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Weizsäcker


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Dieser Artikel beschreibt das Adelsgeschlecht; für den Asteroiden, siehe (13531) Weizsäcker, für den Politiker Richard von Weizsäcker siehe auch dort.

Weizsäcker bzw. Weitzsäcker[1] ist der Name eines pfälzisch-württembergischen Geschlechts von ursprünglich Müllern, das in einer – der Öhringer – Linie im 19. Jahrhundert in das Bildungsbürgertum aufstieg. Dem Tübinger Theologen und Universitätskanzler Karl Heinrich Weizsäcker wurde 1861 der persönliche Adel verliehen. Dessen Sohn Karl Hugo wurde 1897 der persönliche Adel verliehen und 1916 wurde er als württembergischer Ministerpräsident in den erblichen Freiherrenstand erhoben.[2] Auch in der Weimarer Republik, im Dritten Reich und in der Bundesrepublik bekleideten Familienmitglieder herausgehobene Funktionen.

Der bekannteste Vertreter der Familie ist der 2015 verstorbene Bundespräsident Richard von Weizsäcker.

Geschichte

Ursprung des Geschlechts

Die Weizsäcker führen sich auf Stammesverwandte des 1294 urkundlichen Ritters Peter Wazach (Wadtsacher) zurück, der Vasall des Grafen Walram I. von Zweibrücken war. Der selbst kinderlose Peter Wazach war offenbar ein Angehöriger der Familie Watsacher aus Weilheim in Oberbayern, wo diese Besitzer des heute noch bestehenden Gutshofes Waitzacker war.

Die urkundlich belegte Stammfolge des Geschlechts, das wahrscheinlich von der Waadsacker Mühle (auch Woodsacker Mühle, heute Woogsacker Mühle), einem ehemaligen Besitz des Peter Wazach bei Niederbexbach stammt, beginnt mit dem um 1535 geborenen Friedrich Weidsecker, der Müller zu Kleeburg im Niederelsass war.[3]

Friedrich Weidseckers Sohn Friedrich Wadsacker wanderte vor 1610 nach Waldmohr unweit von Niederbexbach zu und übernahm die Waldmohrer Mühle. Sein Sohn Nicolaus Weizsäcker (auch Waadsecher, Wadsacker, Waidsacher, Waidsecker und Weidtseckher) (1612–1673) erwarb 1650 die Mühle seines Schwiegervaters, die Bernhardsmühle bei Neuenstein, wo er der Stammvater der zwölf heute blühenden Linien des Geschlecht wurde, von denen vor allem einem Zweig der Öhringer Linie ein bemerkenswerter gesellschaftlicher Aufstieg gelang.[4]

Das über viele Generationen ausgeübte Müllerhandwerk galt nämlich, aus dem Mittelalter herrührend, aus unterschiedlichen Gründen als anrüchig.[5][6][7][8][9][10][11] Der Beruf des Müllers zählte vielerorts teils bis weit in das 19. Jahrhundert hinein[11][12] zu den „unehrlichen“ Berufen. Die Müller rechneten deswegen zu den unterständischen Schichten und standen am ständegesellschaftlichen Rand. Teilweise gingen Familienmitglieder diesem Erwerb, inzwischen ein ehrbarer Handwerksberuf, in der angestammten Heimat noch bis in die jüngste Zeit (Stand 1987) nach.

Öhringer Linie

Die Öhringer Linie, eine von zwölf heute blühenden Linien des Geschlechts, geht auf Gottlieb Jacob Weizsäcker (1736–1821) zurück. Dieser erlernte zunächst ebenfalls das Müllerhandwerk im heutigen Öhringer Teilort Eckartsweiler, wechselte dann aber in die Dienste der Grafen von Hohenlohe-Öhringen und wurde 1768 Hofmundkoch[13] des zwischenzeitlich zum Fürsten erhobenen Dienstherrn in der rund 3.000 Einwohner umfassenden Residenz Öhringen. Der ältere Sohn Carl Friedrich Gottlob Weizsäcker (1774–1835) wurde Stadtschultheiß von Öhringen. Seine Nachkommen blieben den handwerklichen Wurzeln treu und wurden über Generationen vornehmlich Optiker.

