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Westhofen


Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Westhofen (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Alzey-WormsVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verbandsgemeinde: Wonnegau
Höhe: 121 m ü. NHN
Fläche: 14,73 km²
Einwohner: 3187 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 216 Einwohner je km²
Postleitzahl: 67593
Vorwahl: 06244
Kfz-Kennzeichen: AZ
Gemeindeschlüssel: 07 3 31 071
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Schneller 3
67574 Osthofen
Webpräsenz: www.gemeinde-westhofen.de
Ortsbürgermeister: Ottfried Fehlinger (CDU)
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Westhofen ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Alzey-Worms in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Wonnegau an. Westhofen ist gemäß Landesplanung als Grundzentrum ausgewiesen.[2]

Geographie

Westhofen liegt in Rheinhessen zwischen Worms, Mainz und Alzey. In Westhofen entspringt der Seebach, die stärkste Quelle Rheinhessens. Sie ist gleichzeitig die einzige Quelle in der Region, die auf Talgrund entspringt. Grundwasser aus dem Bereich des Donnersbergs speist sie.

Zu Westhofen gehört auch der Wohnplatz Neumühle.[3]

Geschichte

Westhofen wurde bereits in karolingischer Zeit erstmals erwähnt und erhielt im Jahre 1324 das Marktrecht. Die Bedeutung Westhofens in früherer Zeit zeigt sich an der noch erhaltenen Umwehrung mit einer Fleckenmauer und mehrfachen Gräben.

Bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Westhofen zum kurpfälzischen Oberamt Alzey. Während der sogenannten Franzosenzeit war der Ort Sitz einer Mairie im Kanton Bechtheim, der Teil des Departements Donnersberg war. Aufgrund der 1815 auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen und einem 1816 zwischen Hessen, Österreich und Preußen geschlossenen Staatsvertrag kam die Region zum Großherzogtum Hessen und wurde von diesem der Provinz Rheinhessen zugeordnet. Nach der Auflösung der rheinhessischen Kantone kam der Ort 1835 zum neu errichteten Kreis Worms, zu dem er bis 1969 gehörte.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Westhofen, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[1][2]

Jahr Einwohner
1815 1.468
1835 2.004
1871 1.657
1905 1.767
1939 1.882
1950 2.279
Jahr Einwohner
1961 2.225
1970 2.480
1987 2.779
1997 3.081
2005 3.252
2014 3.187

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Westhofen besteht aus 20 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[4]

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2014 5 9 6 20 Sitze
2009 5 8 7 20 Sitze
2004 7 6 7 20 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Wonnegau

Wappen

Blasonierung: „In Silber drei blaue Trauben an sechsblättriger grüner Weinranke.“

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

An einem der schönsten Marktplätze Rheinhessens reihen sich nicht nur Fachwerkhäuser und Denkmäler, sondern auch die evangelische und die katholische Kirche, unter der am 3. Oktober 1981 ein Beinhaus entdeckt wurde.

Naturdenkmäler

Westhofen ist einer der Fundorte in Rheinhessen mit etwa zehn Millionen Jahre alten Säugetierresten aus den Dinotheriensanden des Ur-Rheins. Der Begriff Dinotheriensande beruht darauf, dass diese Ablagerungen häufig Zähne und Knochenreste des Rüsseltieres Dinotherium enthalten.

Veranstaltungen

Westhofen wartet mit jährlichen Festen wie dem Traubenblütenfest (gewöhnlich am zweiten Wochenende nach Pfingsten), dem Westhofener Markt (vorletzter Sonntag im August) und dem Dreikönigsdreschen (am ersten Sonntag nach Heilige drei Könige) auf.

Wirtschaft und Infrastruktur

Größte
Weinbaugemeinden
im Anbaugebiet
Rang nach
Rebfläche
(innerhalb
von RLP)
Bestockte
Rebfläche
Rebsorten
Weißwein Rotwein
ha  %
Rheinhessen 26.490 69,1 30,9
Worms 3 1.541 62,0 38,0
Nierstein 6 783 75,6 24,4
Alzey 8 769 69,0 30,1
Westhofen 9 764 68,7 31,3
Alsheim 10 704 69,3 30,7
Bechtheim 11 660 71,4 28,6
Ingelheim am Rhein 12 646 47,8 52,2
Flörsheim-Dalsheim 13 635 65,0 35,0
Bingen am Rhein 15 590 73,2 26,8
Saulheim 16 516 74,7 25,3
Osthofen 20 464 67,8 22,2
Guntersblum 21 461 71,8 28,2
Dittelsheim-Heßloch 23 447 70,2 29,8
Stadecken-Elsheim 24 438 71,2 28,8
Quelle: Weinbau 2010. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz

Westhofen ist erheblich geprägt vom Weinbau und mit 764 Hektar bestockter Rebfläche, davon 68,7 Prozent Weißwein- und 31,3 Prozent Rotweinsorten, nach Worms (1490 Hektar), Nierstein (783 Hektar) und Alzey (769 Hektar) größte Weinbaugemeinde Rheinhessens. Der Morstein ist die renommierteste Einzellage und durch den Verband Deutscher Prädikats- und Qualitätsweingüter als „Erste Lage“ klassifiziert. Die Weingüter Wittmann und K. F. Groebe tragen mit ihrem Qualitätsansatz zum Renommee des Ortes bei.

Verkehr

Der Bahnhof Westhofen (Rheinhess) war Endpunkt der Bahnstrecke Osthofen–Westhofen. Im April 1953 endete der Personenverkehr.

Söhne und Töchter der Gemeinde

  • Fritz Huxel (1892–1972), Weingutsbesitzer und Rebpionier in Rheinhessen
  • Walter Beyer (1920–2012), Volkswirt, Beamter und Kommunalpolitiker (SPD)

Literatur

  • Pfarrer J. Ebersmann: Geschichte von Westhofen, Monzernheim und Blödesheim (Westhofen 1909)
  • Julius Grünewald / Heinrich Stroh: Chronik des Marktfleckens Westhofen. Beiträge zur Geschichte der Gemeinde Westhofen. (herausgegeben von der Gemeinde Westhofen, 1974)
  • Julius Grünewald: Von Westhofener Häusern und Leuten (Westhofen 1984)
  • Julius Grünewald: Rundgang durch Westhofen (Westhofen 1999)
  • Ernst Probst: Der Ur-Rhein. Rheinhessen vor zehn Millionen Jahren. GRIN, München 2009
  • Literatur über Westhofen in der Rheinland-Pfälzischen Landesbibliographie

Weblinks

 Commons: Westhofen  – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. 2,0 2,1 Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010 , Seite 85 (PDF; 2,3 MB)
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Westhofen (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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