Wildschönau - LinkFang.de





Wildschönau


Wildschönau
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Kufstein
Kfz-Kennzeichen: KU
Hauptort: Oberau
Fläche: 97,41 km²
 :
Höhe: 936 m ü. A.
Einwohner: 4.197 (1. Jän. 2016)
Postleitzahlen: 6311, 6313, 6314
Vorwahl: 05339
Gemeindekennziffer: 7 05 30
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchen, Oberau 116
6311 Wildschönau
Website: www.wildschoenau.
tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Hannes Eder (ÖVP)
Gemeinderat: (2016)
(17 Mitglieder)
7 Gemeinsam für die Wildschönau - Liste Hannes Eder

2 "Mia fia enk" - Liste Franz-Josef Luchner
2 Allgemeine Liste Oberau-Mühltal
2 Thierbacherliste
2 Auffacher Gemeinschaftsliste
1 Allgemeine Auffacherliste – Peter Weißbacher
1 Wildschönau Aktiv – Ludwig Stadler

Lage der Gemeinde Wildschönau im Bezirk Kufstein
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Wildschönau ist eine österreichische Gemeinde im Bezirk Kufstein in Tirol mit 4197 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016 ).
Das Gemeindegebiet erstreckt sich über 24 km oberhalb von Wörgl in den Kitzbüheler Alpen, die Wildschönau genannt; das Gebiet zählt zu den Tiroler Tourismuszentren.

Die Gemeinde umfasst neben verschiedenen Weilern die vier Kirchdörfer Niederau, Oberau, Auffach und Thierbach. In Oberau ist der Sitz des Gemeindeamtes. Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Rattenberg.

Neben einer zweisaisonalen touristischen Ausrichtung spielt auch die intensive Alm- und Weidewirtschaft eine Rolle, daneben pendeln viele Bewohner zu ihren Arbeitsstätten außerhalb der Gemeinde. In der Wildschönau wurde lange Zeit Bergbau betrieben.

Geografie

Die Wildschönau beginnt im Osten mit Niederau und Straßenverbindungen nach Wörgl und Hopfgarten im Brixental, nach Westen hin verläuft sie aufsteigend zu einer Wasserscheide, über die sich Oberau zur Wildschönauer Ache und dem Ortsteil Mühltal hinzieht. Die Ache verläuft von Süd nach Nord, vom Siedeljoch über Auffach und Mühltal durch die Kundler Klamm in den Inn. Von Mühltal zweigt eine Straße steil bergauf nach Westen ab und führt nach Thierbach und endet weiter westlich vor der Gratlspitz. In der Nähe des Endtalhofs bei einer Kapelle (1086 m ü. A.) beginnt die Sauluegstraße, eine nicht unriskante Schotterstraße, die am Silberschaubergwerk Lehenlahn Richtung Kundl vorbeiführt. Erst ab etwa 880 m Seehöhe weist die Straße Asphaltbelag auf.

Im Westen wird das Tal durch folgende Berge (von Nord nach Süd) begrenzt: Gratlspitz (1899 m), Schatzberg (1898 m), Joelspitze (1964 m), Lämpersberg (2202 m), Kleiner Beil (2197 m), Großer Beil (2309 m, höchster Berg des Tales) und Sonnjoch (2287 m, nicht zu verwechseln mit dem Sonnjoch im Karwendel). Westlich dieser Kette liegt das Alpbachtal.

Der Talteil um die Wildschönauer Ache wird östlich begrenzt durch Roßkopf (1731 m), Feldalphorn (1923 m), Schwaigberghorn (1990 m), Breitegg-Gern (1981 m), Wildkarspitze (1961 m) und Breiteggspitze (1868 m).

Als südlicher Talabschluss werden diese beiden Ketten durch das passartige Siedeljoch (1689 m) miteinander verbunden, über das man in den Langen Grund (Kelchsau) gelangt.

Den südlichen Abschluss des östlichen Talteiles um Niederau bilden Roßkopf und Markbachjoch (1440 m).

