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Widzew Łódź


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Widzew Łódź
Voller Name RTS Widzew Łódź SA
Ort Łódź
Gegründet 1910
Stadion Stadion Widzewa,
Łódź
Plätze 10.500
Präsident Polen Sylwester Cacek
Homepage www.widzew.pl
Liga 1. Liga (2. Spielklasse)
2014/15 17. Platz (1. Liga)
Heim
Auswärts

Widzew Łódź [ˈvidzɛf ˈwutɕ] (offiziell RTS Widzew Łódź SA) ist ein polnischer Fußballverein, der nach dem Łódźer Stadtteil Widzew benannt ist.

Geschichte

Er wurde am 5. November 1910 als TMRF Widzew gegründet. Die traditionellen Mannschaftsfarben sind Rot und Weiß. Der Verein ist viermaliger polnischer Meister und außerdem konnte man schon je einmal den polnischen Pokal sowie den polnischen Superpokal gewinnen. In der Saison 1982/83 erreichte man das Halbfinale im Europapokal der Landesmeister. Nachdem man im Spieljahr 2002/2003 als 9. der polnischen Meisterschaft abschloss, stieg man im folgenden Jahr als Letzter der Tabelle in die 2. Liga ab. Widzew Łódź hat den sofortigen Wiederaufstieg in die Ekstraklasa in der Saison 2005/06 jedoch als Tabellenerster geschafft. Im Januar 2008 wurde der Verein nach einem Manipulationsskandal zum Zwangsabstieg verurteilt und musste in der Saison 2008/09 in der 1. Liga, der zweithöchsten polnischen Spielklasse antreten. Eigentlich sollte der Verein in die "2. Liga", faktisch die dritthöchste Spielklasse, zurückgestuft werden, weil Widzew auch nach sportlichen Kriterien abgestiegen wäre. Jedoch entschied man sich, Widzew in der 1. Liga antreten zu lassen.[1]

Aktueller Trainer ist Radoslaw Mroczkowski. Seit der Saison 2008/09 ist der Verein im Privatbesitz eines polnischen Geschäftsmannes. Da Widzew in der gleichen Saison als Tabellenerster abschloss, wurde am 25. Juni 2009 vom Schiedsrichter Sportsgericht entschieden, ob Widzew in der Saison 2009/10 in der Ekstraklasa antreten darf oder noch eine weitere Saison in der 1. Liga verweilen muss. Der polnische Verband annullierte den sportlichen Aufstieg und erteilte dem Verein keine Lizenz. 2009/10 wiederholte Widzew die Meisterschaft und erreichte den Aufstieg in die Ekstraklasa. In der Saison 2013/2014 belegte der Club in der Ekstraklasa den letzten Tabellenplatz und stieg in die 1.Liga ab. 2014/2015 konnte Widzew auch in der 1.Liga die Klasse nicht halten, dazu kamen erhebliche finanzielle Probleme. Daraufhin wurde Widzew wegen Mängel in den Lizenzierungsunterlagen, durch den polnischen Verband PZPN, die Lizenz für die II. Liga entzogen. 2015/2016 muss Widzew in der IV.Liga (5.Spielklasse) starten. Unterdessen wird der Bau des neuen Stadions vorangetrieben.

Stadion

Die Mannschaft trägt ihre Heimspiele im 1930 errichteten Stadion Widzewa (Widzew Stadion) aus. Es wurde in Eigenarbeit von den damaligen Mitgliedern des Vereins errichtet und bietet nun 10.500 Zuschauern Platz (ausschließlich Sitzplätze). Außerdem verfügt es über eine 1500 Lux starke Flutlichtanlage. Ein Neubau des Stadions ist in naher Zukunft geplant. Widzew trägt seine Heimspiele mit Beginn des Jahres 2015 in Byczyna im Stadion Miejski aus.

Erfolge

  • Polnischer Meister: 1981, 1982, 1996, 1997
  • Polnischer Pokalsieger: 1985
  • Polnischer Superpokalsieger: 1996
  • Europapokal der Landesmeister Halbfinalist 1983
  • Meister der zweiten Liga: 1975, 2006, 2009, 2010

Im Superpokal stehen sich der Meister und Pokalsieger des jeweiligen Spieljahres gegenüber.