Die Ausbildung des begabten jüngeren Sohnes Christian Ludwig Friedrich Weizsäcker (1785–1831) wurde, wie in jener Zeit nicht unüblich, vom Dienstherrn gefördert. Obgleich die Familie nach dem Tode Gottlieb Jacob Weizsäckers in Armut fiel, sicherte die weitere Förderung des Sohnes den gesellschaftlichen Aufstieg. 1806 wurde das Fürstentum mediatisiert, Öhringen war nunmehr eine zum Königreich Württemberg gehörende Oberamtsstadt. Christian Ludwig Friedrich Weizsäcker brachte es 1829 zum Stiftsprediger in Öhringen, nachdem der Stadtpfarrer auf die schlechter besoldete Stelle verzichtet hatte. Zwar war der Stiftsprediger geistlicher Beistand des Fürsten, aber dieser war seit 1806 nur formell noch Fürst, real indes bedeutungslos. Christian Weizsäcker, von schwächlicher Gesundheit, übte sein Amt von Beginn an ohnehin kaum aus und verstarb zwei Jahre später, seine 34-jährige Witwe unversorgt zurücklassend.

Durch Christian Ludwig Friedrich Weizsäckers erfolgreichen Anschluss an das Bildungsbürgertum scheint jedoch die Wurzel für den weiteren Aufstieg gelegt gewesen zu sein – seine Frau setzte als „bedrängte Witwe“ 1839 die kostenlose Aufnahme des Sohnes Carl Heinrich Weizsäcker in das Seminar Schöntal durch. 1859 wurde er Oberkonsistorialrat – „der arme Junge aus Öhringen besaß nun Rang und Namen.“[14] Später wurde er Theologieprofessor und 1861 schließlich in den persönlichen Adelsstand erhoben. Ein jüngerer Bruder war der spätere Historiker Julius Weizsäcker.

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts war dieser Zweig der Familie damit fest im Bildungsbürgertum verwurzelt und hat seitdem namhafte Mitglieder hervorgebracht, die das Bild der weitverzweigten Familie in der Öffentlichkeit prägen. Kurz vor dem Ende des Deutschen Kaiserreichs gelang einem Mitglied der Öhringer Linie noch der Aufstieg in den erblichen Adel: Karl Hugo Weizsäcker, Ministerpräsident des Königreichs Württemberg, wurde 1897 erst in den persönlichen Adels- und 1916 in den erblichen Freiherrenstand erhoben.

Hohe Ämter in vier unterschiedlichen Regierungssystemen

Dass die Familie Weizsäcker in vier unterschiedlichen Regierungssystemen (Kaiserzeit, Weimarer Republik, NS-Diktatur, Bundesrepublik) Staatsdiener und Politiker hervorgebracht haben (Ministerpräsident, Staatssekretär, Bundespräsident, Abgeordnete), macht sie zu einer der wenigen "politischen Familien" in Deutschland, während in anderen Ländern mit einer größeren historischen Kontinuität (z.B. USA, Großbritannien) politische Familien deutlich häufiger sind. Vor dem Hintergrund der sehr wechselhaften deutschen Geschichte hinterfragt der politische Philosoph Gerard Radnitzky kritisch-ironisch, ob bei den Weizsäckers möglicherweise von einer „angeborenen political correctness“ gesprochen werden könne.

