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Westinghouse Electric


Westinghouse ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Weitere Bedeutungen sind unter Westinghouse (Begriffsklärung) aufgeführt.
Westinghouse Electric
Westinghouse Logo.svg
Rechtsform Public
Gründung 1886[1]
Sitz Monroeville, Vereinigte Staaten
Branche Elektrotechnik
Website Westinghouse

Westinghouse (offiziell Westinghouse Electric Corporation) war ein US-amerikanischer Konzern, der überwiegend elektrotechnische Erzeugnisse herstellte.

Geschichte

Die 1886 von George Westinghouse gegründete Firma hatte ihren Hauptsitz in Monroeville, Pennsylvania. Westinghouse hatte vorher bereits die Westinghouse Air Brake Company (WABCO) gegründet. Westinghouse Electric erhielt ihr erstes Patent für die Wechselstrom-Übertragung. Sie war Pionier auf dem Gebiet der Fern- und Hochspannungsübertragung von elektrischer Energie (landläufig: elektr. „Strom“). Neben George Westinghouse arbeiteten bei der Firma auch William Stanley, Nikola Tesla und Oliver B. Shallenberger.

Westinghouse war seinerzeit der Rivale von General Electric. Zwischen den beiden Konkurrenten wurde um 1890 ein „Stromkrieg“ um die Verwendung von Gleichspannung oder Wechselspannung geführt. Westinghouse setzte sich dabei mit seinem Wechselspannungssystem in den USA durch. Während der „Goldenen Zwanziger Jahre“ machte Westinghouse als Elektrokonzern glänzende Geschäfte. Dies führte jedoch dazu, dass Westinghouse als jene Firma in die Geschichte einging, deren Aktien während des endgültigen Börsenkrachs am 29. Oktober 1929 (Schwarzer Dienstag) am meisten an Wert verloren.

Das Unternehmen entwickelte sich zu einem Konzern, der praktisch das gesamte Sortiment an elektrischen und elektrotechnischen Erzeugnissen abdeckte.

In den 1950er-Jahren entwickelte Westinghouse ein Konzept eines Kernkraftwerks mit Druckwasserreaktor, das in Deutschland von Siemens und in Frankreich von Framatome lizensiert und konsequent weiterentwickelt wurde. Das Kernkraftwerk war eine Weiterentwicklung des Druckwasserreaktors für Atom-U-Boote, welcher ebenfalls unter Aufsicht von Westinghouse entwickelt worden war. (Siehe auch: Kernkraftwerk Shippingport.)[2]

1995 übernahm Westinghouse die CBS, beschloss daraufhin, die Restrukturierung hin zu einem reinen Medienkonzern in Angriff zu nehmen und benannte sich 1997 in CBS Corporation um. Die ursprünglichen Kerngeschäfte wurden nach und nach verkauft. Zuletzt wurde die nukleare Sparte Westinghouse Electric Company 1998 an die British Nuclear Fuels verkauft und kam schließlich 2006 zu Toshiba. Westinghouse hält 52 % der Anteile am japanischen Kernbrennstoffhersteller NFI (Nuclear Fuel Industries, Genshinenryō Kōgyō).[3]

Viacom, eine Tochter der ehemaligen CBS, übernahm 1999 die aus Westinghouse hervorgegangene CBS Corporation und damit auch ihre ursprüngliche Muttergesellschaft CBS.

2005 wurde Viacom in zwei Konzerne aufgespalten, die „neue“ Viacom und die CBS Corporation. Rechtlich handelt es sich bei der CBS Corporation um die vormalige Viacom, deren Name geändert wurde.

Auch als Teil von Toshiba besteht die Firma eigenständig als Westinghouse Electric Company mit Sitz in Monroeville weiter. Sie baut und plant derzeit bis 17 neue Kernkraftwerke vom Druckwasserreaktortyp AP 1000 in China, derzeit sind vier Kraftwerke im Bau.

In Europa ist die Westinghouse Electric Company mit der selbstständigen Tochterfirma Westinghouse Electric Germany GmbH in Mannheim vertreten. Etwa 500 Mitarbeiter führen Kernkraftwerksrevisionen in Europa und Asien mit Robotersystemen durch, die in Mannheim entwickelt wurden. Bis zum Jahre 2000 gehörte diese Firma zum ABB-Konzern.

Tätigkeitsfelder

Luftschiffsparte

Zur Westinghouse Electric Corporation gehörten Westinghouse Airships, Inc. und Westinghouse Surveillance Systems, Ltd., die am 12. Dezember 1996 von der Aviation Support Group, Ltd. gekauft und in Global Skyship Industries, Inc. umbenannt wurden. Als Luftschifffahrtsfirma war Westinghouse Airships, Inc. unter anderem bekannt für die Luftschiffe SkyShip 500 und Sentinel 1000.

Automobilsparte

Die Tochtergesellschaft Westinghouse Electric & Manufacturing Company in Pittsburgh baute zwischen 1901 und 1903 Elektrofahrzeuge und entwickelte einen benzingetriebenen Luxuswagen, der in Frankreich gebaut wurde.

Literatur

  • Beverly Rae Kimes (Herausgeberin), Henry Austin Clark jr.: The Standard Catalogue of American Cars 1805–1942. 2. Auflage, Krause Publications, Iola WI 54990, USA 1985, ISBN 0-87341-111-0 (englisch).
  • G. N. Georgano (Hrsg.): Complete Encyclopedia of Motorcars, 1885 to the Present. 2. Auflage, Dutton Press, New York 1973, ISBN 0-525-08351-0 (englisch).

Einzelnachweise

  1. Steam Hammer, Westinghouse Works, 1904 . Mai 1904. Abgerufen am 28. Juli 2013.
  2. The History of Nuclear Power Safety, http://users.owt.com/smsrpm/nksafe/fifties.html
  3. Company Overview, History, Certifications (englisch) Nuclear Fuel Industries, Ltd.. Archiviert vom Original am 16. Juli 2011. Abgerufen am 16. Juli 2011.

Weblinks


Kategorien: Energietechnikhersteller | Nukleartechnikhersteller | Elektrotechnikhersteller | Gegründet 1886 | Unternehmen (Pennsylvania)

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Westinghouse Electric (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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