Wilhelm Avieny - LinkFang.de





Wilhelm Avieny


Wilhelm Avieny (* 21. November 1897 in Wiesbaden; † 1983) war ein deutscher Bankkaufmann, Industriemanager, NSDAP-Gauwirtschaftsberater und SS-Obersturmbannführer (1943).

Leben

Avieny nahm von 1916 bis 1918 am Ersten Weltkrieg teil und wurde 1919 aus der Armee entlassen. Er gehörte nach 1918 mehreren reaktionären Organisationen an, so dem Jungdeutschen Orden und der Marine-Brigade Ehrhardt. Zeitweise war Avieny auch Mitglied der Deutschen Volkspartei (DVP). 1931 trat er der NSDAP (Mitgliedsnr. 761.304) bei. Avieny wurde auch Mitglied der SS (Mitgliedsnr. 128.233) und wurde Träger des SS-Ehrendegens.

Er hatte gute Beziehungen zum Gauleiter und Reichsstatthalter des Volksstaates Hessen Jakob Sprenger und konnte nach 1933 mit dessen Hilfe einer der einflussreichsten Wirtschaftsfunktionäre im rhein-mainischen Wirtschaftsgebiet werden. Schon früh war Avieny an der „Arisierung“ von Betrieben beteiligt und spielte etwa beim „Verfahren“ gegen den Fuld-Konzern eine Rolle. 1935 wurde er Provinzialrat der Provinz Hessen-Nassau. 1943 wurde er als Nachfolger von Karl Eckardt zum Gauwirtschaftsberater des NSDAP-Gaues Hessen-Nassau berufen. Im übrigen sicherte er Sprenger Einfluss in der Polytechnischen Gesellschaft und der Frankfurter Sparkasse von 1822.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Avieny in Darmstadt interniert und im Spruchkammerverfahren als „belastet“ eingestuft. Zudem wurden ihm die bürgerlichen Ehrenrechte aberkannt und ein Großteil seines Vermögens eingezogen, das er während der NS-Zeit angehäuft hatte.

Funktionen

  • November 1933 bis Februar 1939 Generaldirektor der Nassauischen Landesbank in Wiesbaden
  • 1942 Vorsitzender des Aufsichtsrats und Generaldirektor der Metallgesellschaft AG in Frankfurt
  • Bezirksobmann des Aufsichtsrats der Reichsgruppe Banken
  • Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer Frankfurt
  • Gauamtsleiter
  • Gaujägermeister
  • 1937 Aufbau und Führung der neuen Reichssiedlungsschule (RSH) in Oberstedten (heute zu Oberursel)
  • 1939 kurzzeitig erster Leiter des anrainenden Kriegsgefangenenlagers der Luftwaffe (Dulag Luft)
  • Wehrwirtschaftsführer
  • Rüstungsobmann für den Wehrkreis XII
  • Vertreter von Gauleiter Sprenger im Vierjahresplan

Literatur

Weblinks


Kategorien: Mitglied im Jungdeutschen Orden | Wirtschaft und NSDAP bis 1933 | Wehrwirtschaftsführer | Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich) | Gestorben 1983 | Geboren 1897 | DVP-Mitglied | NSDAP-Mitglied | SS-Mitglied | Unternehmer (Deutschland) | Deutscher | Mann | Freikorps-Mitglied | Unternehmer (20. Jahrhundert)

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm Avieny (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.