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Yale University


Yale University
Motto אורים ותומים
Lux et veritas

(„Licht und Wahrheit“)
Gründung 1701
Trägerschaft privat
Ort New Haven (Connecticut), Vereinigte Staaten
Präsident Peter Salovey
Studenten 11.390
Mitarbeiter 3.619[1]
Stiftungsvermögen 19,4 Mrd. US$ (2011)
Hochschulsport Bulldogs (Ivy League)
Website www.yale.edu

Die Yale University in New Haven (Connecticut) ist eine der renommiertesten Universitäten der Welt und die drittälteste Hochschule der Vereinigten Staaten. Die Universität verfügte 2011 mit rund 19,4 Milliarden US-Dollar nach der Harvard University über das zweitgrößte Stiftungskapital einer Bildungseinrichtung weltweit.[2] Sie ist Mitglied der sogenannten Ivy League, einer Gruppe von acht US-Eliteuniversitäten im Nordosten der USA, und Gründungsmitglied der Association of American Universities, einem seit 1900 bestehenden Verbund führender forschungsintensiver nordamerikanischer Universitäten. Darüber hinaus gehört Yale dem Hochschulverbund International Alliance of Research Universities an. Mit Harvard und Princeton wird Yale in Medien und Gesellschaft weltweit als eine der drei einflussreichsten, renommiertesten und leistungsstärksten Ivy-League-Universitäten der USA wahrgenommen.[3]

Die Yale University verfügt über mehr als zwei Dutzend Bibliotheken mit über 12,5 Millionen Büchern.[4] Insgesamt 49 Nobelpreisträger haben in Yale studiert, gelehrt oder gearbeitet. Zu den Absolventen der Universität zählen fünf US-Präsidenten, 19 Richter des Obersten Gerichtshofs der Vereinigten Staaten und diverse ausländische Staatsoberhäupter. Die Yale Law School ist die selektivste Law School der Vereinigten Staaten.[5]

Geschichte

Die Yale-Universität ist nach der Harvard University in Cambridge (Massachusetts) und dem College of William and Mary in Williamsburg (Virginia) die drittälteste amerikanische Hochschuleinrichtung. Yales Anfänge liegen im Beschluss An Act for Liberty to Erect a Collegiate School des General Court der Kolonie Connecticut vom 9. Oktober 1701, wonach eine Kollegschule errichtet werden soll. Bald danach stiftete eine Gruppe von 10 Kongregationalisten ihre als Harvard-Schüler erhaltenen Materialien der Einrichtung als Grundstock für die Bibliothek. Die Harvard University war Jahre vorher die einzige Hochschule in Nordamerika. Yale wurde gegründet, um Führungspersonen auszubilden. Die ursprünglich Collegiate School genannte Anstalt eröffnete ihren Lehrbetrieb im Haus ihres ersten Rektors Abraham Pierson (1646–1707) in Killingworth, heute Clinton (Connecticut).

1716 zog die Collegiate School nach New Haven um und wurde 1718 aufgrund einer umfangreichen Spende von Elihu Yale in Yale College umbenannt.

Im 19. Jahrhundert wurde das College um eine Reihe weiterführender Institutionen erweitert, so die Yale Medical School (1810), die Yale Divinity School (1822), die Yale Law School (1843), die Yale Graduate School of Arts and Sciences (1847), die Sheffield Scientific School (1861), und die Yale School of Fine Arts (1869).

1887 wurde der Gesamtkomplex dieser Institutionen in Yale University umbenannt, wobei Yale College die offizielle Bezeichnung für den sogenannten undergraduate Bereich der Universität wurde.

Weitere Graduate Schools, die seitdem gegründet oder der Universität angegliedert wurden, sind die Yale School of Music (1894), die Yale School of Forestry & Environmental Studies (1901), die Yale School of Public Health (1915), die Yale School of Nursing (1923), und die Yale School of Management (1976).

Während die Graduate Schools schon lange Studenten beider Geschlechter aufnahmen, war Yale College bis 1969 nur männlichen Studenten vorbehalten.

An der Yale University befindet sich die Beinecke Rare Book and Manuscript Library, die eine Papyrussammlung und eine große Anzahl von Inkunabeln besitzt. Zur Universität gehört auch die Yale University Art Gallery, das älteste Kunstmuseum einer Universität der westlichen Hemisphäre.[6]

Die Yale School of Architecture wird seit 1972 als separate Yale-Architekturschule geführt. Ihr Direktor ist seit 1998 der renommierte Architekt Robert A. M. Stern.[7]

