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Wierzbicki


Wierzbicki ist der Name mehrerer polnischer Adels- und Uradelsgeschlechter (von poln. wierzba, „Weidenbaum“, in Deutsch etwa „bei/von den Weiden“). Er ist erstmals im Jahr 931 urkundlich belegt. Heute gibt es in Polen etwa 10.000 Träger dieses Namens.[1]

Von der Stammheimat Pommerellen aus begann der Aufstieg der weit verzweigten Familie zu Großgrundbesitzern mit hohen Stellungen. Sie brachte in über 1000 Jahren vier Woiwoden (Palatine), sechs Kastellane (polnische Burggrafen), vier Bischöfe und fünf polnische Generäle, sowie 15 preußische Generäle hervor. Drei Mitglieder trugen den Weißen Adler-Orden, die höchste Auszeichnung Polens. Besonderes Ansehen genossen sie unter König Stanislaus II. August Poniatowski. Die Familie breitete sich von Pommerellen, dem späteren Westpreußen ausgehend, über ganz Polen aus mit Zweigen in Litauen, Russland und in Wolhynien. Heiratsverbindungen bestanden zu bekannten polnischen Familien, wie z.B. den Fürsten Czetwertyński und Radziwiłł, den Grafen Konpopacki, Działyński, Małachowski, Mielżyński, Potocki, Raczyński, Rzewuski und Zamoyski.

1250 Angehörige der polnischen Ritterschaft, der Szlachta. Im Königreich Polen Verwaltungsämter als Wojwode, Kastellan; Kirchenämter Bischof. 1772 erfolgte teils Aufnahme in den preußischen Adel durch Erbhuldigung (Friedrich II.), in diesen Fällen wurde das deutsche Adelsprädikat von/„v.“ dem polnischen Familiennamen vorangestellt, teils in Verbindung mit dem Wappennamen in Form eines Doppelnamens. In Preußen meist spätere Militärlaufbahn, bis zum Generalmajor.

Durch Einheirat mit Nachkommen von Umina Berzeviczy hat ein Zweig auch peruanische Wurzeln.

Drei Auszeichnungen zum Ritter des Ordens Pour le Mérite (1740–1807): Friedrich Gottlob Karl Ludw. v. Corvin-Wiersbitzki (1787), Aug. Ferd. v. Corvin-Wiersbitzki (1793), Heinr. Friedrich Ernst v. Corvin-Wiersbitzki (1794),

Heute existieren mehrere hunderttausend Namensträger, die über die ganze Welt verteilt sind, wobei ein Großteil in Polen, dem historischen Baltikum, Russland, der Ukraine, Frankreich, den Vereinigten Staaten, Südafrika, Österreich und in Deutschland lebt.

Name Wierzbicki war in verschiedenen Sprachen und Zeiten unterschiedlich geschrieben:

  • Wiersbitzki
  • Wiersbitzky
  • Wierzbitzky
  • Wiersbitzkyj
  • Wierzbitzkyj
  • Wiersbitzki
  • Wiersbitzke
  • Wirsbitzki
  • Wirsbitzke u. ä.

Namensträger

  • Wacław Wierzbicki (gestorben 1555) herbu Radwan, Bischof von Samogitien (1534–1555)
  • Wiktoryn Wierzbicki (gestorben 1588) herbu Radwan, Bischof von Zmudz und Luzk (1565–1567), erster geistlicher Senator im Senat der Republik.
  • Georg Ludwig von Wiersbitzki (1717–1778), königlich preußischer Generalmajor
  • Heinrich Friedrich Ernst von Corvin-Wiersbitzki (1768–1823), königlich preußischer Generalmajor
  • Otto von Corvin-Wiersbitzki, Schriftsteller und Journalist, Verfasser des Pfaffenspiegels
  • Ludwik Wierzbicki herbu Ślepowron (1834–1912), Direktor der Staatsbahnen in Lviv, Assistant Professor an der Technischen Universität Lwow, Mitglied des Parlaments, Stadtrat von Lemberg
  • Alicia Fulford-Wierzbicki, Schauspielerin
  • Anna Wierzbicka (* 1938 in Polen), Linguistin
  • Gottlob Karl Ludwig von Corvin-Wiersbitzki (1756–1817), preußischer Generalmajor und Kommandeur im Husaren-Regiment Nr.6
  • Peter Wierzbicki, (1794–1847), Chirurg und Botaniker aus Oravița im Banat
  • Felix Paul Wierzbicki, (1815–1860) polnisch-amerikanischer Schriftsteller, Autor der Erstbeschreibung von Kalifornien in Englisch
  • Andrzej Wierzbicki (1877–1961) polnischer Handels- und Industrieminister
  • Jan Wierzbicki (1888–1946) polnischer Rechtsanwalt und Aktivist in der polnischen Gemeinde in Lettland, Mitglied des Parlaments (1922 bis 1934), stellvertretender Minister für innere Angelegenheiten der Republik Lettland
  • Eugeniusz Wierzbicki (1909–1991), polnischer Architekt
  • Zbigniew Tadeusz Wierzbicki (* 1919 in Warschau) polnischer Soziologe
  • Piotr Wierzbicki (* 1935 in Warschau) polnischer Journalist, Schriftsteller und Musikkritiker
  • Zbigniew Wierzbicki (* 1937 in Vilnius) polnischer Architekt und Dozent an der Akademie der Bildenden Künste in Gdansk
  • Janusz Wierzbicki (* 1947 in der Gemeinde Jabłonna Lack) polnischer Politiker und Mitglied des zweiten Sejm
  • Leonard Wierzbicki Prezydent von Sopot (1946–1948)
  • Robert Jaroslaw Wierzbicki, Professor an der Hochschule Mittweida
  • Elisabeth Wierzbicka Wela (* 1964 in Kraków), Kunstmalerin und Bildhauerin
  • Andrzej Wierzbicki Dekan (1975–1978) des Department of Electronics and Information Technology der Technischen Universität Warschau
  • Marek Wierzbicki (* 1965 in Bukowno) ist ein polnischer Fußballer und Trainer
  • Maciej Wierzbicki(* 1971 in Warschau) ist ein polnischer Film- und Fernsehschauspieler.
  • Łukasz Wierzbicki (* 1974 in Posznan) ist ein polnischer Schriftsteller
  • Krzysztof Wierzbicki ist ein polnischer Regisseur und Schauspieler

