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Wied (Fluss)


Wied

Die Wied bei Roßbach

Daten
Gewässerkennzahl DE: 2716
Lage Rheinland-Pfalz, Deutschland
Flusssystem Rhein
Abfluss über Rhein → Nordsee
Quelle Nördlich von Linden
Quellhöhe ca. 463 m ü. NN [1]
Mündung Bei Neuwied in den Rhein
Mündungshöhe ca. 63 m ü. NN [1]
Höhenunterschied ca. 400 m
Länge 102 km
Einzugsgebiet 770,8 km²
Abfluss am Pegel Friedrichsthal[2]
AEo: 680,1 km²
Lage: 11 km oberhalb der Mündung
NNQ (1947)
MNQ 1937–2007
MQ 1937–2007
Mq 1937–2007
MHQ 1937–2007
HHQ (1984)
366 l/s
1,17 m³/s
8,27 m³/s
12,2 l/(s km²)
92,7 m³/s
176 m³/s
Abfluss an der Mündung[3]
AEo: 770,8 km²
MQ
Mq
9 m³/s
11,7 l/(s km²)

Durchflossene Stauseen Dreifelder Weiher

}}

Die Wied ist ein 102 km langer, rechter, also östlicher Nebenfluss des Rheins in Deutschland. Sie durchfließt von der Quelle bis zur Mündung rheinland-pfälzisches Gebiet. Aus ihrem Einzugsgebiet von 770,8 km² führt sie rund 9 m³/s Wasser dem Rhein zu.

Verlauf

Die Wied entspringt im Westerwald auf 464 m ü. NN direkt nördlich der Ortsgemeinde Linden, Teil der Verbandsgemeinde Hachenburg. Anfangs passiert sie Linden am östlichen Ortsrand und verläuft in Richtung Süd-Südwesten, um am Ostufer in den Dreifelder Weiher (größter Weiher der Westerwälder Seenplatte) einzufließen und diesen in Richtung Nordwesten zu verlassen.

Anschließend fließt die Wied in nordwestlicher Richtung nach Altenkirchen, dann westwärts, den landschaftlich reizvollen Naturpark Rhein-Westerwald, Neustadt passierend. Danach knickt sie wiederum nach Süden ab, um unweit der Naturparkgrenze am Ortsrand von Irlich (einem Stadtteil Neuwieds) in den nordwestwärts strömenden Mittelrhein zu münden.

Namensherkunft und Geschichte

Die älteste geschriebene Form des Flussnamens Wied liegt mit uuida (lies: wida) aus dem Jahr 857 vor.[4] Im Mittelalter bildete die Wied ungefähr in der ersten Hälfte ihres Laufes, etwa von Steinebach bis oberhalb Neustadt (Wied), die Grenze der alten Erzdiözese Trier zur Linken und der Erzdiözese Köln zur Rechten des Bachlaufs.

Nebenflüsse

Zu den Nebenflüssen der Wied gehören:

Links der Wied

Rechts der Wied

Ortschaften

Zu den Ortschaften an und nahe der Wied gehören:

Gewässerstatus

Die Wied ist von der Rothenbachmündung (nordöstlich Wahlrod) bis zur Mündung in den Rhein nach dem rheinland-pfälzischen Landeswassergesetz ein Gewässer zweiter Ordnung, so dass für die Reinhaltung die Landkreise zuständig sind.

Wirtschaft und Tourismus

Der letzte halbe Flusskilometer der Wied ist schiffbar und führt zum Werkshafen der ThyssenKrupp Rasselstein GmbH, heute Mitglied des Thyssen-Krupp-Konzerns. Für Wanderer werden Fluss und Landschaft durch den Wiedwanderweg (100 km lang) erschlossen. Außerdem gibt es in Altwied und an der Michelbacher Mühle ein Wasserkraftwerk. In der Strickhausener Mühle (Gem. Berzhausen) wird ebenfalls Strom erzeugt. Je nach Wasserstand ist die Wied ab Altenkirchen für Kajaks und ab Schöneberg für Canadier befahrbar, bei niedrigerem Wasserstand erst ab Oberlahr.

Die Wied ist Namensgeberin für ein Programmkino und Kulturzentrum in Neitersen, die Wied-Scala.

Das Wasserkraftwerk Altwied ist nach 100 Jahren Betrieb am 19. Juli 2012 komplett ausgebrannt und somit nicht mehr in Betrieb.[5] Nach aufwendiger Restaurierung ist das Kraftwerk wieder in Betrieb.[6]

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Topografische Karte 1:25.000
  2. GeoExplorer der Wasserwirtschaftsverwaltung Rheinland-Pfalz (Hinweise)
  3. MQ Friedrichsthal der Wied (8,25 m³/s) plus MQ Oberbieber des unterhalb mündenden Aubachs (0,36 m³/s), vermehrt um den Gebietsabfluss (7 l/s km²) des Resteinzugsgebietes (61,3 km²)
  4. Helmut Priewer, Mathias Priewer, Gerhard Hachenberg: Warum ist die Wied eine Witt? In: Heimat-Jahrbuch des Landkreises Neuwied 2011, ISBN 3-9809797-8-4, S. 232–235.
  5. Meldung Rhein-Zeitung vom 19. Juli 2012
  6. http://www.nr-kurier.de/artikel/24422-wasserkraftwerk-in-altwied-wieder-in-betrieb NR-Kurier 1. Oktober 2013

Weblinks

 Commons: Wied (Fluss)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Wied (Fluss) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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