Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft - LinkFang.de





Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft


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Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft
CEDEAO/ECOWAS

Englische Bezeichnung Economic Community of West African States (ECOWAS)
Französische Bezeichnung Communauté économique des États de l’Afrique de l’Ouest (CEDEAO)
Portugiesische Bezeichnung Comunidade Económica dos Estados da África Ocidental (CEDEAO)
Organisationsart Regionale wirtschaftliche und politische Kooperation
Sitz der Organe

Abuja (Nigeria)

Vorsitz Ellen Johnson Sirleaf
Parlamentarische Versammlung Westafrikanisches Parlament
Mitgliedstaaten
Amts- und Arbeitssprachen

Englisch, Französisch, Portugiesisch

Fläche 5.112.903 km²
Einwohnerzahl 335 Millionen[1]
(Schätzung 2014)
Bevölkerungsdichte 65,5 (Schätzung 2014) Einwohner pro km²
Bruttoinlandsprodukt

434 Mrd. US$
(Schätzung 2013)

Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner

1.300 US$
(Schätzung 2013)

Gründung

28. Mai 1975
(Vertrag von Lagos)

Währungen

(Gemeinschaftswährung
Eco geplant)

Zeitzone UTC−1 bis UTC+1
Tochterorganisationen
www.ecowas.int

Die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (französisch Communauté économique des États de l’Afrique de l’Ouest , kurz CEDEAO; englisch Economic Community of West African States, kurz ECOWAS) ist eine Internationale Organisation von derzeit 15 Staaten.

Geschichte

Die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft wurde am 28. Mai 1975 mit der Unterzeichnung des Vertrages von Lagos gegründet und trat 1976 in Kraft. 1978 folgte ein Nichtangriffsprotokoll und am 29. Mai 1981 ein Abkommen über gemeinsame Verteidigung durch die ECOWAS Monitoring Group (ECOMOG).

Der am 24. Juli 1993 in Cotonou (Benin) geschlossene Revised Treaty ersetzte den Vertrag von Lagos formell und stellte die ECOWAS auf eine neue rechtliche Grundlage. Ziel des Zusammenschlusses ist der Ausbau der wirtschaftlichen Integration. Dazu kamen im Laufe der Zeit weitere Ziele, u.a. eine graduelle politische Integration, die Ausdruck in der Einrichtung eines gemeinsamen westafrikanischen Gerichtshofes fand sowie in einem gemeinsamen westafrikanischen Parlament im Jahre 2001. Darüber hinaus ist mit der militärischen Intervention der ECOMOG in Liberia während des Bürgerkrieges Anfang der 90er Jahre eine wichtige sicherheitspolitische Rolle hinzugekommen, die den sich verändernden Rahmenbedingungen nach Ende des Kalten Krieges Rechnung tragen solle.

Ziel zum Zeitpunkt der Gründung war es, „kollektive Selbstversorgung“ für die Mitgliedsstaaten zu erreichen, möglich durch die Errichtung eines gemeinsamen Binnenmarktes und einer Wirtschafts- und Währungsunion. Die zuletzt beschlossene Einführung des Eco als westafrikanische Währung wurde nach 2004 noch einmal 2009 verschoben, da aufgrund der politischen und ökonomischen Probleme die vereinbarten Konvergenzkriterien nicht von allen Beteiligten erfüllt werden konnten. Die Einführung ist nun für 2020 geplant.[2]

Mauretanien, eines der Gründungsmitglieder, verließ 2001 die Gemeinschaft, um sich politisch mehr im arabisch-afrikanischen Raum zu orientieren (Arabische Liga, Union des Arabischen Maghreb).

Innergemeinschaftlich ist die Struktur der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft durch eine starke Vormachtstellung Nigerias gekennzeichnet. Auch das Sekretariat hat seinen Sitz im nigerianischen Abuja. Das Land stellt mehr als die Hälfte der Bevölkerung und Wirtschaftskraft der Gemeinschaft. Innerhalb der ECOWAS gibt es noch eine eigene, frankophone Gemeinschaft ähnlicher Struktur, die zumindest derzeit noch als Konkurrenz zur größeren Organisation angesehen werden muss.

Organe

  • Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs (jährlich)
  • ECOWAS Kommission (1977 bis 2006 als Exekutivrat bezeichnet)
  • ECOWAS Parlament (seit März 2012 mit 115 Mitgliedern)
  • ECOWAS Gerichtshof (bestehend aus sieben Richtern)
  • Entwicklungsbank EBID (ECOWAS Bank for Investment and Development) mit Sitz in Lomé (Togo) wurde 1999 gegründet und hat zwei Tochtergesellschaften:
    • Regional Bank of Investment of CEDEAO (Banque Régionale pour l’Investissement de la CEDEAO, BRIC) für die Finanzierung des privaten Sektors und
    • Fonds Régional pour le Développement de la CEDEAO (FRDC) für die Finanzierung des öffentlichen Sektors, durch die die schwache Entwicklung des privaten Banksektors in der Region kompensiert werden soll.

