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Ybbsitz


Ybbsitz
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Amstetten
Kfz-Kennzeichen: AM
Fläche: 104,29 km²
 :
Höhe: 414 m ü. A.
Einwohner: 3.498 (1. Jän. 2016)
Bevölkerungsdichte: 34 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 3340, 3341
Vorwahl: 07443
Gemeindekennziffer: 3 05 43
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Markt 1
3341 Ybbsitz
Website: www.ybbsitz.at
Politik
Bürgermeister: Josef Hofmarcher (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(23 Mitglieder)
16
3
3
1
16 
Lage der Marktgemeinde Ybbsitz im Bezirk Amstetten
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Ybbsitz ist eine Marktgemeinde mit 3498 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016 ) im Bezirk Amstetten im österreichischen Bundesland Niederösterreich.

Die Gemeinde an der Niederösterreichischen Eisenstraße hat eine große montan–historische Tradition.

Geografie

Ybbsitz liegt in der Eisenwurzen im niederösterreichischen Mostviertel, im Tal der Kleinen Ybbs, einem Nebenfluss der Ybbs. Die Kleine Ybbs, die in ihrem Oberlauf bis Ybbsitz den Namen Schwarze Ois trägt, nimmt im Ort den von Süden kommenden Prollingbach auf.

Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 104,16 Quadratkilometer. 58,09 Prozent der Fläche sind bewaldet. Hausberg von Ybbsitz ist der direkt südöstlich gelegene Prochenberg.

Nahe Kleinprolling befindet sich der Wallfahrtsort Maria Seesal.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 11 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2015[1]):

  • Großprolling (170)
  • Haselgraben (225)
  • Hubberg (117)
  • Kleinprolling (84)
  • Knieberg (222)
  • Maisberg (291)
  • Prochenberg (133)
  • Schwarzenberg (280)
  • Schwarzois (122)
  • Ybbsitz (1.775)
  • Zogelsgraben (97)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Haselgraben, Maisberg, Prochenberg, Prolling, Schwarzenberg, Schwarzois, Waldamt und Ybbsitz.

Geschichte

Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Noricum. Der Name Ybbsitz wird im Jahr 1107 urkundlich erwähnt und ist slawischen Ursprungs, was, wie andere Ortsbezeichnungen in der Region, auf eine frühe slawische Besiedlung schließen lässt. Im 12. Jahrhundert wurde vom Stift Seitenstetten eine Pfarre gegründet, um die sich ein Ort entwickelte, dem 1480 von Kaiser Friedrich III. das Marktrecht verliehen wurde.

Durch die Nähe zum steirischen Erzberg, den Waldreichtum und die natürliche Wasserkraft entwickelte sich Ybbsitz zu einem lokalen Zentrum der Eisenverarbeitung der Eisenwurzen, das im 16. Jahrhundert seine Hochblüte erlebte. Zahlreiche gut erhaltene montanhistorische Baudenkmäler bezeugen noch die einstige wirtschaftliche Bedeutung des Ortes und sind heute entsprechend in touristische Konzepte eingebunden.

Ybbsitz ist Mitglied im Ring der Europäischen Schmiedestädte, der sich zum Ziel gesetzt hat, die regionale Vielfalt des Schmiedehandwerks und der Metallgestaltung in der globalen Einheit Europas auf allen Ebenen zu fördern.
Mit 2010 wurde das Schmieden in Ybbsitz in das Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes in Österreich aufgenommen.[2]

Politik

Gemeinderatswahlen
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66,20 %
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14,40 %
(+5,49 %p)
14,10 %
(-2,68 %p)
5,31 %
(-2,30 %p)

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Der Gemeinderat hat 23 Sitze, Bürgermeister der Marktgemeinde ist Josef Hofmarcher, Amtsleiter Martin Reingruber.

Bei der Gemeinderatswahl 2005 erreichte die ÖVP 17, die SPÖ 4, Die Grünen und die FPÖ je 1 Mandat. Bei der Gemeinderatswahl 2010 verlor die ÖVP einen Sitz an die Grünen.[3]

Einwohnerentwicklung

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 3.790 Einwohner. 1991 hatte die Marktgemeinde 3.915 Einwohner, 1981 3.858 und im Jahr 1971 3.811 Einwohner.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Ybbsitz

Wirtschaft und Infrastruktur

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 119, nach der Erhebung 1999 gab es 243 land- und forstwirtschaftliche Betriebe. Erwerbstätige am Wohnort waren nach der Volkszählung 2001 1.662 Personen. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 45,09 Prozent. Im Jahresdurchschnitt 2003 gab es am Ort 33 Arbeitslose.

Hier hat auch eine der ältesten Firmen Österreichs ihren Sitz. Seit über 450 Jahren stellt die Fa. Riess Produkte aus Metall her. Seit 1980 ist Riess der einzige verbliebene Emailkochgeschirr-Produzent in Österreich. Außerdem wird der bekannte Druckkochtopf Kelomat hier produziert. Die Anzahl der Mitarbeiter schwankt zwischen 50 und 100 (laut Internetpräsenz).[4]

Verkehr

Ybbsitz liegt an der Grestner Straße (B 22), die von Gstadt über die Grestner Höhe (631 m ü. A. ), von der anderen Seite auch Ybbsitzer Höhe genannt, nach Gresten und weiter ins Erlauftal führt.

Persönlichkeiten

Galerie

Literatur

  • Ernst Meyer: Geschichte des Marktes Ybbsitz, Ybbsitz 1999, 3. unveränderte Auflage.
  • Martin Prieschl: Urkundenschätze: Aus dem Stadtarchiv Waidhofen an der Ybbs und dem Marktarchiv Ybbsitz Band I 1355 - 1500, Waidhofen an der Ybbs 2009.
  • Martin Prieschl: Enfesselte Gewalten. Ybbsitz und die Hochwässer, Ybbsitz 2012.
  • Martin Prieschl: Zu wahrer Urkund dessen ... die Urkunden der Marktarchive Purgstall an der Erlauf, Weyer an der Enns und Ybbsitz, Purgstall an der Erlauf - Weyer an der Enns - Ybbsitz 2013.

Die Marktgemeinde Ybbsitz führt im Gemeindeamt ein umfassendes Archiv, das Einblick in die Geschichte des Marktes und seiner Umgebung bietet.

Weblinks

 Commons: Ybbsitz  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria, Bevölkerung am 1.1.2015 nach Ortschaften
  2. Schmieden in Ybbsitz , Nationalagentur für das Immaterielle Kulturerbe, Österreichische UNESCO-Kommission
  3. Endergebnis der Gemeinderatswahl 2010
  4. Leo Lugmayr, Josef Hofmarcher, Doris Prenn, Friedrich Riess, Email - Werkstoff der Könige - Vom Rohmaterial zum Fertigprodukt, Ybbsitz 2010. (Beschreibung der Emailproduktion mit Schwerpunkt der Produktion in Ybbsitz).

Kategorien: Ybbstaler Alpen | Ort im Bezirk Amstetten | Ybbsitz | Gemeinde in Niederösterreich

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Ybbsitz (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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