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Wronki


Wronki

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Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Großpolen
Powiat: Szamotuły
Fläche: 5,81 km²
Geographische Lage:
Einwohner: 11.452
(30. Jun. 2015)[1]
Postleitzahl: 64-510
Telefonvorwahl: (+48) 67
Kfz-Kennzeichen: PSZ
Wirtschaft und Verkehr
Schienenweg: Posen–Stettin
Sołectwo
Gmina
Gminatyp: Stadt- und Landgemeinde
Gminagliederung: 47 Ortschaften
22 Schulzenämter
Fläche: 302,07 km²
Einwohner: 19.115
(30. Jun. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 63 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 3024083
Verwaltung (Stand: 2013)
Gemeindevorsteher: Mirosław Wieczór
Adresse: ul. Ratuszowa 5
64-510 Wronki
Webpräsenz: www.wronki.pl

Wronki ['vrɔŋki] (deutsch Wronke, 1943–1945 Warthestadt, älter deutsch auch Fronich[2])[3][4] ist eine Stadt und Sitz der gleichnamigen Stadt- und Landgemeinde in Polen. Der Ort liegt im Powiat Szamotulski der Wojewodschaft Großpolen.

Geographie

Die Stadt liegt 55 km nordwestlich von Posen an der Warthe. Im Norden befinden sich die ausgedehnten Nadelwälder der Puszcza Notecka. Im Warthetal bei Wronke wurden im 19. Jahrhundert Braunkohlevorkommen entdeckt.

Geschichte

Der Ort wird erstmals 1279 und 1280 in Urkunden des Herzogs Przemysł II. erwähnt. Neben dem Dominikanerkloster bildete sich eine deutsche Siedlung (in alten Urkunden als Fronich bezeichnet[5]), welche später das Stadtrecht erhielt. Ab dem 16. Jahrhundert ging die Stadt in adeligen Besitz über. Im 19. Jahrhundert war die Herrschaft im Besitz der Grafen Dzieduszycki.

Bevölkerungsentwicklung

  • 1819: 1.824 Einwohner
  • 1837: 2.252 Einwohner (813 Juden)
  • 1845: 2.384 Einwohner
  • 1858: 2.413 Einwohner
  • 1890: 3.134 Einwohner (926 Evangelische, 1.657 Katholiken, 550 Juden, 1 Sonstiger)
  • 1905: 4.722 Einwohner (1.475 Evangelische, 2.867 Katholiken, 380 Juden)

Wirtschaft

Wronki ist bekannt durch den Industriebetrieb Amica, der Kühlschränke, Waschmaschinen und Gas- und Elektroherde herstellt. Er ist auch Namensgeber und Sponsor der Fußballmannschaft Amica Wronki, die zeitweise in der ersten polnischen Liga spielte. Im April 2010 hat "Amica" zwei seiner Fabriken an "Samsung" verkauft. "Samsung" ist somit neben "Amica" der große Arbeitgeber in der Stadt.

In Wronki befindet sich die größte Strafvollzugsanstalt Polens. Während des Ersten Weltkriegs war dort Rosa Luxemburg einige Monate lang inhaftiert. Von den 1960er bis in die 1980er Jahre wurden in der JVA auch Dissidenten und Mitglieder der Solidarnosc gefangen gehalten, unter anderem Jacek Kuroń.[6]

Gemeinde

Zur Stadt- und Landgemeinde gehören neben der Stadt Wronki weitere 22 Ortsteile (deutsche Namen bis 1945)[3] mit einem Schulzenamt.

  • Biezdrowo (Biezdrowo, 1943–1945 Feldstädt)[3]
  • Chojno (Chojno, 1943–1945 Karlsfeld)[3]
  • Chojno-Błota
  • Chojno-Młyn
  • Ćmachowo (Cmachowo, 1943–1945 Bakerode)[3]
  • Głuchowo (Gluchowo, 1943–1945 Schulzendorf)[3]
  • Jasionna (Jasionna, 1943–1945 Waldheim)[3]
  • Kłodzisko (Klodzisko, 1943–1945 Schwarzsee)[3]
  • Lubowo (Lubowo, 1943–1945 Dreyn)[3]
  • Marianowo
  • Nowa Wieś (Nowawies, 1943–1945 Neudorf)[3]
  • Obelżanki (Obelzanki, 1943–1945 Obelsanke)[3]
  • Pakawie (Pakawie, 1943–1945 Seeheim)[3]
  • Popowo (Popowo, 1943–1945 Krummwiese)[3]
  • Pożarowo (Pozarowo, 1943–1945 Beerenbusch)[3]
  • Rzecin (Rzecin, 1943–1945 Pfaffenberg)[3]
  • Samołęż
  • Stare Miasto
  • Stróżki
  • Wartosław (Neubrück)[4]
  • Wierzchocin (Wierzchocin, 1943–1945 Flachfelde)[3]
  • Wróblewo (Wroblewo, 1943–1945 Lerchental)[4]