Im Norden wird das Tal durch eine deutlich niedrigere Bergkette zum Inntal hin abgegrenzt. Von West nach Ost: Gratlspitz, Thierbacher Kogl (1312 m), Kragenjoch (1425 m), Sonnberger Jöchl (1285 m), Möslalmkogl (1109 m), unterbrochen durch die Kundler Klamm zwischen Thierbacher Kogl und Kragenjoch.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde besteht aus vier Katastralgemeinden und vier gleichnamigen Ortschaften (Einwohner Stand 1. Jänner 2015[1]):

Kirchdörfer Fläche Einw. Seehöhe
Auffach 46,85 km² 0956 0875 m
Niederau 10,90 km² 1043 0826 m
Oberau 13,10 km² 2052 0936 m
Thierbach 26,57 km² 0160 1173 m

Nachbargemeinden

Brixlegg, Radfeld Kundl Wörgl
Alpbach Hopfgarten im Brixental

Geschichte

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Wildschönau in den Jahren 11931195, als der oberbayrische Graf Heinrich von (Lechsgemünd)-Rettenberg (bei Unterwössen) Eigenleute an das Kloster Herrenchiemsee schenkungsweise übertrug. Unter den Zeugen der Urkunde findet sich der Ministeriale Adelbertus de Wiltsconenŏwe (= Albert von Wildschönau).[2]

Ab dem 16. Jahrhundert wurden in Thierbach an den Abhängen des Gratlspitz Silber- und Kupfererze abgebaut, die in Brixlegg verhüttet wurden. Wegen mangelnder Rentabilität wurde der Bergbau im 19. Jahrhundert eingestellt.

1811 konstituierte sich Wildschönau als Gemeinde. 1911 wurde durch die Kundler Klamm eine Straßenverbindung ins Inntal hergestellt, diese ist heute nur mehr ein Wanderweg.

Wappen

Der Wortlaut der Verleihungsurkunde vom 10. Juli 1958:

„Die Tiroler Landesregierung hat in ihrer Sitzung am 10. Juli 1958 der Gemeinde Wildschönau in Würdigung ihres erstmals elfhundertneunzig bezeugten geschichtlichen Alters gemäß der Tiroler Gemeindeordnung vom 31. März 1949 folgendes in der Urkunde dargestellte Wappen verliehen:

‚Eine gestürzte Spitze, Blau in Schwarz mit einem goldenen Drachen gespreizt.‘

Das Wappen weist auf die alte Sage hin, wonach die Wildschönau einmal ein großer See gewesen sei. Ein riesiger Drache hauste an seinem Ufer und richtete großen Schaden an. Ein mutiger Bauer tötete das Ungetüm durch eine List. Im Verenden schlug der Drache unter furchtbarem Gebrüll mit Schweif und biss in den Felsen, daß er barst. Nun ergossen sich die Wasser in das Inntal und die Wildschönau wurde urbar. Die gestürzte Spitze versinnbildlicht den durch den Drachen geborstenen Felsen. […] Innsbruck am 10. Juli 1958 […]“[3]

Bevölkerungsentwicklung

Wirtschaft

In der Wildschönau sind etwa 186 landwirtschaftliche Betriebe, die großteils als Bergbauernhöfe einzustufen sind. Der höchstgelegene Hof „Stödl“ am Oberauer Sonnberg liegt auf 1334 m.

Neben Handwerks- und Kleingewerbebetriebe ist vor allem der Tourismus Arbeitgeber für die Bevölkerung. Zur Unterstützung der heimischen Wirtschaft wurde im September 2010 der Verein Wildschönauer Wirtschaft gegründet.