Die Weizsäcker in der Weimarer Republik

Der Publizist Ralph Giordano attestiert der Familie für diese Zeit eine Gesinnung, die damals für Teile des Adels und des Bildungsbürgertums nicht untypisch war und die zum Scheitern der Weimarer Republik beigetragen hat:[15]

„Als Karl Hugo von Weizsäcker, hochgeehrt, im Februar 1926 stirbt, ist das politische Familienterrain abgesteckt: Demokratiefremdheit, ja -feindschaft, Befangenheit im obrigkeitsstaatlichen Denken monarchischer Prägung.“

Die Weizsäcker in der Nazi-Diktatur

Trotz eines bildungsbürgerlichen inneren Abstands zum Nationalsozialismus machte eine ganze Reihe bekannter Mitgliedern der Familie auch im Dritten Reich Karriere.[16][17] [18][19][20][21] Hervorzuheben in diesem Zusammenhang sind die folgenden Familienmitglieder des Öhringer Zweigs:

Der Diplomat Ernst von Weizsäcker war 1938 bis 1943 Staatssekretär im Außwärtigen Amt unter Ribbentrop, trat zum Amtsantritt in die NSDAP ein (Mitgliedsnummer 4 814 617) und wurde im Nürnberger Wilhelmstraßen-Prozess gegen hohe Beamten des NS-Staates zu fünf Jahren Haft verurteilt, unter anderem wegen der Mitschuld an der Deportation französischer Juden. Seine Rolle wird von Historikern kontrovers diskutiert, da er in der ersten Phase seiner Amtszeit in vergeblicher Obstruktion versuchte, den Ausbruch des Kriegs zu verhindern, und später diverse Kontakte zum Widerstand gegen Hitler hatte, dem er sich aber nicht anschloss.

Der Physiker und Philosoph Carl Friedrich von Weizsäcker war zwar nicht Mitglieder der NSDAP, arbeitete aber zur NS-Zeit am Kaiser-Wilhelm-Institut für Physik an der Entwicklung von Atomwaffen in einer Gruppe, der auch Werner Heisenberg und Otto Hahn angehörten. Zu Beginn des Krieges erhoffte sich Weizsäcker nach eigenen Angaben politische Einflussmöglichkeiten durch das Uranprojekt. Er entwickelte die Theorie der Plutoniumbombe und gehörte 1941 zu den Hauptautoren der Patentanmeldung für eine Kernwaffe. Unabhängige Historiker kommen zum Schluss, Weizsäcker und Heisenberg hätten im Vergleich zu anderen Beteiligten an der deutschen Kernwaffenforschung (Kurt Diebner, Walther Gerlach) offensichtlich nicht alle ihnen zur Verfügung stehenden Mittel genutzt, um die Nationalsozialisten mit Kernwaffen zu versorgen.[22] Andererseits hätten sie die Umstände auch nicht veranlasst, ihre Arbeit zu unterbrechen oder zu verzögern, geschweige denn, Widerstand gegen den Nationalsozialismus zu leisten.[23]

Der Mediziner und Begründer der Psychosomatik Viktor von Weizsäcker war kein NSDAP-Mitglied, aber er erhoffte sich von der NS-Revolution eine Überwindung der von ihm stark empfundenen gesellschaftlichen und sozialen Krise und war der Meinung, seine medizinischen Vorstellungen könnten hierzu einen Beitrag leisten. In seinen Vorlesungen hat er unter anderem mit dem Begriff der "Vernichtungslehre" befasst und das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses begrüßt. An Weizsäckers Institut in Breslau forschte Hans Joachim Scherer 1942 bis 1944 an Gehirnen, die von getöteten geistig behinderten Kindern stammten. Laut Medizinhistoriker Udo Benzenhöfer ist ausgeschlossen, dass Weizsäcker diese Forschung initiiert hat, und nicht belegt, dass er von der Herkunft der Präparate wusste. Es stelle sich aber die Frage, ob Weizsäcker "als Institutsdirektor nicht hätte nachfragen müssen, wie Scherer zur der großen Zahl an Präparaten kam."[24]

