Wohlsborn - LinkFang.de





Wohlsborn


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Weimarer LandVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verwaltungs­gemeinschaft: Nordkreis Weimar
Höhe: 285 m ü. NHN
Fläche: 4,03 km²
Einwohner: 477 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 118 Einwohner je km²
Postleitzahl: 99439
Vorwahl: 03643
Kfz-Kennzeichen: AP, APD
Gemeindeschlüssel: 16 0 71 097
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Breitenstr. 6a
99439 Wohlsborn
Webpräsenz: www.wohlsborn.de
Bürgermeister: Peter Thomas
}

Wohlsborn ist eine Gemeinde im Norden des Landkreises Weimarer Land und Teil der Verwaltungsgemeinschaft Nordkreis Weimar.

Geschichte

Das Dorf Wohlsborn wurde erstmals im Jahre 1249 urkundlich erwähnt. Damals gehörte der Ort zu den Besitzungen der Grundherren von Wolfesborn, später zählte er zum Besitz der Burg in Weimar. 1410 erwarb die Kommende Liebstedt des Deutschen Ritterordens die Ansiedlung. Im Jahre 1525 erfolgte die Säkularisation des Ordensvermögens. Ab 1807 gehörte Wohlsborn zum Königreich Sachsen. Anfang 1815 gelangte der Ort kurzzeitig unter preußischen Einfluss. Durch den Wiener Kongress kam Wohlsborn schließlich nach Fürsprache des russischen Zaren Alexander I. zum Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach.

Auf dem breiten Rücken des Kleinen Ettersberges liegt der mit Bäumen bestandene Bärenhügel ostsüdöstlich vom Ort. Er ist die letzte Anhöhe eines ehemals sehr mächtigen Grabhügels, der abgetragen wurde. Eine Ausgrabung führte Vulpius im Auftrage von Goethe durch. Der Platz wurde seit der Jungsteinzeit als Begräbnisstätte und Kultplatz genutzt.[2]

Am 20. Juli 1944 wurde ein US-Bomber Boeing B-17 (Flying Fortress) über der Gemarkung Wohlsborn von Flakgranaten getroffen und abgeschossen. Die zehn Besatzungsmitglieder konnten zwar mit dem Fallschirm abspringen, aber drei von ihnen konnten ihr Leben damit nicht retten. Einer der Ergriffenen wurde von einem Landwirt erschlagen, der andere von NS-Kreisleiter Franz Hofmann erschossen, ein dritter war bereits tot, weil sich sein Schirm nicht geöffnet hatte. Im Jahre 2001 wurde unter Beteiligung von US-Kriegsveteranen in der Ortslage ein Gedenkstein zur Erinnerung an das Verbrechen errichtet.[3]

Die - etwas schwer lesbare - Inschrift auf dem Gedenkstein von 2001 lautet: Zum Gedenken an die Besatzungsmitglieder eines US Bombers B 17 / Navigator OLT Owen H. Jorgensen, Funker John S. Spirodex, Heckschütze Donald H. Schmidley / Die am 20. Juli 1944 in der Gemarkung Wohlsborn ihr Leben verloren / Die Gemeinde. (In der Beschreibung des gezeigten Fotos heißt es sinnentstellend: "Heckenschütze" statt Heckschütze)

Bauwerke

Die folgenden Bauwerke des Ortes stehen unter Denkmalschutz:

  • Kirche mit Kirchhof

Im Jahre 1474 wurde erstmals eine Pfarrei im Ort erwähnt. Die heute vorhandene Kirche stammt gleichfalls aus dem 15. Jahrhundert. Bis zur Erschließung des Neubaugebietes lag die Kirche nicht, wie allgemein üblich, im Zentrum des Ortes, sondern am südwestlichen Rand von Wohlsborn. Nach dem Tod des letzten Pfarrers im Jahr 1928 wurde die Pfarrstelle nicht wieder besetzt. Die Betreuung der Kirchgemeinde erfolgt heute durch die Pfarrei Großobringen.

Hauptartikel: Dorfkirche Wohlsborn
  • Pfarrgehöft, Hauptstraße 4
  • Taubenturm, Herrengasse 35
  • Portal, Herrengasse 39

Einzelnachweise

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik  (Hilfe dazu).
  2. Michael Köhler:Heidnische Heiligtümer, Jenzig-Verlag 2007, ISBN 978-3-910141-85-8, S. 121
  3. Thomas Gräser: "Er schlug ihm auf den Kopf, bis es mehrmals knackte", = Allgemeiner Anzeiger für Weimar und Apolda 28. September 2005

Weblinks

 Commons: Wohlsborn  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Ort im Landkreis Weimarer Land | Wohlsborn | Gemeinde in Thüringen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Wohlsborn (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.