Die Wappengemeinschaften der verschiedenen Familien mit ihrem Namen

Hauptartikel: Wappengemeinschaft

(poln. Herb szlachecki) Es gibt mehrere Adelsgeschlechter mit diese Familienname, ohne Blutverwandschaft, benutzte verschiedene Wappen:

  • Wierzbicki mit Wappen Gryf
  • Wierzbicki mit Wappen Jastrzębiec
  • Wierzbicki mit Wappen Lubicz
  • Wierzbicki mit Wappen Nieczuja
  • Wierzbicki mit Wappen Ślepowron
  • Wierzbicki mit Wappen Korwin
  • Wierzbicki mit Wappen Nałęcz
  • Wierzbicki mit Wappen Radwan

Literatur

  • Juliusz hrabia Ostrowski: Księga herbowa rodów polskich (Wappenbuch der polnischen Geschlechter). Warschau 1897
  • Adam Boniecki: Herbarz polski. Warschau 1903, Herausgeber: Gebethner und Wolff
  • Seweryn Uruski, Adam Kosinski u. Aleksander Wlodarski: Rodzina, Herbarz szlachty polskiej. Warschau 1907, Herausgeber: Gebethner and Wolff.
  • Ernst Heinrich Kneschke (Hrsg.), Neues allgemeines deutsches Adels-Lexicon. Leipzig 1859–1870
  • K. Lodz-Czarnecki: Herbarz polski. Gneisen (heute: Gniezno) 1873 (polnisches Wappenbuch)
  • I. A. Tyroff: Wappenbuch der preußischen Monarchie. Nürnberg 1828
  • Polska enzyklopedja slachecka (Polnische Adelsenzyklopädie), Warschau 1938
  • Bartosz Paprocki: Herby rycerstwa polskiego, wyd. 1584, wzn. 1858 (Wappen des polnischen Rittertums, Verlag 1584 und 1858)
  • Emilian von Źernicki-Szeliga: Der Polnische Adel und die demselben hinzugetretenen andersländischen Adelsfamilien; Generalverzeichnis, Verlag von Henri Strand, Hamburg 1900
  • Adam Boniecki, Artur Reiski: Herbarz Polski, Część I: Wiadomości historyczno-genealogiczne o rodach szlacheckich, t. I-XVII (reprint) Warschau 1899–1913 Gebethner i Wolff
  • Herbarz polski, to iest O przyrodzeniv zioł y drzew rozmaitych, y innych rzeczy do lekarztw nalezących. Księgi dwoie... Marcin z Urzędowa Drukarnia Łazarzowa; Krakau 1595
  • Genealogisches Handbuch des Adels
  • Peter Frank-Döfering: „Adelslexikon des Österreichischen Kaisertums 1804–1918“ – Verzeichnis der Gnadenakte, Standeserhebungen, Adelsanerkennungen und -bestätigungen die im Österreichischen Staatsarchiv zu Wien aufliegen, Herder, Wien 1989; Namensindizes 1804–1822
  • Michael Schaller: „Schematismus für das K. u. K. Heer und für die Kriegsmarine für 1918“, Namensindex der darin genannten adeligen Personen, AustroArchiv.com 2008.
  • Georg Freiherr von Frölichsthal: „Der Adel der Habsburgermonarchie im 19. und 20. Jahrhundert“, Index zu seinen Genealogien, Degener-Verlag, 2008, 362 S. Namens-Index (Wienecke – Wittorf).

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Moi krewni

Kategorien: Polnisches Adelsgeschlecht | Deutsches Adelsgeschlecht

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