Wettersäule - LinkFang.de





Wettersäule


Dieser Artikel erläutert das Messinstrument, zum Wettersegen siehe Wetterkreuz.

Wettersäulen wurden gegen Ende des 19. Jahrhunderts in zahlreichen Orten aufgestellt. Die meteorologischen Instrumente in diesen Säulen (Barometer, Thermometer, Hygrometer sowie Normaluhr) gaben den Einwohnern und Gästen dieser Orte die Möglichkeit, die Wetterdaten selbst zu verfolgen. Die Gestaltung der Säulen war sehr unterschiedlich. Als erste Wettersäule gilt die 1838 in Genf am Grand' Quai aufgestellte. Die erste Säule in Deutschland wurde 1876 in Bad Godesberg durch den dortigen „Verschönerungsverein“ aufgestellt (siehe Wettersäule (Bad Godesberg)).[1]

Hersteller

Die stark gewachsene Nachfrage führte dazu, dass Standardsäulen entwickelt wurden, die katalogmäßig zu Festpreisen angeboten wurden. Vor Ort mussten individuelle Sockel erstellt werden, darauf wurden die Standardmodelle errichtet. Preislich lagen die Standardmodelle der Firma Wilhelm Lambrecht 1895 zwischen 300 und 50.000 Mark.

Führender Hersteller war die Firma Wilhelm Lambrecht aus Göttingen. Ein anderer Hersteller von Wettersäulen war die 1884 gegründete und 1895 aufgelöste Hamburger Annoncen-Uhr-Actien-Gesellschaft, deren Säulen 1890 an 400 Städten im Deutschen Reich standen. Die Original-Beschreibung einer ihrer Säulen lautete wie folgt:

„Ein drei Meter hoher Kunstguß auf Sockel trägt in der Bedachung die Embleme der Tageszeiten, während die Windrose mit Fahne ihn bekrönt. Eine deutliche (29 centim. Durchmesser Zifferblatt) Uhr, ein ebenso großes Barometer der Uhr gegenüber mit einstellbarem Zeiger und Datum, Thermometer, Sonnen- und Mond Auf- und Niedergang, Tages- und Nachtlänge, Wetterprognose (sobald in Zeiten erhältlich), abgehende und ankommende Züge und eine Fülle vergleichender und statistischer Angaben. Einwohnerzahl, Flächeninhalt, Münzen etc. bilden die Ausstattung, während die Uhr einen revolvirenden Apparat treibt, welcher 20 Empfehlungsblätter in’s Gesichtsfeld treten läßt, deren jedes automatisch verschwindet, um dem nächsten Platz zu machen.“[2]

Heute existieren noch in vielen Städten diese Wettersäulen.

Einzelne Säulen

Einzelnachweise

  1. Mathias Nofze: Bildstöcke des Industriezeitalters; in: General-Anzeiger vom 1. Juli 2009
  2. http://www.wettersaeulen-in-europa.de/hamburg.htm

Weblinks


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