginn 1499), etwas landeinwärts gelegen, zählt zu den am besten erhaltenen Burgen des Landes.
  • Nordwestlich der Stadt liegt der Tierpark Ystad.

Söhne und Töchter der Stadt

Weblinks

 Commons: Ystad  – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Ystad – Reiseführer
 Wikisource: Ausgrabungen bei Ystad von Ernst Friedel (1870) – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

  1. Tätorternas landareal, folkmängd och invånare beim Statistiska centralbyrån.

Kategorien: Kurt Wallander | Ort in Skåne län | Gemeinde Ystad

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Ystad (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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