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Wriggen


Wriggen (auch wricken, wriggeln) ist das Fortbewegen eines Bootes durch das Hin- und Herbewegen eines Riemens, der bei der Bewegungsumkehr jeweils in bestimmter Weise gedreht wird.

Darüber hinaus bezeichnet man auf Segelbooten auch das bloße Hin- und Herbewegen des Ruderblattes (ohne Drehung) zum Zweck des Vortriebs als Wriggen.

Wriggen im engeren Sinne (mit Drehung)

Der Riemen wird hierbei achtern (am Heck) in eine Dolle (Zepter) oder ein Wriggloch eingehängt. Das Riemenblatt beschreibt bei der richtigen Bewegung und Haltung die Form einer liegenden Acht. Während der achtförmigen Bewegung wird ständig ein Vorschub quer zur „Acht“ erreicht.

Die Technik des Wriggens ähnelt der Fortbewegungstechnik einer venezianischen Gondel mit dem Unterschied, dass beim Wriggen der Riemen achteraus gerichtet ist, wohingegen der Riemen der Gondel seitlich schräg ins Wasser getaucht und der einseitige Vortrieb durch die asymmetrische Bauweise des Bootskörpers ausgeglichen wird.

Den üblichen Antrieb bildet das Wriggen auf Wriggbooten. Aber auch kleine Segel- oder Motorboote können gewriggt werden, sinnvoll z.B. bei Flaute oder Motorausfall. Bei Kanus wird das Wriggen mit dem Paddel zum Stützen und zur Seitwärtsbewegung des Bootes verwandt.

Seit dem Jahr 2000 wird an der bretonischen Küste zwischen der Insel Molène und Lampaul-Plouarzel eine Wriggregatta ausgerichtet. Die schnellsten Mannschaften, deren Mitglieder sich dann ca. alle drei Minuten beim Wriggen abwechseln,[1] legen die ca. 8 Seemeilen lange Strecke in zweieinhalb Stunden zurück,[2] was einer Geschwindigkeit von über 3 Knoten entspricht.

Wriggen durch Hin- und Herbewegung

Ebenfalls als Wriggen bezeichnet wird auf kleinen Segelbooten das bloße Hin- und Herbewegen des Ruderblattes (ohne Drehung) zum Zwecke des Vortriebs. Da das Ruderblatt im Ruderschaft befestigt ist, kann damit keine „Acht“ beschrieben werden, sondern lediglich ein Teilkreis ähnlich der Bewegung eines Scheibenwischers. Der durch die kräftig ausgeführte Bewegung erzeugte Vortrieb ist in der Regel schwächer als der entsprechende Vortrieb durch Wriggen im engeren Sinne; er wird in der Praxis oft noch durch rhythmisches Schaukeln des Bootsrumpfes um die Längsachse (vgl. Rollen) unterstützt.

Belege

  1. Daniel Kurzweil: Molène Lampaul/Plouarzel à la godille (abgerufen 27. März 2013)
  2. Text: Molène Lampaul 2010 le 25 juillet (abgerufen 27. März 2013)

Weblinks

 Wiktionary: wriggeln – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Bilder der Wriggregatta vor Lampaul-Plouarzel 2010


Kategorien: Schiffsmanöver | Schiffsantrieb

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