Öffentliche Einrichtungen der Gemeinde

  • Altenwohn- und Pflegeheim
  • Sozial- und Gesundheitssprengel
  • Bücherei Niederau
  • Gemeindebücherei Wildschönau
  • 3 Freiwillige Feuerwehren in Auffach, Niederau und Oberau
  • 3 Kindergärten in Auffach, Niederau und Oberau
  • 4 Volksschulen in Auffach, Niederau, Oberau und Thierbach
  • Neue Mittelschule und Neue Musikmittelschule in Oberau (zusammen 201 Schüler 2014/15)

Freizeit und Sport

Es gibt in der Wildschönau u. a. folgende Sport und Freizeitangebote:

  • Alpin-Ski
  • Angeln
  • Beach-Volleyball
  • Canyoning
  • Fahrradfahren
  • Fitnesstraining
  • Gleitschirmfliegen
  • Minigolfen
  • Mountainbiken
  • Reiten
  • Rodeln
  • Schneeschuhwandern
  • Schwimmen
  • Skilanglaufen
  • Tennis
  • Tischtennis
  • Trekking
  • Wandern

Tourismus

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

Der Hauptwirtschaftszweig der Gemeinde ist der Tourismus.

Es gibt zwei voneinander getrennte Skigebiete am Markbachjoch und am Schatzberg mit zusammen rund 70 km Pisten in den Schwierigkeitsgraden blau bis schwarz und 25 Bergbahnen und Skilifte. Die beiden Sesselbahn-Neubauten am Skigebiet Schatzberg (Auffach) ersetzen mehrere ältere Schlepplifte. 2008 wurde der alte Sessellift in Niederau durch einen modernen Vierer-Sessellift ersetzt. Eine Lift-/Pistenverbindung ins Alpbachtal wurde am 7. Dezember 2012 nach langer Planungszeit in Betrieb genommen. Somit entstand ein großer Skiverbund unter dem Namen „Ski-Juwel Alpbachtal - Wildschönau“, der es von der Größe unter die Top-Ten der Tiroler Skigebiete geschafft hat.

Weiters gibt es 50 km Langlaufloipen, 40 km Winterwanderwege, Pferdeschlittenfahrten und 3 geräumte Nordic-Walking-Strecken.[4]

Im Sommer stehen etwa 300 km Wanderwege zur Verfügung mit den Gondelbahnen am Markbachjoch und Schatzberg als Aufstiegshilfe, weiters ein geheiztes Freischwimmbad, ein Beachvolleyballplatz, fünf Hotelhallenbäder, Saunas, eine Minigolfanlage, drei Tennisplätze.

Heute bietet die Wildschönau etwa 8.000 Gästebetten.

Nächtigungen in der Wildschönau

Jahr Nächtigungen
1955 61.828
1962 177.218
1969 437.928
1976 872.499
1990 > 1.000.000
2010 ca. 850.000[5]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Wildschönau
  • Kirchen und Kapellen
  • Schaubergwerk Lehenlahn in Thierbach
  • Kundler Klamm
  • Bergauernmuseum z'Bach
  • 1. Tiroler Holzmuseum in Auffach
  • Skulpturenpark Markbachjoch
  • Franziskusweg von Niederau nach Oberau
  • Schönangeralm mit Schaukäserei in Auffach
  • viele Feste und Veranstaltungen

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Gemeindepartnerschaften

Weblinks

 Commons: Wildschönau  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Wildschönau – Reiseführer

Einzelnachweise

  1. Einwohner nach Ortschaften (Excel-Datei, 766 KB); abgerufen am 29. Juli 2015
  2. Martin Bitschnau, Hannes Obermair (Bearb.): Tiroler Urkundenbuch, II. Abt.: Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack- und Pustertals, Bd. 2: 1140–1200. Innsbruck: Wagner 2012, ISBN 978-3-7030-0485-8, S. 382 Nr. 881; das Stück wurde in der älteren Literatur (Monumenta Boica 2, S. 356 Nr. 218) ungenau auf "ca. 1190" datiert.
  3. Zahlen und Fakten auf www.wildschoenau.tirol.gv.at, abgerufen am 27. April 2016
  4. http://www.wildschoenau.at/client/wildschoenau/media/downloads/Media_2121660911.PDF
  5. Wildschönauer Gemeindeblatt vom Dezember 2010 (PDF-Datei, abgerufen am 15. Jänner 2011; 4,23 MB)

Kategorien: Keine Kategorien vorhanden!

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Wildschönau (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.