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Wiesthal


Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Wiesthal (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Main-SpessartVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verwaltungs­gemeinschaft: Partenstein
Höhe: 250 m ü. NHN
Fläche: 9,18 km²
Einwohner: 1352 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 147 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97859
Vorwahl: 06020
Kfz-Kennzeichen: MSP
Gemeindeschlüssel: 09 6 77 200
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 24
97846 Partenstein
Webpräsenz: www.wiesthal.de
Bürgermeister: Andreas Zuschlag (Freie Wählergemeinschaft)
}

Wiesthal ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Partenstein.

Geografie

Geografische Lage

Wiesthal liegt in der Region Main-Spessart, im Tal des Aubachs im Hochspessart. Der topographisch höchste Punkt der Gemeindegemarkung befindet sich mit 418 m ü. NN an der Baßhöhe, westlich von Wiesthal, der niedrigste liegt am Aubach auf 197 m ü. NN .

Gemeindegliederung

Es gibt zwei Ortsteile[2]:

Die Gemarkungen sind Krommenthal und Wiesthal.

Nachbargemeinden

Heinrichsthaler Forst
(Gemeindefreies Gebiet)
Markt
Frammersbach
Frammersbacher Forst
und
Partensteiner Forst
(Gemeindefreie Gebiete)
Gemeinde
Partenstein
Gemeinde
Neuhütten
Partensteiner Forst
(Gemeindefreies Gebiet)

Name

Etymologie

Der ursprüngliche Name Wiesentau geht auf die mittelhochdeutschen Worte Wisent für Wisent und ouwe für Aue zurück. Demnach bedeutet der Name Bachwiese in der Wiesente leben. Es gab im 14. Jahrhundert einen sinngemäßen Namenswechsel, der den Ort in Wiesen(bach)tal umbenannt hat. Dieser Name hat seinen Ursprung im Tal des Wiesenbachs (heute Aubach) an dem der Ort liegt. Zeitweise taucht im Namen das Adjektiv wüeste für wüst oder verlassen auf, das wohl auf die einsame Lage im Tal hinweist.[3]

Frühere Schreibweisen

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:[3]

  • 1325 Wysintau
  • 1339 Wisenthau
  • 1345 Wisentall
  • 1358 Wisental
  • 1477 Wüstental
  • 1525 Wißtal
  • 1526 Wustenthall
  • 1637 Wiesental
  • 1675 Wistall
  • 1694 Wüsthall
  • 1810 Wiesthal
  • 1832 Pfarrdorf am Wiesenbache

Geschichte

Wiesthal ist ein alter Glasmacherort und wurde urkundlich erstmals im Jahr 1057 erwähnt. Das Flüsschen Aubach trennte den Ort früher in zwei Teile, die zum Bistum Mainz bzw. zur Grafschaft Rieneck gehörten. Nach dem Erlöschen der Grafen von Rieneck fiel auch dieser Teil des Ortes dem Erzstift Mainz zu. Das Amt des Erzstifts Mainz wurde 1803 zugunsten des Fürstprimas von Dalberg säkularisiert und fiel mit dessen Fürstentum Aschaffenburg 1814 (als ein Departement des Großherzogtums Frankfurt) an Bayern.

Im Jahr 1862 wurde das Bezirksamt Aschaffenburg gebildet, auf dessen Verwaltungsgebiet Wiesthal lag. Am 1. Januar 1880 kam Wiesthal jedoch anlässlich der Reform des Zuschnitts der bayerischen Bezirksämter zum Bezirksamt Lohr am Main. Wie überall im Deutschen Reich wurde 1939 die Bezeichnung Landkreis eingeführt. Wiesthal war nun eine der 26 Gemeinden im Landkreis Lohr am Main (späteres Kfz-Kennzeichen LOH). Mit Auflösung des Landkreises Lohr kam Wiesthal 1972 in den neu gebildeten Landkreis Main-Spessart (Kfz-Kennzeichen KAR, ab 1979 MSP).

Eingemeindungen

Am 1. Januar 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Krommenthal eingegliedert.[4]

Einwohnerentwicklung

  • 1970: 1375 Einwohner
  • 1987: 1407 Einwohner
  • 2000: 1492 Einwohner
  • 2012: 1372 Einwohner
  • 2014: 1343 Einwohner

Politik

Bürgermeister

Bürgermeister ist Andreas Zuschlag (Freie Wählergemeinschaft).

Gemeinderat

Die Kommunalwahlen 2002, 2008 und 2014 führten zu folgenden Sitzverteilungen im Gemeinderat:

2002 2008 2014
CSU 3 4 4
Freie Wähler 5 5 6
SPD 4 3 2

Steuern

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 794.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 247.000 €.

Wappen

Blasonierung: Neunmal geteilt von Rot und Gold; belegt mit einem silbernen Andreaskreuz, dem zwei gekreuzte rote Glaspfeifen aufgelegt sind.

Gemeindepartnerschaft

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 208 und im Bereich Handel und Verkehr 14 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 33 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 526. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keinen, im Bauhauptgewerbe einen Betrieb. Zudem bestanden im Jahr 1999 zwei landwirtschaftliche Betriebe.

Größter Arbeitgeber ist die Firma Wenzel-Präzision.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • katholische Pfarrkirche St. Andreas, erbaut 1599/1600
  • Ruh- oder Mühlhansenmühle, letzte von früher sechs Mühlen im Ort
  • Brauchtum: Faselsrad (Foaseltsroad), am Faschingsdienstag
  • Waldlehrpfad des Spessartbundes
  • Crosslauf und Mountainbike-Rennen des TSV Wiesthal

Baudenkmäler

Bildung

  • Kindergarten
  • Grundschule

Weblinks

 Commons: Wiesthal  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111119/231347&attr=OBJ&val=1749
  3. 3,0 3,1 Wolf-Armin Frhr. v. Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. C.H.Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 243 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 514

Kategorien: Ort im Landkreis Main-Spessart | Wiesthal | Gemeinde in Bayern

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Wiesthal (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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