Die Weizsäcker in der Bundesrepublik

In der Nachkriegszeit spielte für die Familie die Auseinandersetzung mit der Nazizeit eine große Rolle. Nach außen stand die Rechtfertigung des eigenen Handelns anfänglich im Vordergrund. Besonders offensichtlich ist dies für Ernst von Weizsäcker im Wihelmsstraßen-Prozess, bei der Richard von Weizsäcker für seinen Vater als Hilfsverteidiger arbeitete. Aber auch Carl Friedrich von Weizsäcker entwickelt eine Rechtfertigungsstrategie, wie man den Gesprächsprotokollen der im Rahmen der Operation Epsilon internierten Physiker aus Farm Hall entnehmen kann.[25] Parallel setzt die Beschäftigung mit den eigenen Irrtümern und der eigenen Schuld ein. Dies dürfte zum Beispiel zur maßgeblichen Rolle von Carl Friedrich von Weizsäcker bei der Göttinger Erklärung gegen die atomare Bewaffnung der Bundeswehr beigetragen haben.

Für den späteren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker war die öffentliche und private Auseinandersetzung mit der Nazizeit durch seinen Vater, seinen ältesten Bruder und seinen Onkel neben der eigenen fast sechsjährigen Kriegsteilnahme als Soldat sicherlich prägend. Es ist davon auszugehen, dass diese Familiengeschichte auch seine berühmteste Rede als Bundespräsident am 8. Mai 1985 Zum 40. Jahrestag der Beendigung des Krieges in Europa und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft maßgeblich beeinflusst hat.

Wappen

Das freiherrliche Wappen nach dem Diplom von 1916 zeigt in Blau auf grünem Boden drei goldene Weizenähren (entsprechend dem Stammwappen des Geschlechts, nach Familiensiegeln seit dem 18. Jahrhundert, anspielend auf den Familiennamen und den Müllerberuf der Vorfahren). Auf dem Helm mit blau-goldenen Decken aus einem schräg nach vorn liegenden Stamm hervorwachsend ein natürlicher Birken- oder Maibaum (diese Helmzier wegen der Ehefrau des Geadelten, einer geb. von Meibom).[26]

Bekannte Namensträger

Öhringer Linie

  1. Gottlieb Jacob Weizsäcker (1736–1821), Hofmundkoch der Fürsten von Hohenlohe-Öhringen in Öhringen
    1. Christian Ludwig Friedrich Weizsäcker (1785–1831), Stiftsprediger von Öhringen
      1. Hugo Weizsäcker (1820–1834)
      2. Karl Heinrich von Weizsäcker (1822–1899), protestantischer Theologe, Kanzler der Eberhard-Karls-Universität Tübingen; ∞ Auguste Sophie Dahm (1824–1884)
        1. Sophie Auguste von Bilfinger, geb. Weizsäcker (1850–1915)
        2. Karl Hugo Freiherr von Weizsäcker (1853–1926), württembergischer Ministerpräsident von 1906 bis 1918; ∞ Paula von Meibom (1857–1947)
          1. Carl Victor von Weizsäcker (1880–1914), Legationsrat, gefallen