Mitgliedsstaaten und Kennzahlen

Quelle sofern nicht anders genannt: World Fact Book, 2016

Staat Hauptstadt Bevölkerung Fläche (km²) BIP
(Millionen US-Dollar)
Amtssprache
Benin Benin1 Porto-Novo 1.448.600 112.622 8.47 Französisch
Burkina Faso Burkina Faso1 Ouagadougou 18.931.700 274.200 11.01 Französisch
Elfenbeinküste Elfenbeinküste1, 3 Yamoussoukro 23.295.300 322.463 31.17 Französisch
Gambia Gambia2 Banjul 1.967.700 11.300 893 Englisch
Ghana Ghana2 Accra 26.327.649 238.533 36,04 Englisch
Guinea Guinea2,3 Conakry 11.780.162 245.857 6.70 Französisch
Guinea-Bissau Guinea-Bissau1 Bissau 1.726.200 36.125 1.06 Portugiesisch
Kap Verde Kap Verde Praia 546.000 4.033 1.595 Portugiesisch
Liberia Liberia2,3 Monrovia 4.195.700 111.369 2.04 Englisch
Mali Mali1 Bamako 16.955.500 1.240.192 13.07 Französisch
Niger Niger1 Niamey 18.045.870 1.266.700 7.15 Französisch
Nigeria Nigeria2 Abuja 181.562.100 923.768 490,20 Englisch
Senegal Senegal1 Dakar 13.975.800 196.722 13.67 Französisch
Sierra Leone Sierra Leone2,3 Freetown 5.879.100 71.740 4.17 Englisch
Togo Togo1 Lomé 7.552.300 56.785 4,17 Französisch

1Diese Länder bilden zudem die Westafrikanische Wirtschafts- und Währungsunion (UEMOA).
2Diese Länder bilden zudem die Westafrikanische Währungszone (WAMZ).
3Diese Länder bilden zudem die Mano River Union (MRU).
aAnzahl Ärzte pro 10.000 Einwohner.

Führungspersonen

Geschäftsführende Sekretäre des Exekutivrates (1977–2006)

Amtszeit Sekretär/in Mitgliedstaat
Januar 1977–1985 Aboubakar Diaby Ouattara Elfenbeinküste Elfenbeinküste
1985–1989 Momodu Munu Sierra Leone Sierra Leone
1989–1993 Abass Bundu Sierra Leone Sierra Leone
1993–1997 Edouard Benjamin Guinea Guinea
September 1997 bis 31. Januar 2002 Lansana Kouyaté Guinea Guinea
1. Februar 2002 bis 31. Dezember 2006 Mohamed Ibn Chambas Ghana Ghana

Präsidenten der ECOWAS-Kommission (seit 2007)

Amtszeit Präsident/in Mitgliedstaat
1. Januar 2007 bis 18. Februar 2010 Mohamed Ibn Chambas Ghana Ghana
18. Februar 2010 bis 1. März 2012 James Victor Gbeho Ghana Ghana
seit 1. März 2012 Kadré Désiré Ouédraogo Burkina Faso Burkina Faso

Vorsitzende

Amtszeit Vorsitzende/r Mitgliedstaat
1977–1978 Gnassingbé Eyadéma Togo Togo
1978–1979 Olusegun Obasanjo Nigeria Nigeria
1979–1980 Léopold Sédar Senghor Senegal Senegal
1980–1981 Gnassingbé Eyadéma Togo Togo
1981–1982 Siaka Stevens Sierra Leone Sierra Leone
1982–1983 Mathieu Kérékou Benin Benin
1983–1984 Ahmed Sékou Touré Guinea Guinea
1984–1985 Lansana Conté Guinea Guinea
1985 bis 27. August 1985 Muhammadu Buhari Nigeria Nigeria
27. August 1985 bis 1989 Ibrahim Babangida Nigeria Nigeria
1989–1990 Dawda Jawara Gambia Gambia
1990–1991 Blaise Compaoré Burkina Faso Burkina Faso
1991 – 1992 Dawda Jawara Gambia Gambia
1992 – 1993 Abdou Diouf Senegal Senegal
1993 – 1994 Nicéphore Dieudonné Soglo Benin Benin
1994 bis 27. Juli 1996 Jerry Rawlings Ghana Ghana
27. Juli 1996 bis 8. Juni 1998 Sani Abacha Nigeria Nigeria
9. Juni 1998 bis 1999 Abdulsalami Abubakar Nigeria Nigeria
1999 Gnassingbé Eyadéma Togo Togo
1999 bis 21. Dezember 2001 Alpha Oumar Konaré Mali Mali
21. Dezember 2001 bis 31. Januar 2003 Abdoulaye Wade Senegal Senegal
31. Januar 2003 bis 19. Januar 2005 John Agyekum Kufuor Ghana Ghana
19. Januar 2005 bis 19. Januar 2007 Mamadou Tandja Niger Niger
19. Januar 2007 bis 19. Dezember 2008 Blaise Compaoré Burkina Faso Burkina Faso
19. Dezember 2008 bis 18. Februar 2010 Umaru Yar’Adua Nigeria Nigeria
18. Februar 2010 bis 16. Februar 2012 Goodluck Jonathan Nigeria Nigeria
17. Februar 2012 bis 28. März 2014 Alassane Ouattara Elfenbeinküste Elfenbeinküste
seit 28. März 2014 John Dramani Mahama Ghana Ghana

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Länderdatenbank auf Weltbevölkerung.de
  2. Again, hope dims for Eco’s takeoff in 2015 14. Januar 2013 in The Nigeria Guardian (Abgerufen am 15. Januar 2013)

Kategorien: Internationale Wirtschaftsorganisation | Afrikanische Organisation | Wirtschaft (Afrika) | Wirtschaft (Ghana) | Währungsunion

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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