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Werner Bruschke


Werner Bruschke (* 18. August 1898 in Magdeburg; † 17. Februar 1995 in Halle (Saale)) war ein deutscher Politiker. Er war von 1949 bis 1952 Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt in der DDR.

Leben

Der Sohn eines Metallarbeiters absolvierte von 1912 bis 1916 in Magdeburg eine Ausbildung zum Schlosser. Er trat 1912 der Sozialistischen Arbeiterjugend und 1916 der SPD bei. Von Januar 1917 bis Februar 1919 leistete er Militärdienst und war Soldat im Ersten Weltkrieg. Von 1919 bis 1927 arbeitete er als Schlosser in Magdeburg. Danach war er hauptamtlicher Funktionär der SPD und von 1931 bis 1933 Mitglied des Landtages der Provinz Sachsen.

Ab 1933 arbeitete er als Tabakwarenhändler und später Versicherungsvertreter. Aufgrund seiner illegalen politischen Tätigkeit wurde er mehrmals inhaftiert. Im Januar 1939 wurde er erneut in Untersuchungshaft genommen und im Juli 1941 durch das Landesgericht Magdeburg wegen Hoch- und Landesverrat zu einem Jahr Gefängnis und anschließender Schutzhaft verurteilt. Von 1942 bis Mai 1945 war er als Häftling in den Konzentrationslagern Sachsenhausen und Dachau.

Am 12. Juni 1945 traf er aus Dachau kommend in Magdeburg ein, wo er mit dem Aufbau der SPD im Bezirk Magdeburg-Anhalt beauftragt wurde. Am 10. August 1945 kam es zur Bildung eines Provinzvorstandes der SPD mit Sitz in Halle (Saale) unter Werner Bruschke. Die Funktion des Sekretärs der SPD-Provinzleitung Sachsen konnte er nur kurz ausüben, da er bereits am 1. Dezember 1945 die Aufgaben des tödlich verunglückten Willy Lohmann (LDP) als Vizepräsident für Volksbildung der Provinz Sachsen übernehmen musste. Er gehörte aber weiterhin dem Sekretariat der Provinz- bzw. Landesleitung der SPD an.

Im Januar 1946 wurde er vom Chef der sowjetischen Militäradministration (SMA) für die Provinz Sachsen General Kotikow als Regierungspräsident des Regierungsbezirks Magdeburg eingesetzt. Von Dezember 1946 bis Oktober 1949 war er Finanzminister von Sachsen-Anhalt und von September 1948 bis Dezember 1949 mit Bernhard Koenen SED-Landesvorsitzender. Seit 1946 war er Mitglied des Landtages Sachsen-Anhalt und 1948/49 des Deutschen Volksrates. Von 1948 bis 1954 war Mitglied des Parteivorstandes bzw. des Zentralkomitees der SED. Nach Gründung der DDR war er von Oktober 1949 bis 1954 Abgeordneter der Volkskammer und von Oktober 1949 bis Juli 1952 Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, danach bis 1954 Vorsitzender des Rates des Bezirkes Halle, Bezirkstagsabgeordneter und Mitglied des SED-Bezirksleitung. Im November 1954 trat er von seinen hauptamtlichen Funktionen aus gesundheitlichen Gründen zurück. Von März 1956 bis Dezember 1957 war er Vorsitzender der Bezirksrevisionskommission Halle der SED. Er wurde aus der Bezirksrevisionskommission entlassen, weil er geduldet hatte, dass seine Frau nach Westdeutschland fuhr, ohne dass er das Büro der Bezirksleitung davon in Kenntnis setzte. Anschließend wurde er Rentner, blieb aber Abgeordneter des Bezirkstages Halle.

Bruschke wurde mehrmals mit dem Vaterländischen Verdienstorden, darunter 1988 mit der Ehrenspange zum Vaterländischen Verdienstorden in Gold ausgezeichnet. 1960 erhielt er außerdem den Orden Banner der Arbeit, 1973 den Karl-Marx-Orden und 1983 den Orden Großer Stern der Völkerfreundschaft in Gold.

Schriften

  • Für das Recht der Klasse - für die Macht der Arbeiter und Bauern, Halle 1981

Literatur

Weblinks


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Werner Bruschke (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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