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Wolfgang Kaes


Wolfgang Kaes (* 1958 in Mayen, Rheinland-Pfalz) ist ein deutscher Journalist und Schriftsteller.

Leben

Kaes war nach seinem Studium der Politikwissenschaft, Kulturanthropologie und Pädagogik an der Universität Bonn zunächst freiberuflich als Polizeireporter für den Kölner Stadt-Anzeiger tätig. Er schrieb Reportagen auch für den Stern, das Deutsche Allgemeine Sonntagsblatt und andere Publikationen. Er war Leiter des Bonner Büros der Koblenzer Rhein-Zeitung und Textchef sowie Chefreporter der Mainzer Rhein-Zeitung. Anschließend wechselte er zum Bonner General-Anzeiger, wo er bis heute als leitender Redakteur und Chefreporter arbeitet.

Schriftstellerische Arbeit

Sein erster Kriminalroman Todfreunde, der sich mit Kindesmissbrauch und dem Bluterskandal beschäftigt, kam 2004 im Rowohlt Verlag heraus. Sein 2005 ebenfalls bei Rowohlt erschienener Thriller Die Kette hat die politischen Folgen des 11. September 2001 zum Thema, sein dritter Roman Herbstjagd beschäftigt sich mit dem Thema Stalking und der Vereinsamung moderner Großstadtmenschen. 2008 erschien bei Rowohlt sein Roman Das Feuermal, dann wechselte Kaes den Verlag. 2010 veröffentlichte C. Bertelsmann seinen Roman Bitter Lemon. Dies ist ein politischer Thriller, der den weltweiten Sklavenhandel zum Hauptthema hat.

Journalistische Arbeit

Bundesweite Bekanntheit erlangte Kaes 2012, als es ihm durch hartnäckige Recherchen gelang, maßgeblich zur Aufklärung des Mordes an einer Frau beizutragen (Fall Trudel Ulmen, Rheinbach), die im März 1996 spurlos verschwunden war.[1][2] Seine Recherchen Der Täter war der Ehemann der getöteten Frau; das Landgericht Bonn verurteilte ihn im Dezember 2012 wegen Totschlags zu elf Jahren Haft. So wie in diesem Fall deckte er Mängel polizeilicher Einsatz- und Ermittlungsarbeit auch in mehreren anderen Fällen auf.[3]

Zu Paul Schäfer, dessen Colonia Dignidad und der Verstrickung deutscher Regierungskreise erschienen seine Beiträge auch in der Zeit.[4][5]

Auszeichnungen

2012 erhielt Kaes für seine Recherchen im Fall Trudel Ulmen den Leuchtturm-Preis und 2013 den Henri-Nannen-Preis der Kategorie Investigation.

Zudem bekam er für seine Aufdeckung der fragwürdigen Steuerpraktiken der Köln-Düsseldorfer Rheinschifffahrt (KD) den Journalistenpreis 2012 des Bundes der Steuerzahler NRW (Beitrag „Unter fremder Flagge“ vom 20. August 2011).

Werke

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Interview mit Wolfgang Kaes. In: General-Anzeiger Bonn, 19. April 2012
  2. Der Fall Ulmen. Wolfgang Kaes für seine Recherchen mit dem „Leuchtturm“ ausgezeichnet. In: General-Anzeiger Bonn, 10. November 2012
  3. Wolfgang Kaes sprach über investigativen Journalismus . In: General-Anzeiger Bonn, 28. Oktober 2015
  4. Wo der Terror begann . In: DIE ZEIT, 25. Februar 2016
  5. "Herr Präsident, Sie sind ein Folterknecht", W. Kaes über Norbert Blüm bei Pinochet, General-Anzeiger Bonn, 5. März 2016


Kategorien: Person (Eifel) | Träger des Henri-Nannen-Preises | Geboren 1958 | Journalist (Deutschland) | Deutscher | Mann | Autor | Literatur (20. Jahrhundert) | Kriminalliteratur | Literatur (Deutsch)

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang Kaes (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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