Wildalpen - LinkFang.de





Wildalpen


Wildalpen
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Liezen
Kfz-Kennzeichen: LI
Fläche: 202,79 km²
 :
Höhe: 609 m ü. A.
Einwohner: 479 (1. Jän. 2016)
Postleitzahl: 8924
Vorwahl: 03636
Gemeindekennziffer: 6 12 51
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Wildalpen 91
8924 Wildalpen
Website: www.wildalpen.at
Politik
Bürgermeisterin: Karin Gulas (SPÖ)
Gemeinderat: (2015)
(9 Mitglieder)
6
3
Lage der Gemeinde Wildalpen im Bezirk Liezen
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Wildalpen ist eine österreichische Gemeinde mit 479 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016 ) im steirischen Gerichtsbezirk bzw. Bezirk Liezen.

Geografie

Der Ort Wildalpen selbst liegt am Nordfuß des Hochschwabmassivs im Salzatal, direkt an der Salza. Die Ausdehnung der Gemeinde erreicht jedoch eine Fläche von 202,79  km², was ungefähr der halben Stadt Wien entspricht, beiderseits der Salza, im Hochschwab wie in den Lassingalpen. Wildalpen ist ein berühmtes Jagd- und Forstgebiet. Es gibt (Hoch)-Wild verschiedener Arten.

In Wildalpen fand etwa 4000 v. Chr. der größte Bergsturz der Hochschwabgruppe statt. Eine gewaltige Felsmasse brach vom Ebenstein und Brandstein ab und sackte nach Norden ab. In weiterer Folge zerlegte sich die Sturzmasse und donnerte als Sturzstrom bis über den heutigen Ort Wildalpen hinaus in das Salzatal.[1][2]

Geschichte

Die Besiedelung erfolgte von dem im Jahr 1072 gegründeten Stift Admont aus. Die Eisenverarbeitung brachte dem Ort bis zum Abzug der Innerberger Hauptgewerkschaft 1838 Wohlstand. Die Aufhebung der Grundherrschaften erfolgte 1848. Die Ortsgemeinde als autonome Körperschaft entstand 1850.

1910 wurde die II. Wiener Hochquellenwasserleitung in Betrieb genommen. Nach der Annexion Österreichs 1938 kam die Gemeinde zum Reichsgau Steiermark. Von 1945 bis 1955 war Wildalpen Teil der britischen Besatzungszone in Österreich. Nach dem Zweiten Weltkrieg war der Schauspieler Hans Thimig, dessen Familie ein Sommerhaus in Wildalpen besaß, für kurze Zeit Bürgermeister der Gemeinde.

Im Jahre 2010 kam ein sensationeller Fund ans Tageslicht. In der Arzberghöhle in Wildalpen wurde eine Klinge aus Radiolarit, einem feuersteinähnlichen Gestein, gefunden. Diese wird, durch Radiokarbonbestimmungen an Höhlenbärenresten der Arzberghöhle, auf ein Alter von 29.000 bis 36.000 Jahre geschätzt. Dies beweist, dass der Mensch schon vor etwa 30.000 Jahren im Hochschwabgebiet unterwegs war.[3]

Bevölkerungsentwicklung

Wappen

Das Gemeindewappen wurde mit Wirkung vom 1. August 1966 verliehen.
Blasonierung (Wappenbeschreibung):

„In einem von Blau und Silber gespaltenen Schild vorn ein silberner Felsberg mit drei Spitzen, aus dem ein blauer Wasserlauf entspringt; hinten ein aufgerichteter schwarzer Steinbock.“

Das vordere Schildfeld deutet die hohen felsigen Berge der Landschaft von Wildalpen an, der blaue Wasserlauf nimmt Bezug auf die II. Wiener Hochquellenleitung, deren Quellgebiet und Wasserschlösser hier liegen. Seit der Mitte der 1930er Jahre lebt in den Bergen um Wildalpen eine starke Steinbockkolonie, die hier wieder heimisch gemacht wurde.[4]

Wirtschaft und Infrastruktur

Bekannt ist Wildalpen vor allem als Quellgebiet der II. Wiener Hochquellenwasserleitung. Deshalb ist mehr als die Hälfte des Gemeindegebietes als Quellschutzgebiet unter Naturschutz. Diese Fläche muss aufwendig beforstet werden. Dafür gibt es eigene Magistratsabteilungen der Stadt Wien.

Von hier aus fließen in freiem Gefälle täglich rund 220.000 m³ Wasser nach Wien. In der I. Wiener Hochquellenwasserleitung braucht das Wasser etwa 24 Stunden, in der II. Wiener Hochquellenleitung 36 Stunden, bis es in Wien angelangt ist.

Die Gemeinde Wien ist durch das Wasserwerk und die damit verbundenen Forstbetriebe in der sonst strukturarmen Gegend ein wichtiger Arbeitgeber.

Neben der Gemeinde Wien wurde im Jahr 2002 die Wildalpen Wasserverwertungs GmbH gegründet, Quellwasser der Seisensteinquelle in Flaschen abfüllt und vermarktet. Obwohl die Quelle etwa 1,2 Mio. Liter Wasser pro Jahr liefert, werden dabei nur maximal 650.000 Liter abgefüllt und vermarktet.[5]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Wildalpen

Sport und Freizeit

  • Freibad Hinterwildalpen
  • Hallenbad mit Sauna
  • Kajak
  • Rafting
  • Canyoning
  • zahlreiche, gut markierte Wanderwege
  • Kneippweg (beginnt neben dem Hallenbad)
  • Tennisplatz
  • Langlaufloipe im Ortsteil Hopfgarten
  • Eisstockschießen (Ortsteil Winterhöhe)
  • Schipiste mit Baby- und Familienlift
  • Radfahrmöglichkeiten (Alpentour)
  • Back Country
  • Schitouren
  • Schneeschuhtouren
  • Jagd
  • Schlitten fahren
  • Kutschen fahren

Vereine

  • Berg- und Naturwacht
  • Bergrettungsdienst
  • Brauchtumsgruppe Teufelssee-Pass (Krampus)
  • Elektrizitätsgenossenschaft Wildalpen
  • Elternverein
  • Freiwillige Feuerwehr
  • Fremdenverkehrsverein Betriebe
  • Motorrad- u. Oldtimerclub
  • Museumsverein
  • Musikkapelle
  • Naturfreunde Österreich Ortsgruppe Wildalpen
  • Pensionistenverein
  • Schützengesellschaft Wildalpen
  • Skiverein Wildalpen
  • Sportklub Wildalpen
  • Steirischer Jagdschutzverein
  • Tourismusverband Wildalpen
  • Österr. Kameradschaftsbund Ortsverband Wildalpen
  • Österr. Rotes Kreuz

Weblinks

 Commons: Wildalpen  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Kellerer-Pirklbauer et al. : Der Bergsturz von Wildalpen (Hochschwab, Steiermark): Neue dendrochronologische Ergebnisse eines Baumfragments aus der Bergsturzablagerung. 2009 (pdf ), uibk.ac.at, abgerufen am 29. Okt. 2010
  2. Christof Kuhn: Bergstürze in den Alpen
  3. Sensationeller Fund im Naturpark Steirische Eisenwurzen: 30.000 Jahre alte Steinklinge in Wildalpen entdeckt , abgerufen am 13. März 2011
  4. Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 18, 1968, S. 139
  5. Austria Forum:Wildalpen , abgerufen am 23. März 2010

Kategorien: Ort an der Salza (Enns) | Ybbstaler Alpen | Ort im Bezirk Liezen | Hochschwab | Wildalpen | Gemeinde in der Steiermark

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Wildalpen (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.