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Wiesbüttsee


Wiesbüttsee
Wiesbüttsee
Geographische Lage Main-Kinzig-Kreis (Hessen),
Landkreis Aschaffenburg (Bayern)
Zuflüsse Unterirdisch aus dem Wiesbüttmoor
Abfluss WiesbüttgrabenAubachLohrMainRhein
Daten
Höhe über Meeresspiegel 436 m ü. NN
Länge ca. 130 m
Breite ca. 120 m
Mittlere Tiefe 3 m
f2

Der Wiesbüttsee (früher: Hanauer See[1][2]) ist ein Waldsee im Grenzgebiet zwischen bayerischem und hessischem Spessart.

Geographie

Der Wiesbüttsee liegt zum größten Teil im Main-Kinzig-Kreis im Gemeindegebiet von Flörsbachtal auf der Gemarkung von Flörsbach. Die Landesgrenze zwischen Hessen und Bayern verläuft nahe dem Westufer durch den See.[3] Der kleinere bayerische Anteil gehört zum gemeindefreien Gebiet Wiesener Forst im Landkreis Aschaffenburg. Nördlich verläuft die Spessart-Höhenstraße (L 2905), die Birkenhainer Straße und der Eselsweg. Im Südwesten liegt die Ortschaft Wiesen, im Südosten Mosborn und im Norden Bieber. Der für die damalige Energiegewinnung künstlich angelegte See befindet sich heute am Rande des Naturschutzgebiets Wiesbüttmoor. Der Wiesbüttsee ist kein Badesee, im Winter kann man dort Eislaufen.[4]

Der See wird unterirdisch aus dem Wiesbüttmoor gespeist und hat einen natürlichen Überlauf, der das Wasser über den Wiesbüttgraben ins Aubachtal leitet.

Geschichte

Der Wiesbüttsee, mit seiner vielfältigen, zum Teil schon vom Aussterben bedrohten Pflanzenwelt, ist Teil eines der letzten Hochmoore mit Camping-Gelegenheit in Deutschland. Er wurde 1765 nach Plänen des Bergmeisters Johann Philipp Cancrinus von Bieberer Bergleuten angelegt, um im Sommer zur Belüftung und Entwässerung der Silber-, Kupfer- und Blei-Bergwerksstollen Lochborntalgrund zu sorgen. Zusätzlich sollte es der Bieberer Hütte und dem Hammerwerk genügend Aufschlagwasser liefern.

Aufgrund der besonderen Erzvorkommen in der Gegend um Bieber herum wurde in dieser Zeit umfangreicher Bergbau betrieben. Der Wiesbüttsee diente dabei den im Bergbau eingesetzten wasserbetriebenen Maschinen, mit denen die Stollen entwässert und belüftet wurden.[5] Die Wasserkraft trieb noch bis 1925 die Förderanlage des Eisenwerks in der Lochhütte an.

Moor

Hauptartikel: Wiesbüttmoor

Unmittelbar an den See schließt sich das Hochmoor an. Der See staute das Wasser aus dem Wiesbüttmoor 3 Meter hoch und ist mit 436 Metern das höchstgelegene Hochmoor des Spessarts. Es steht unter Naturschutz und ist ein Refugium für viele seltene Pflanzen- und Tierarten, wie Scheidenwollgras, Siebenstern, Sonnentau oder Sparrenbinsen und Kreuzotter.

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Wiesbüttsee  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Topographischer Atlas vom Königreiche Baiern diesseits des Rhein Blatt: 10 -Orb (1860)
  2. Urpositionsblatt: Wiesen und Umgebung im Jahre 1846
  3. http://www.main-netz.de/nachrichten/region/alzenau/berichte/art4010,900539
  4. Eislaufen in der Region 2012 (Memento vom 6. Februar 2013 im Webarchiv archive.is)
  5. http://www.hwerner-ruh.de/wiesbuet.htm

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Wiesbüttsee (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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