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Davos Wiesen

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Davos Wiesen
Staat: Schweiz
Kanton: Graubünden GR
Region: Prättigau-Davos
Kreis: Davos
Politische Gemeinde: Davos
Postleitzahl: 7494
Koordinaten:
Höhe: 1'421 m ü. M.
Fläche: 29,58 km²
Einwohner: 364 (31. Dezember 2007)
Einwohnerdichte: 12 Einw. pro km²
Website: www.wiesen.ch

Wiesen, unten der Wiesener Viadukt, aufgenommen vom Muchetta.

Karte

Davos Wiesen (im walserischen Ortsdialekt an de Wise [andə ˈʋɪʓə], rätoromanisch  Tain?/i ) ist eine Fraktionsgemeinde (öffentlich-rechtlich begründeter Ortsteil) in der Gemeinde Davos im Bezirk Prättigau-Davos des Schweizer Kantons Graubünden.

Wappen

Beschreibung: In Gold (Gelb) zwei einander zugewendete blaue Wolfsangeln. Vorbild war das Wappen der Beeli von Belfort, das in den Farben des Zehngerichtebundes dargestellt wird.

Bevölkerung

Sprachen

In Davos Wiesen spricht man trotz der romanischen Nachbarschaft seit Jahrhunderten Walserdeutsch, da die Bewohner von Davos zugewanderte Walser sind. Die Sprachsituation in den letzten Jahrzehnten zeigt untenstehende Tabelle:

Sprachen in Davos Wiesen
Sprachen Volkszählung 1980 Volkszählung 1990 Volkszählung 2000
Anzahl Anteil Anzahl Anteil Anzahl Anteil
Deutsch 213 94,67 % 290 96,03 % 292 97,01 %
Rätoromanisch 7 3,11 % 5 1,66 % 5 1,66 %
Italienisch 1 0,44 % 1 0,33 % 0 0,00 %
Einwohner 225 100 % 302 100 % 301 100 %

Herkunft und Nationalität

Von den Ende 2005 347 Bewohnern waren 276 (= 79,54 %) Schweizer Staatsangehörige.

Geschichte

Um 1300 liessen sich in Wiesen Walser auf diesem nur vereinzelt von Romanen besiedelten Gebiet nieder. Heute gilt die von ihnen begründete Wiesner Alp als eine der bedeutendsten Alpen des Kantons. Allmählich entwickelte sich ein Terrassendorf. Heute zählt man 340 Einwohner und mehrere Siedlungsschwerpunkte, beispielsweise bei der spätgotischen reformierten Kirche (1430 m) mit Wandmalereien im Kirchenschiff und einer gut erhaltenen Rokoko-Orgel von 1774, das Oberdorf, beim RhB-Bahnhof auf 1200 m ü. M.

Früh schon schlossen sich die Walser der Reformation an. So blieben Spannungen mit den weiter katholischen Nachbargemeinden wie Schmitten oder Alvaneu lange erhalten. 1851 erfolgte der Beitritt zum Kreis Bergün.

1909 wurde der Ort mit der Bahnlinie Davos-Filisur der Rhätischen Bahn erschlossen, was den Bau des Wiesener Viadukt notwendig machte. Ernst Ludwig Kirchner lebte zeitweise in Davos und malte einige Motive der Gemeinde Wiesen, unter anderem sein letztes grosses Werk, «Brücke bei Wiesen» im Jahr 1926.

Fusion mit Davos

Per 1. Januar 2009 fusionierte die Gemeinde Wiesen mit der Gemeinde Landschaft Davos, nachdem die Fusion in beiden Gemeinden in einer Volksabstimmung gutgeheissen worden war. Mit der Fusion erfolgte auch der Übertritt in den Kreis Davos, der deckungsgleich mit der Gemeinde Davos ist.

Literatur

  • Erwin Poeschel:Die Kunstdenkmäler des Kantons Graubünden II. Die Talschaften Herrschaft, Prättigau, Davos, Schanfigg, Churwalden, Albulatal. (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 9). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1937. DNB 811066703 .

Weblinks

 Commons: Wiesen  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Davos Wiesen (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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