Westhausen (Württemberg) - LinkFang.de





Westhausen (Württemberg)


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: OstalbkreisVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 474 m ü. NHN
Fläche: 38,47 km²
Einwohner: 5914 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 154 Einwohner je km²
Postleitzahl: 73463
Vorwahl: 07363
Kfz-Kennzeichen: AA, GD
Gemeindeschlüssel: 08 1 36 082
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Jahnstraße 2
73463 Westhausen
Webpräsenz: www.westhausen.de
Bürgermeister: Herbert Witzany (Freie Wähler)
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Westhausen ist eine Gemeinde im Ostalbkreis in Baden-Württemberg, Deutschland.

Geographie

Geographische Lage

Westhausen liegt im Ostalbkreis und ist 10 km von der großen Kreisstadt Aalen und 12 km von der großen Kreisstadt Ellwangen (Jagst) entfernt.

Im Westen grenzt das Gemeindegebiet an Aalen und im Nordwesten an Ellwangen.

Westhausen befindet sich im Jagsttal am Rande des Härtsfelds, das Gemeindegebiet ist zwischen 453 und 723 Meter hoch gelegen.

Höchste Erhebung ist der Wöllerstein mit 723 Metern über NN.

Europäische Wasserscheide

Quer zu der Autobahn A 7 (650 m ü. NN ) verläuft die europäische Wasserscheide auf der Schwäbischen Alb (Härtsfeld).

In Nordrichtung fließt das Wasser über die Bäche und Flüsse Reichenbach bzw. Egelsbach, Jagst, Neckar und Rhein in die Nordsee.

In Südrichtung verlaufen zunächst die Wasseradern unterirdisch. An der Oberfläche gibt es am Anfang keine sichtbaren Bäche oder Flüsse. Durch den Kalkstein-Karstboden versickert das Wasser. Über die Flüsse Brenz oder die Egau fließt das Wasser in die Donau und schließlich in das Schwarze Meer.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Westhausen besteht aus den Ortsteilen Reichenbach, Baiershofen, Immenhofen, Westerhofen, Frankenreute, Jagsthausen, Hardtbucksiedlung und Lippach.

Flächenaufteilung

Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2014.[2]

Geschichte

Der Ort entstand wahrscheinlich als frühmittelalterliche Siedlung zwischen 700 und 900 nach Christus und wurde von den Franken gegründet. Westhausen kommt vom Namen Westhusen was so viel wie „Häuser im Westen“ bedeutet. Erste urkundliche Erwähnung im Güterverzeichnis des Klosters Ellwangen 1136. Während Lippach überwiegend zum Haus Oettingen gehörte, war Westhausen Teil der Fürstpropstei Ellwangen. Im Rahmen der Mediatisierung und der Säkularisation aufgrund des Reichsdeputationshauptschlusses kamen beide Orte zum Königreich Württemberg, wo sie zum Oberamt Ellwangen zählten, das 1938 an den Landkreis Aalen fiel.

Im April 1945 ereignete sich im Ortsteil Lippach ein Kriegsverbrechen (Massaker von Lippach). Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs der Ort durch die Nutzung der ehemaligen Collis-Werke - eines Rüstungsbetriebs im Zweiten Weltkrieg - auf ca. 3000 Einwohner. Seit der Kreisreform 1973 gehört die Gemeinde zum neuen Ostalbkreis.

Religionen

An Westhausen ging die Reformation vorbei. Auch heute gibt es noch zwei römisch-katholische Gemeinden im Ort. Die knapp 1.000 evangelischen Gläubigen haben zwar seit 1957 mit der Kreuzkirche ein eigenes Gotteshaus, gehören aber zur Kirchengemeinde Lauchheim (seit 2008: Kirchengemeinde Lauchheim-Westhausen).

Eingemeindungen

Am 1. Januar 1972 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Lippach nach Westhausen eingemeindet.[3]

Politik

Die Gemeinde ist Mitglied im Gemeindeverwaltungsverband Kapfenburg mit Sitz in Westhausen.