Leiter der Collegiate School, des Yale College und der Yale University

Rektoren des Yale College Geboren–Gestorben Jahre als Rektor
1 The Rev. Abraham Pierson (1646–1707) (1701–1707)
2 The Rev. Samuel Andrew (1656–1738) (1707–1719) (pro tempore)
3 The Rev. Timothy Cutler (1684–1765) (1719–1726)
4 The Rev. Elisha William(s) (1694–1755) (1726–1739)
5 The Rev. Thomas Clap (1703–1767) (1740–1745)
Präsidenten des Yale College Geboren–Gestorben Jahre als Präsident
1 The Rev. Thomas Clap (1703–1767) (1745–1766)
2 The Rev. Naphtali Daggett (1727–1780) (1766–1777) (pro tempore)
3 The Rev. Ezra Stiles (1727–1795) (1778–1795)
4 Timothy Dwight IV. (1752–1817) (1795–1817)
5 Jeremiah Day (1773–1867) (1817–1846)
6 Theodore Dwight Woolsey (1801–1899) (1846–1871)
7 Noah Porter III (1811–1892) (1871–1886)
8 Timothy Dwight V (1828–1916) (1886–1899)
9 Arthur Twining Hadley (1856–1930) (1899–1921)
10 James Rowland Angell (1869–1949) (1921–1937)
11 Charles Seymour (1885–1963) (1937–1951)
12 Alfred Whitney Griswold (1906–1963) (1951–1963)
13 Kingman Brewster, Jr. (1919–1988) (1963–1977)
14 Hanna Holborn Gray (1930–) (1977–1977)
15 A. Bartlett Giamatti (1938–1989) (1977–1986)
16 Benno C. Schmidt, Jr. (1942–) (1986–1992)
17 Howard R. Lamar (1923–) (1992–1993)
18 Richard C. Levin (1947–) (1993–2013)
19 Peter Salovey (1958–) (2013–)

Studentenvereinigungen

An der Yale-Universität haben einige bekannte Studentenvereinigungen ihren Sitz. Dazu gehören Skull & Bones, Scroll and Key, Wolf’s Head, Book and Snake und Berzelius.

Sport

Hauptartikel: Yale Bulldogs

Die Sportmannschaften des Yale College werden als die Yale Bulldogs bezeichnet. Sie spielen meist in der Ivy League, deren acht Mitglieder im Gegensatz zu der Mehrzahl US-amerikanischer Hochschulen keine Sportstipendien vergeben.

Rankings

In verschiedenen Bewertungen für akademische Institutionen erreicht die Universität regelmäßig Spitzenpositionen. Die genaue Platzierung variiert wie bei den anderen Top-Universitäten von Jahr zu Jahr leicht, wobei sich die internationalen Spitzen-Universitäten immer die obersten 10 bis 15 Plätze teilen. So rangiert Yale zum Beispiel im Hochschulranking U.S. News & World Report[8] 2016 auf Platz drei und gemäß Forbes[9] 2015 auf Platz fünf der besten US-Universitäten - wie jedes Jahr in den vergangenen 16 Jahren. Die Universität gilt gemäß dem renommierten Philosophical Gourmet Report (2014-2015) im Fach Philosophie als eine der fünf besten in den USA[10] und speziell in den Fachbereichen Ethik und Philosophie der Neuzeit (17. und 18. Jahrhundert) als eine der weltbesten.[11]

Nobelpreisträger

Bedeutende Absolventen

Wissenschaft und Technik

Literatur und Publizistik

Kunst und Medien

Politik und Verwaltung

Sport

Partneruniversitäten

Die Yale University unterhält im Rahmen des Connecticut-Baden-Württemberg-Landesprogramms Partnerschaften mit den folgenden deutschen Universitäten: Eberhard Karls Universität Tübingen, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Universität Hohenheim, Karlsruher Institut für Technologie, Universität Konstanz, Universität Mannheim, Universität Stuttgart und Universität Ulm.[12] Besondere Austauschprogramme pflegt die theologische Fakultät der Yale University (Yale Divinity School) mit den ältesten dreien der genannten Universitäten Baden-Württembergs: Tübingen (einschließlich des Tübinger Stifts), Heidelberg und Freiburg.[13] Zudem bestehen Austauschabkommen zwischen Yale und der Freien Universität Berlin.[14]

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Yale University  – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Yale Facts | Yale . Yale.edu. Abgerufen am 16. September 2009.
  2. Tom Conroy: YaleNews | Investment Return of 21.9% Brings Yale Endowment Value to $19.4 Billion . yale.edu. 28. September 2011. Abgerufen am 4. Dezember 2011.
  3. Le Monde diplomatique - Die Kandidatenmacher ; vgl. Times Higher Education: World Reputation Rankings 2012
  4. Yale University Library: Libraries & Collections A-Z . Library.yale.edu. 10. Juli 2006. Abgerufen am 16. September 2009.
  5. 2009 Raw Data Law School Rankings: Acceptance Rate (Ascending) . Internet Legal Research Group. Abgerufen am 29. April 2012.
  6. http://www.buildings.yale.edu/property.aspx?id=26
  7. Yale School of Architecture: "Building history." (englisch), aufgerufen am 10. April 2007.
  8. US News National Universities Rankings
  9. Forbes America's Top Colleges
  10. The Philosophical Gourmet Report - Ranking Of Top 50 Faculties In The English-Speaking World / Ranking Of Faculties In The United States
  11. The Philosophical Gourmet Report - Summary Of Rankings By Department
  12. Study Abroad: Connecticut Baden-Württemberg Exchange Program , Participating BW Universities
  13. Student Exchange Opportunities – Baden-Württemberg Exchange (Heidelberg, Freiburg, Tübingen in Germany)
  14. The Fox International Fellowships – Freie University of Berlin

Kategorien: Ivy League | Association of American Universities | Yale University | Gegründet 1701 | Universität in Connecticut | Private Hochschule in den Vereinigten Staaten

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Yale University (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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