Europapokalbilanz

Saison Wettbewerb Runde Gegner Gesamt Hin Rück
1977/78 UEFA-Pokal 1. Runde England Manchester City (a)2:2(a) 2:2 (A) 0:0 (H)
2. Runde Niederlande PSV Eindhoven 3:6 3:5 (H) 0:1 (A)
1979/80 UEFA-Pokal 1. Runde Frankreich AS Saint-Étienne 2:4 2:1 (H) 0:3 (A)
1980/81 UEFA-Pokal 1. Runde England Manchester United (a)1:1(a) 1:1 (A) 0:0 (H)
2. Runde Italien Juventus Turin 4:4
(4:1 i. E.)
3:1 (H) 1:3 n.V. (A)
3. Runde England Ipswich Town 1:5 0:5 (A) 1:0 (H)
1981/82 Europapokal der Landesmeister 1. Runde Belgien RSC Anderlecht 2:6 1:4 (H) 1:2 (A)
1982/83 Europapokal der Landesmeister 1. Runde Malta Hibernians FC 7:2 4:1 (A) 3:1 (H)
2. Runde Osterreich SK Rapid Wien 6:5 1:2 (A) 5:3 (H)
Viertelfinale England FC Liverpool 4:3 2:0 (H) 2:3 (A)
Halbfinale Italien Juventus Turin 2:4 0:2 (A) 2:2 (H)
1983/84 UEFA-Pokal 1. Runde Schweden IF Elfsborg (a)2:2(a) 0:0 (H) 2:2 (A)
2. Runde Tschechoslowakei Sparta ČKD Prag 1:3 1:0 (H) 0:3 (A)
1984/85 UEFA-Pokal 1. Runde Danemark Aarhus GF 2:1 2:0 (H) 0:1 (A)
2. Runde Deutschland Bor. Mönchengladbach (a)3:3(a) 2:3 (A) 1:0 (H)
3. Runde Sowjetunion FK Dinamo Minsk 1:2 0:2 (H) 1:0 (A)
1985/86 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde Turkei Galatasaray Istanbul (a)2:2(a) 0:1 (A) 2:1 (H)
1986/87 UEFA-Pokal 1. Runde Osterreich LASK Linz 2:1 1:1 (A) 1:0 (H)
2. Runde Deutschland Bundesrepublik Bayer 05 Uerdingen 0:2 0:0 (H) 0:2 (A)
1992/93 UEFA-Pokal 1. Runde Deutschland Bundesrepublik Eintracht Frankfurt 02:11 2:2 (H) 0:9 (A)
1995/96 UEFA-Pokal 1. Runde Wales Bangor City 5:0 4:0 (A) 1:0 (H)
2. Runde Ukraine Tschornomorez Odessa 1:1
(5:6 i. E.)
0:1 (A) 1:0 n.V. (H)
1996/97 UEFA Champions League Qualifikation Danemark Brøndby IF (a)4:4(a) 2:1 (H) 2:3 (A)
Gruppenphase Deutschland Borussia Dortmund 3:4 1:2 (A) 2:2 (H)
Spanien Atlético Madrid 1:5 1:4 (H) 0:1 (A)
Rumänien Steaua Bukarest 2:1 0:1 (A) 2:0 (H)
1997/98 UEFA Champions League 1. Qualifikationsrunde Aserbaidschan Neftçi Baku PFK 10:00 2:0 (A) 8:0 (H)
2. Qualifikationsrunde Italien AC Parma 1:7 1:3 (H) 0:4 (A)
1997/98 UEFA-Pokal 1. Runde Italien Udinese Calcio 1:3 1:0 (H) 0:3 (A)
1999/2000 UEFA Champions League 2. Qualifikationsrunde Bulgarien Litex Lowetsch 5:5
(3:2 i. E.)
1:4 (A) 4:1 n.V. (H)
3. Qualifikationsrunde Italien AC Florenz 1:5 1:3 (A) 0:2 (H)
1999/2000 UEFA-Pokal 1. Runde Lettland Skonto Riga 2:1 0:1 (A) 2:0 (H)
2. Runde Frankreich AS Monaco 1:3 1:1 (H) 0:2 (A)
Legende: (H) – Heimspiel, (A) – Auswärtsspiel, (N) – neutraler Platz, (a) – Auswärtstorregel, (i. E.) – im Elfmeterschießen, (n. V.) – nach Verlängerung

Gesamtbilanz: 66 Spiele, 23 Siege, 12 Unentschieden, 31 Niederlagen, 86:108 Tore (Tordifferenz −22)

Bekannte Spieler

Weblinks

Einzelnachweise

  1. shortnews.de: Widzew Lodz zum Zwangsabstieg verurteilt.

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Widzew Łódź (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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