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Wilhelm Spiritus


Wilhelm Spiritus (* 24. Februar 1854 in Köln; † 27. Dezember 1931 in Bonn) war Oberbürgermeister von Bonn.

Leben

Spiritus studierte Rechtswissenschaften in Heidelberg, wo er Mitglied des Corps Rhenania war. Nach seinem Studium kehrte er nach Köln zurück und arbeitete als Assessor in der Stadtverwaltung. Er bewarb sich von dort aus erfolgreich um den Bonner Oberbürgermeisterposten. Während seiner Amtszeit von 1891 bis 1918 trieb er die Entwicklung der Stadt auf vielen Gebieten voran. Besonders hervorzuheben ist der Bau der ersten Rheinbrücke Bonns.

1892 wurde er auf Präsentation der Stadt als Mitglied des preußischen Herrenhauses berufen. Ebenfalls ab 1892 war er Mitglied des Provinziallandtages und ab 1909 dessen Vorsitzender. 1896 ließ er sich am Rhein eine eigene Villa erbauen, die Villa Spiritus.

Wegen seines besonderen Einsatzes für Bonn während des Ersten Weltkriegs wählten die Bonner Stadtverordneten Wilhelm Spiritus zum Oberbürgermeister auf Lebenszeit, was einmalig in der Geschichte Bonns geblieben ist. Trotzdem legte Spiritus 1919 sein Amt nieder.

Auf Wunsch des Stadtrats leitete Spiritus während der britischen Besatzungszeit die Geschäfte weiter, doch als die Franzosen die Stadt besetzten, zog er sich zurück. 1931 starb Wilhelm Spiritus in Bonn und wurde auf dem dortigen Südfriedhof beigesetzt. Sein Nachfolger im Amt des Oberbürgermeisters wurde Fritz Bottler.

Der Sohn Paul Spiritus strebte eine Karriere als preußischer Verwaltungsbeamter an und war nach Ausheilung seiner schweren Kriegsverletzung 1919–1920 Landrat des Kreises Westprignitz in der Provinz Brandenburg.

Ehrungen und Würdigungen

Als besondere Anerkennung seiner Verdienste verlieh ihm der Stadtrat am 1. Juli 1920 die Ehrenbürgerschaft der Stadt Bonn und die juristische Fakultät ernannte ihn zum Ehrendoktor.

1932 erhielt das Rheinufer zwischen der Zweiten Fährgasse bis zur Gronau ihm zu Ehren den Namen "Wilhelm-Spiritus-Ufer".

Literatur

  • Wer ist´s? Unsere Zeitgenossen, hg. v. Herrmann A. L. Degener, 3. Ausg. 1908, S. 1320
  • E. David (Hrsg.): Handbuch für das Preußische Herrenhaus. Berlin 1911, S. 365
  • Dietrich Hörholdt: Bonn. Von einer französischen Bezirksstadt zur Bundeshauptstadt 1794–1989 (= Geschichte der Stadt Bonn 4), Bonn 1989
  • Dietrich Höroldt/Manfred van Rey (Hrsg.): Bonn in der Kaiserzeit 1871-1914. Festschrift zum 100jährigen Jubiläum des Bonner Heimat- und Geschichtsvereins. Bonn 1986
  • Heinrich Blumenthal: Die Villa Spiritus in Bonn. In: Rheinische Heimatpflege 31, 1994, S. 128–131
  • Heinrich Blumenthal: Wilhelm Spiritus, ein rheinischer Preuße. In: General-Anzeiger vom 5. Mai 1993
  • Josef Niesen: Bonner Personenlexikon, Bouvier Verlag, Bonn 2007.
  • Jürgen W. Schmidt: Die Landräte des Kreises Westprignitz von 1860 - 1920. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Prignitz Bd.12 Perleberg 2012 S.5-60 (Zur Familie Spiritus speziell die S.47-60)


Kategorien: Mitglied des Provinziallandtages der Rheinprovinz | Ehrendoktor der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn | Ehrenbürger von Bonn | Oberbürgermeister (Bonn) | Mitglied des Preußischen Herrenhauses | Gestorben 1931 | Geboren 1854 | Corpsstudent (19. Jahrhundert) | Deutscher | Mann

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm Spiritus (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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