Weitere Ortschaften der Gemeinde sind:

  • Aleksandrowo
  • Borek
  • Chojno-Błota Małe
  • Chojno-Leśniczówka
  • Dąbrowa
  • Dębogóra
  • Głuchowiec
  • Gogolice
  • Huby-Oporowo
  • Józefowo
  • Karolewo
  • Krasnobrzeg
  • Lubowo Drugie
  • Lutyniec
  • Łucjanowo
  • Maszewice
  • Mokrz (Mokrz, 1943–1945 Antonswald)[3]
  • Nadolnik
  • Nowy Kraków
  • Olesin
  • Olin
  • Oporowo-Huby
  • Pierwoszewo
  • Piła
  • Pustelnia
  • Samita
  • Smolnica
  • Szklarnia
  • Szostaki
  • Tomaszewo
  • Warszawa
  • Winnogóra
  • Zdroje

Sehenswürdigkeiten

  • Pfarrkirche der Heiligen Katharina
  • Klosterkirche der Franziskaner (früher der Dominikaner)
  • Justizvollzugsanstalt Wronki (früher- Zentralgefängnis für die Provinz Posen) (1894)
  • Kapelle Heilig-Kreuz (1887)

Verkehr

Wronki liegt an der Woiwodschaftsstraße 182, von welcher hier die Woiwodschaftsstraßen 140 nach Cischkowo, 150 nach Sieraków (Zirke) und 184 in Richtung Posen abzweigen. Der Bahnhof liegt an der wichtigen Bahnstrecke Poznań–Szczecin. Die hier abzweigende Nebenstrecke nach Obornik wird nicht mehr betrieben.

Söhne und Töchter der Stadt

  • Else Koffka (1901–1994), deutsche Juristin und Bundesrichterin
  • Adolf Pinner (1842–1909), deutscher Chemiker
  • Jadwiga Slodowicz (1830–1887), polnische Adlige, Erbauerin der Kapelle Heilig-Kreuz in Wronki
  • Hans Stichel (1862–1936), deutscher Biologe
  • Paweł Wilczak (* 1965), polnischer Schauspieler
  • Bernhard Zondek (1891–1966), deutsch-amerikanischer Gynäkologe
  • Hermann Zondek (1887–1979), deutsch-israelischer Arzt

Partnerstädte

Verweise

Literatur

  • Heinrich Wuttke: Städtebuch des Landes Posen. Codex diplomaticus: Allgemeine Geschichte der Städte im Lande Posen. Geschichtliche Nachrichten von 149 einzelnen Städten. Leipzig 1864, S. 470–471.

Weblinks

 Commons: Wronki  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

  1. 1,0 1,1 Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2015. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (ZIP-Ordner mit XLS-Dateien; 7,82 MiB), abgerufen am 28. Mai 2016.
  2. http://www.wbc.poznan.pl/dlibra/doccontent?id=53780
  3. 3,00 3,01 3,02 3,03 3,04 3,05 3,06 3,07 3,08 3,09 3,10 3,11 3,12 3,13 3,14 3,15 3,16 Vgl. Forum Ahnenforschung - deutsche Ortsnamen im Wartheland
  4. 4,0 4,1 4,2 Vgl. Weblink "Anordnung über Ortsnamenänderung im Reichsgau Wartheland" - Landkreis Samter
  5. http://www.wbc.poznan.pl/dlibra/doccontent?id=53780
  6. Andrzej Friszke: Czas KOR-u. Jacek Kuroń a geneza Solidarności, Wydawnictwo Znak / Instytut Studiów Politycznych Polskiej Akademii Nauk, Krakau 2011, ISBN 978-83-240-1813-0, S. 233 ff.

Kategorien: Gmina in der Woiwodschaft Großpolen | Ort der Woiwodschaft Großpolen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Wronki (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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