          2. Ernst Heinrich Freiherr von Weizsäcker (1882–1951), Diplomat und Staatssekretär im Auswärtigen Amt 1938–1943; ∞ Marianne von Graevenitz (1889–1983)
            1. Carl Friedrich Freiherr von Weizsäcker (1912–2007), Physiker und Philosoph; ∞ Gundalena Wille (1908–2000), Schweizer Historikerin
              1. Carl Christian Freiherr von Weizsäcker (* 1938), Professor für Volkswirtschaftslehre
                1. Johannes Freiherr von Weizsäcker (* 1973), Musiker[27]
              2. Ernst Ulrich Michael Freiherr von Weizsäcker (* 1939), Naturwissenschaftler und Politiker; ∞ Christine Radtke, Biologin[28]
                1. Jakob Freiherr von Weizsäcker (* 1970), Volkswirt und seit der Europawahl 2014 Mitglied des Europäischen Parlaments.[29]
              3. Bertha Elisabeth Raiser geb. Freiin von Weizsäcker (* 1940), Historikerin
              4. Heinrich Wolfgang Freiherr von Weizsäcker (* 1947), Professor für Mathematik
                1. Georg Freiherr von Weizsäcker (* 1973), Professor für Volkswirtschaftslehre
            2. Adelheid Marianne Viktoria Freiin von Weizsäcker (1916–2004), ∞ Botho-Ernst Graf zu Eulenburg-Wicken
            3. Heinrich Viktor Freiherr von Weizsäcker (1917–1939), gefallen
            4. Richard Karl Freiherr von Weizsäcker (1920–2015), Bundespräsident 1984–1994; ∞ Marianne von Kretschmann (* 1932), deutsche Politikergattin
              1. Robert Klaus Freiherr von Weizsäcker (* 1954), Professor für Volkswirtschaftslehre
              2. Andreas Freiherr von Weizsäcker (1956–2008), Künstler und Professor für Kunst
              3. Marianne Beatrice Freiin von Weizsäcker (* 1958), Juristin und freie Journalistin
              4. Fritz Eckhart Freiherr von Weizsäcker (* 1960), Arzt und Professor für Medizin
          3. Viktor Freiherr von Weizsäcker (1886–1957), Neurologe; ∞ Olympia Curtius
            1. Robert Karl Ernst Freiherr von Weizsäcker (1920–1942), vermisst
            2. Ulrike Gerda Freiin von Weizsäcker (1923–1948)
            3. Eckhardt Freiherr von Weizsäcker (1925–1945), gefallen
            4. Cora Penselin, geb. Freiin von Weizsäcker (1929–2009)
          4. Paula von Weizsäcker (1893–1933), Landwirtin
        3. Marie Auguste Bruns, geb. Weizsäcker (1857–1939); ∞ Paul von Bruns
        4. Julie Weizsäcker (1861–?)
      3. Julius Ludwig Friedrich Weizsäcker (1828–1889), Historiker
        1. Julius Hugo Wilhelm Weizsäcker (1861–1939), Anwalt
          1. Adolf Weizsäcker (1896–1978), Psychologe und Pädagoge
        2. Heinrich Weizsäcker (1862–1945), Professor für Kunstgeschichte
          1. Karl Hermann Wilhelm Weizsäcker (1898–1918)

