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Wißmar


Dieser Artikel behandelt den hessischen Ort Wißmar. Für die gleichlautende Stadt in Mecklenburg-Vorpommern siehe Wismar.
Wißmar
Gemeinde Wettenberg
Höhe: 184 m ü. NHN
Fläche: 14,12 km²[1]
Einwohner: 5000 ca.
Bevölkerungsdichte: 354 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1977
Eingemeindet nach: Lahn
Postleitzahl: 35435
Vorwahl: 06406

Wißmar ist ein Ortsteil von Wettenberg im Landkreis Gießen in Hessen. Der Ort hat ca. 5000 Einwohner und liegt etwa 7 km nördlich der Stadt Gießen.

Wißmar ist eine aus einem älteren Ortskern und einem Neubaugebiet bestehende Wohngemeinde; ergänzt durch ein kleines Gewerbegebiet südlich des Ortes Richtung Gießen. Nördlich des Ortes liegt die kleine Siedlung Erlental mit einer Gaststätte, die an Wochenenden gerne von Spaziergängern und Radfahrern angesteuert wird. Dort beginnt ein Waldgebiet mit Fischteichen, das zum Wandern und Radfahren einlädt.

Geographie

Wißmar liegt am östlichen Rand des Gleiberger Landes und westlich der Lahn. Im Nordwesten des Ortsteils beginnt der Krofdorfer Forst, einem Teil des Naturraums Krofdorf-Königsberger Forst.

Geschichte

Am 1. Januar 1977 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde im Zuge der hessischen Gebietsreform ein Teil des Stadtbezirks Wettenberg der neugegründeten Stadt Lahn. Bei ihrer Auflösung wurde Wettenberg am 1. August 1979 zur eigenständigen Gemeinde im Landkreis Gießen.[2]

Kirche

Die Evangelische Pfarrkirche in der Ortsmitte wurde 1827–1830 an Stelle der baufällig gewordenen gotischen Dorfkirche nach den Plänen und unter Leitung des preußischen Architekten Friedrich Louis Simon errichtet. Das spät-klassizistische Gebäude ist als Querkirche konzipiert, d. h. der Altar steht an der Längsseite, quer zum Kirchenschiff. Die Fassade ist klar und zurückhaltend durch hohe Rundbogenfenster und horizontale Gesimsbänder strukturiert, die Hauptseite im Osten wird durch einen Mittelrisaliten betont.

Der Turm wurde ursprünglich kürzer und mit einem flachen, abgestumpften Dach erbaut; 1863/64 wurde er um eine achteckige Turmpyramide mit verschiefertem Fachwerkaufsatz ergänzt. Der Innenraum der Kirche überrascht mit einer prächtigen Ausstattung; er ist zweigeschossig mit einer umlaufenden Empore, die von 20 hölzernen tuskanischen Säulen getragen wird. Die Kassettendecke ist nach antikem Vorbild mit goldenen Sternen auf blauem Grund verziert. Den Höhepunkt des Raumes bildet die reich verzierte Kanzel auf der Westseite der Empore gegenüber der Orgel.

Im Jahr 1992/93 wurde der Innenraum der Kirche aufwändig restauriert.

Sehenswürdigkeiten

Weitere Attraktionen der Ortschaft sind das Erholungsgebiet Wißmarer See mit seinem Dauercampingplatz und das Holztechnikmuseum.[3][4]

Das Hessische Holz + Technikmuseum bietet Informationen rund um das Thema Holz und Holzverarbeitung und orientiert sich in seiner Gestaltung an der ehemaligen Wißmarer Zimmerei Kurt und Otto Winter. Zahlreiche Gerätschaften aus der Zimmerei sind im Museum zu besichtigen und werden zu besonderen Anlässen vorgeführt. [5]

Jedes Jahr am zweiten August-Wochenende findet die Wißmarer Kirmes statt. Am Himmelfahrtstag findet der jährliche Krämer- und Märchenmarkt statt.

Literatur

  • Dehio: Hessen. München 1982, S. 341f.
  • Christian Kaufmann: Eine Bühne für das Wort: Die evangelische Kirche in Wißmar. In: Die Geschichte eines Dorfes an der Lahn. Wißmar 778 – 2003, hrg. von Günter Hans, 2003. ISBN 3-9808830-2-7

Einzelnachweise

  1. „Zahlen und Daten“ im Internetauftritt der Gemeinde Wettenberg
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 346.
  3. Erholungsgebiet Wißmarer See
  4. Holztechnikmuseum
  5. Hessisches Holztechnikmuseum www.holztechnikmuseum.de

Weblinks

 Commons: Wißmar (Wettenberg)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Wißmar (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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