Gemeinderat

Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 brachte folgendes Ergebnis:

  1. CDU/FB 45,0 % – 8 Sitze
  2. FBW 26,8 % – 4 Sitze
  3. SPD und Unabhängige 20,5 % – 3 Sitze
  4. Freie Grüne 7,8 % - 1 Sitz

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

  • Kreuzkirche (evangelisch)
  • St.-Mauritius-Kirche (katholisch)
  • Silvesterkapelle
  • Rathaus mit modernem Anbau
  • Feuerwehrhaus
  • Jagsttalbrücke
  • Wöllersteinhalle (große Sporthalle)

Parks

Freizeit

  • Das beheizte Freibad Westhausen zieht Besucher auch aus umliegenden Orten an.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Der Silvesterritt in Westhausen erfreut sich jedes Jahr großer Beliebtheit. Reitergruppen aus dem ganzen Ostalbkreis treffen sich am Mittag des 31. Dezembers in Westhausen, um einmal durch den Ort zu reiten. Über 200 Pferde sind dabei zu sehen.
  • Auch ein Faschingsumzug findet jährlich statt.

Kulinarische Spezialitäten

Die wohl bekannteste Westhausener Spezialität heißt Sackschlupfer, ein kleiner, sehr luftig gebackener Hefezopf. Er wird so genannt, da er aus sehr weichem Hefeteig hergestellt wird.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Westhausen ist durch die Bundesautobahn 7, Anschlussstelle Aalen/Westhausen, direkt über die Bundesstraße 29 erreichbar. Der 1987 für den Verkehr freigegebene dreispurige Albaufstieg der A 7 mit dem Agnesburgtunnel liegt auf dem Gebiet Westhausens. Zudem besitzt Westhausen durch die K 3319 eine direkte Verkehrsverbindung zur großen Kreisstadt Ellwangen und zur B 290.

Ferner besitzt Westhausen einen Haltepunkt an der Riesbahn (AalenDonauwörth).

Internet

Die Gemeinde Westhausen verfügt über eine flächendeckende Breitband-Infrastruktur. Diese umfasst eine DSL-Abdeckung sowie eine Kabel-Internet-Breitband-Infrastruktur. Dadurch sind in der Gemeinde Westhausen Breitband-Internet-Verbindungen mit Übertragungsraten von über 100 MBit/s, basierend auf einem Glasfasernetz durch den Breitband-Kabelanschluss der Unitymedia möglich.

Mobilfunk

Die Gemeinde Westhausen verfügt zudem über eine flächendeckende UMTS-Abdeckung. Dadurch sind sehr schnelle mobile Übertragungsraten mit über 7,2 MBit/s im Download sowie über 1,4 MBit/s im Upload flächendeckend über das UMTS/HSDPA-Netz möglich. Des Weiteren ist eine flächendeckende EDGE-Netzabdeckung vorhanden.[4]

Ansässige Unternehmen

Ein wichtiger Arbeitgeber in Westhausen ist der Werkzeughersteller Apex Tool Group, der hier einen Fertigungsstandort und die Hauptniederlassung für Europa hat.

Bildung

In Westhausen gibt es mit der Propsteischule seit 2012 eine Gemeinschaftsschule sowie mit der Jagsttalschule eine Förderschule für geistig Behinderte. Außerdem gibt es drei gemeindliche und einen römisch-katholischen Kindergarten.

Persönlichkeiten

  • Franz Feilmayr (1870–1934), Politiker, Reichstagsabgeordneter; ist im Ortsteil Westerhofen geboren.
  • Markus Elmer (* 1952), Fußballspieler, spielte in der A-Jugend für den TSV Westhausen.
  • Max Seckler (* 1927), Fundamentaltheologe

Einzelnachweise

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung für Westhausen.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 445.
  4. UMTS-Informationsseite mit allen Links zu den Netzbetreibern

Weblinks

 Commons: Westhausen (Württemberg)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Westhausen in der Beschreibung des Oberamts Ellwangen von 1886 – Quellen und Volltexte

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Westhausen (Württemberg) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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