Weira - LinkFang.de





Weira


Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Weira. Zum namensgebenden Nebenbach der Saale siehe Weira (Saale).
Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Saale-Orla-KreisVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verwaltungs­gemeinschaft: Oppurg
Höhe: 390 m ü. NHN
Fläche: 14,83 km²
Einwohner: 379 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 26 Einwohner je km²
Postleitzahl: 07806
Vorwahl: 036481
Kfz-Kennzeichen: SOK, LBS, PN, SCZ
Gemeindeschlüssel: 16 0 75 121
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Türkenhof 5
07381 Oppurg
Bürgermeister: Martin Jakob
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Weira ist eine Gemeinde im thüringischen Saale-Orla-Kreis. Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Weira und Krobitz und ist der Verwaltungsgemeinschaft Oppurg zugehörig. In der Gemeinde ist ein Industrie- und Gewerbepark angesiedelt, der etwa 60 ha umfasst.

Lage

Weira befindet sich mit seiner Gemarkung an der Nordabdachung des Thüringer Schiefergebirges mit Übergang der Böden in die Orlasenke. Das Gelände ist kupiert. Nördlich grenzt Weira an die Gemeinden Lausnitz und Neunhofen, deren gemeinsame Grenze im Mühlengrund im Zechsteinriffgebiet der Orlasenke verläuft. Auf Höhe der Orla bei der Schlagmühle hat Weira seinen geografisch tiefsten Punkt der Gemeinde mit ca. 290 m/NN. Westlich begrenzt wird Weira durch Oberoppurg und Quaschwitz entlang des Dürrbachgrunds. In südlicher Richtung steigt die Höhenlage auf ca. 520 m (Probst), die Nachbargemeinden Dreba und Knau begrenzen Weira dort entlang des Brüßbachs, südlich des Gewerbeparks. Die östlichen Grenzen teilt sich Weira entlang des Siechenbachs mit Kleina und Steinbrücken sowie mit Kospoda und dessen Ortsteil Meilitz. Die nächstgelegene Stadt ist Neustadt an der Orla. Durch die Ortsverbindungsstraße nach Kolba wird ein Anschluss an die Bundesstraße 281 erreicht, wodurch die ehemalige Kreisstadt Pößneck erreicht werden kann.

Schutzgebiete und Wanderziele

Geschichte

Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort am 31. Juli 1307. Der Ortsteil Krobitz wurde bereits 1074 erwähnt.[2] Im 16. Jahrhundert wurde die dem heiligen Nikolaus gewidmete Wehrkirche errichtet, die den Einwohnern Schutz bei kriegerischen Auseinandersetzungen bieten sollte. Im 17. Jahrhundert konnte durch die Errichtung eines Tonnengewölbes als Kanalisation der hochwassergeplagte Ortskern trockengelegt werden.

Hauptartikel: St. Nikolaus (Weira)

1841 wurde die Holländerwindmühle erbaut. Sie besaß neben dem Getreidemahlgang seit 1841 ein Lohe-Stampfwerk. Bis 1938 lief der Betrieb mit Wind und dann bis 1964 mit Diesel und Elektroantrieb.[3] 1864 wurde die so genannte „Fürstenfichte“ zu Ehren des Regierungsjubiläums der Großherzogin Maria Pawlowna gepflanzt.

In der jüngeren Geschichte ist Weiras Landschaft besonders durch die industrielle Mast durch das ehemalige Schweinezuchtkombinat Neustadt/Orla geprägt worden, durch deren Ammoniakbelastung erhebliche Schäden an Natur und Umwelt entstanden PDF . Als zweitgrößte industrielle Mastanlage der DDR mit etwa 180000 Schweinen war die Anlage von 1978 bis 1991 in Betrieb und produzierte hauptsächlich Schweinefleisch zum Export in die Bundesrepublik (SZM ). Die durch die entstehenden Fäkalien deutlich verringerte Lebensqualität wurde kurz vor bzw. nach dem Ende der DDR durch Bürgerinitiativen betroffener Einwohner Weiras und der Nachbargemeinden aktiv bekämpft und in der freien bzw. überregionalen Presse thematisiert, siehe ZEIT und SPIEGEL . In der Zeit nach 1990 wurden die vollkommen übersäuerten Wälder maßgeblich durch die Forstbetriebsgemeinschaft Dürrbachgrund neu aufgeforstet. Zum Abschluss dieser Wiederaufforstung pflanzte der ehemalige Thüringer Ministerpräsident Bernhard Vogel eine Eiche am Wegrand zum früheren Ortsverbindungsweg in Richtung Knau, neben der sich ein Gedenkstein befindet. Der 106 m hohe, weithin sichtbare Schornstein des Heizkraftwerks der ehemaligen SZM wurde am 7. Juli 2015 gesprengt.

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (Stand jeweils 31. Dezember):

  • 1994: 449
  • 1995: 465
  • 1996: 470
  • 1997: 466
  • 1998: 482
  • 1999: 474
  • 2000: 472
  • 2001: 461
  • 2002: 441
  • 2003: 434
  • 2004: 438
  • 2005: 429
  • 2006: 421
  • 2007: 419
  • 2008: 414
  • 2009: 417
  • 2010: 405
  • 2011: 386
  • 2012: 383
  • 2013: 379
  • 2014: 375
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik

Gemeinderat

Seit der Kommunalwahl vom 7. Juni 2009 setzt sich der Gemeinderat wie folgt zusammen:[4]

  • WG FFW Weira: 2 Sitze (34,9 %)
  • WG Weira: 2 Sitze (25,1 %)
  • Freie Wähler: 2 Sitze (40 %)

Die Wahlbeteiligung lag bei 70,9 %.

Wappen

Das Wappen wurde am 1. Februar 1995 durch das Thüringer Landesverwaltungsamt genehmigt.

Blasonierung: „In Grün mit eingebogener goldener Spitze; vorn ein linksgewendeter goldener Pferdekopf, hinten goldene gekreuzte Eisen und Schlägel, darüber ein goldenes Hochkreuz schwebend, in der Spitze eine grüne Fichte.“

Das Wappen wurde von dem Goßwitzer Manfred Fischer gestaltet.[5]

Vereine

In der Gemeinde Weira gibt es zwei Vereine:

  • Landfrauen Weira
  • Sportverein Weira SV 61

Am Ortsrand von Weira befindet sich eine im Jahre 1816 erbaute Holländer-Windmühle, in die 1841 eine Lohstampfe eingebaut wurde.

Söhne und Töchter des Ortes

Weblinks

 Commons: Weira  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik  (Hilfe dazu).
  2. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und DörferVerlag Rockstuhl,2010, ISBN 978-3-86777-202-0 S. 307 und 154
  3. Werner Dietzel: Mühlen zwischen oberer Saale und Thüringer Becken Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2012, ISBN 978-3-86777-453-6, S.157
  4. Gemeinderatswahl 2009 in Thüringen – endgültiges Ergebnis. Abgerufen am 14. Oktober 2013.
  5. Neues Thüringer Wappenbuch Band 2 Seite 47; Herausgeber: Arbeitsgemeinschaft Thüringen e.V. 1998 ISBN 3-9804487-2-X

Kategorien: Weira | Ort im Saale-Orla-Kreis | Gemeinde in Thüringen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Weira (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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