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Wilhelm Hermann von Blume


Wilhelm Carl Hermann von Blume (* 10. Mai 1835 in Nikolassee bei Berlin; † 20. Mai 1919 in Berlin) war ein preußischer General der Infanterie.

Leben

Blume trat 1852 in die Preußische Armee ein und diente im 13. Infanterieregiment. 1854 wurde er Sekondeleutnant und 1861 zum Premierleutnant ernannt. Im Jahr darauf wurde Blume Adjutant der 27. Infanteriebrigade und 1865 als Hauptmann zum Kriegsminister Albrecht Graf von Roon kommandiert, dem er als Adjutant diente. In dieser Eigenschaft machte er 1866 den Krieg gegen Österreich mit. Nachdem Blume 1868 eine Kompanie im 16. Infanterieregiment geführt hatte, trat er 1870 als Major in den Generalstab ein und machte im Großen Hauptquartier den Feldzug gegen Frankreich mit. Er nahm an den Schlachten bei Gravelotte, Beaumont, Sedan und Paris teil.

Nach dem Krieg kam er wieder in das Kriegsministerium als Abteilungschef und wurde zudem Lehrer für Kriegsgeschichte an der Kriegsakademie. 1879 wurde Blume zum Oberst befördert und übernahm als Kommandeur das 36. Regiment. 1880 arbeitete er in der Eigenschaft des Vorsitzenden der Militärkommission bei den Verhandlungen auf dem Berliner Kongress mit, die die griechisch-türkische Grenzfrage regeln sollte. Hierzu wurde er 1881 nach Konstantinopel entsandt. 1883 ernannte man ihn zum Chef des Generalstabs beim IV. Armee-Korps und 1885 trat er nach der Beförderung zum Generalmajor erneut ins Kriegsministerium ein. Hier leitete er das Militär-Ökonomiedepartment.

1888 wurde Blume in den Adelstand erhoben und übernahm das Allgemeine Kriegsdepartement. Dort wirkte er an den Arbeiten zur Heeresverstärkung mit. Im September 1888 wurde er Generalleutnant und im April 1889 Kommandeur der 8. Division. Im Oktober 1891 versetzte man ihn im Range eines Kommandierenden Generals zu den Offizieren von der Armee. Nachdem er im April 1892 Kommandierender General des XV. Armee-Korps geworden war, nahm er 1896 seinen Abschied.

Blume war Chef des Infanterie-Regiments „Herwath von Bittenfeld“ (1. Westfälisches) Nr. 13, Inhaber des Großkreuzes des Roten Adlerordens mit Eichenlaub und des Kronenordens I. Klasse sowie weiterer hoher Orden und Ehrenzeichen.[1]

Seine letzte Ruhe fand er auf dem Berliner Friedhof Nikolassee im Feld E.

Werke

  • Die Armee und die Revolution in Frankreich von 1789 bis 1793. Brandenburg 1863.
  • Die Operationen der deutschen Heere von der Schlacht von Sedan bis zum Ende des Krieges. Berlin 1871.
  • Strategie. Berlin 1882.
  • Selbsttätigkeit der Führer im Kriege. Berlin 1896.[2]
  • Die Beschießung von Paris 1870/71 und die Ursachen ihrer Verzögerung. Berlin 1899.
  • Die Grundlagen unserer Wehrkraft. Berlin 1899.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Königliche Geheime Kriegs-Kanzlei (Hrsg.): Rang- und Quartierliste der Königlich Preußischen Armee und des XIII. (Königlich Württembergischen) Armeekorps für 1897. E.S. Mittler & Sohn. Berlin 1897. S. 145.
  2. daten.digitale-sammlungen.de: Digitale Bibliothek - Münchener Digitalisierungszentrum , Zugriff am 26. April 2011


Kategorien: Träger des Ordens der Eisernen Krone (I. Klasse) | Träger des Ordens der Krone von Italien (Komtur) | Träger des Bayerischen Militärverdienstordens (Großkreuz) | Träger des Albrechts-Ordens (Großkreuz) | Träger des Ordens vom Zähringer Löwen (Großkreuz) | Träger des Friedrichs-Ordens (Komtur) | Träger des Ordens der Württembergischen Krone (Großkreuz) | General der Infanterie (Königreich Preußen) | Gestorben 1919 | Geboren 1835 | Träger des Großkreuzes des Roten Adlerordens | Träger des Preußischen Königlichen Kronenordens 1. Klasse | Person im Deutschen Krieg | Person im Deutsch-Französischen Krieg | Träger des Ordens der Heiligen Anna | Träger des Dannebrogordens | Deutscher | Mann

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm Hermann von Blume (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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