Andere Linien

Literatur

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. Die beiden einzigen heutigen unterschiedlichen Schreibweisen der zwölf blühenden Linien, in die sich das Geschlecht gliedert – früher, bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts, in den verschiedensten auch nur denkbaren Varianten
  2. Vgl. Genealogisches Handbuch des Adels, Freiherrliche Häuser B Bd. VI, Bd. 62 der Gesamtreihe, Limburg (Lahn) 1976, S. 446
  3. Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band XVI, S. 51–52, Band 137 der Gesamtreihe, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 2005, ISSN 0435-2408
  4. Martin Wein: Die Weizsäckers
  5. E. Götzinger (Hrsg.): Reallexicon der Deutschen Altertümer. Leipzig 1885, S. 667
  6. Günter Bayerl: Müller. In: Reinhold Reith (Hrsg.): Lexikon des alten Handwerks. Vom späten Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert, München 1990, S. 171
  7. Werner Danckert: Unehrliche Leute: die verfemten Berufe. 1963, S. 127ff
  8. Martina Switalski: Landmüller und Industrialisierung: Sozialgeschichte fränkischer Mühlen im 19. Jahrhundert. Band 450 der Internationalen Hochschulschriften, 2005, S. 153ff
  9. Bernd-Ulrich Hergemöller: Randgruppen der spätmittelalterlichen Gesellschaft. 2001, S. 54, 219ff
  10. Wolfgang von Hippel: Armut, Unterschichten, Randgruppen in der frühen Neuzeit, Band 34 von Enzyklopädie deutscher Geschichte, 1995, S. 36f
  11. 11,0 11,1 Johannes Mager, Günter Meissner, Wolfgang Orf: Die Kulturgeschichte der Mühlen. 1989, S. 154f
  12. Martina Reiling: Bevölkerung und Sozialtopographie Freiburgs i. Br. im 17. und 18. Jahrhundert: Familien, Gewerbe und sozialer Status. Band 24 der Veröffentlichungen aus dem Archiv der Stadt Freiburg im Breisgau, 1989, S. 102 „Müller galten vielerorts und lange Zeit über das Mittelalter hinaus als unehrlich“.
  13. Die – meist mehreren – Mundköche unterstanden dem Küchenmeister. Ernst von Malortie: Der Hof-Marschall: Handbuch zur Einrichtung und Führung eines Hofhalts. 1846, S. 84 f.
  14. Martin Wein: Die Weizsäckers, S. 52
  15. Ralph Giordano: Weizsäcker und andere Deutsche. In: Der Spiegel. Nr. 11, 1989, S. 63 (online ).
  16. Richard von Weizsäcker: Vier Zeiten. Erinnerungen, Berlin 1997, S. 29: „Allmählich entwickelte sich eine Familie der Pfarrer und Wissenschaftler, der Beamten und Politiker. Es ging ohne Vererbung von Titeln, Höfen und Vermögen vor sich. Jede Generation hatte ihren Platz selbst zu erwerben. Entscheidend bleibt die individuelle Qualifikation, gemäß den Regeln der werdenden Bürgergesellschaft, die die Leistungselite der Geburtselite gegenüberstellt.“
  17. Günter Hofmann, Richard von Weizsäcker: Ein deutsches Leben, 2010, S. 28: „Eine Familie, die Reputation gewann und mitreden wollte, in Öhringen, Tübingen, Stuttgart und über Stuttgart hinaus.“
  18. Hofmann, S. 29: „Gesichert war inzwischen die Basis: Um Aufstieg musste die Familie längst nicht mehr ringen, sie gehörte zur bürgerlichen Elite.“
  19. Leonidas Hill (Hrsg.), Die Weizsäcker-Papiere 1933–1950, Frankfurt am Main/Berlin/Wien 1974, Band 2, S. 70: Ende März 1933 gelangte Ernst von Weizsäcker zu der „einfachen Wahrheit“, „daß dieses Regime nicht umschmeißen darf. ... Man muß ihm alle Hilfe und Erfahrung angedeihen lassen und dafür sorgen, daß die jetzt einsetzende zweite Etappe der neuen Revolution eine ernsthaft konstruktive wird.“
  20. Weizsäcker-Papiere, Band 2, S. 100: Ernst von Weizsäcker 1936 zu der ihm provisorisch übertragenen Leistung der Politischen Abteilung des Auswärtigen Amtes „ ..., versuche meinen Aktionsradius nach Kräften zu erweitern und habe ein Programm. Was will man mehr mit 54 Jahren ...“
  21. Weizsäcker-Papiere, Band 2, S. 125 (Notiz vom 3. April 1938) vermerkt Ernst von Weizsäcker nach seiner Ernennung zum Staatssekretär im Auswärtigen Amt „Karls (Anm.: sein gefallener Bruder) heutigen Geburtstag begehe ich in einer Art Vermächtnisstimmung. Ohne seinen Vortritt im Auswärtigen Amt wäre ich wohl nie in dieses Haus gekommen. Er hat seinen Platz dort ausgefüllt. Für mich kommt das Examen nun erst.“
  22. EINE WAFFENSCHMIEDE? KERNWAFFEN – UND REAKTORFORSCHUNG AM KAISER-WILHELM-INSTITUT FÜR PHYSIK p. 39 (PDF)
  23. ebdt. S. 40
  24. Udo Benzenhöfer: Der Arztphilosoph Viktor von Weizsäcker. Leben und Werk im Überblick. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2007, S. 171.
  25. Auszug aus dem Farm-Hall-Transkript. Abgerufen am 21.5.2016.
  26. Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band XVI, S. 51–52, Band 137 der Gesamtreihe, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 2005, ISSN 0435-2408
  27. http://www.spiegel.de/kultur/musik/neue-alben-erfolg-sufjan-stevens-lonelady-tobias-jesso-jr-a-1024634.html
  28. green.finanztreff.de GreenFinancials, 6. Dezember 2010
  29. [1]
  30. Martin Wein, S. 18

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