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Weiltingen


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: AnsbachVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verwaltungs­gemeinschaft: Wilburgstetten
Höhe: 440 m ü. NHN
Fläche: 24,02 km²
Einwohner: 1343 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 56 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91744
Vorwahl: 09853
Kfz-Kennzeichen: AN, DKB, FEU, ROT
Gemeindeschlüssel: 09 5 71 218
Marktgliederung: 9 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Schlossweg 11
91744 Weiltingen
Webpräsenz: www.weiltingen.de
Bürgermeisterin: Lore Meier (Freie Wählergemeinschaft)
}
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Weiltingen ist ein Markt im mittelfränkischen Landkreis Ansbach (Bayern). Es ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Wilburgstetten.

Geographie

Geographische Lage

Weiltingen liegt an der Wörnitz in der Nähe von Dinkelsbühl unweit des Hesselbergs, mit 689 m der höchste Berg Mittelfrankens. Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Wittelshofen, Gerolfingen, Wassertrüdingen, Fremdingen und Wilburgstetten.

Gemeindegliederung

Weiltingen besteht aus neun Ortsteilen[2]:

Geschichte

In der Nähe der Stadt Dinkelsbühl liegt der Markt Weiltingen, einstmals Sitz einer Nebenlinie des Hauses Württemberg. Neben Weiltingen selbst gehörten zur Herrschaft die Weiler Veitsweiler und Wolfsbühl sowie ein Teil der Dörfer Frankenhofen und Greiselbach. Im 17. Jahrhundert war die Herrschaft an die Herren von Knöringen als Lehen ausgegeben. Als diese Familie 1616 im Mannesstamm erlosch, fiel das Lehen an Herzog Johann Friedrich von Württemberg heim. Mit seinen Brüdern schloss der regierende Herzog 1617 den „Fürstbrüderlichen Vergleich“, in dem die Unteilbarkeit des Herzogtums Württemberg festgeschrieben wurde. Gleichzeitig erhielt der jüngere Bruder Julius Friedrich (1588–1635) die Herrschaft Weiltingen und den Marktflecken Brenz als Apanage. In Weiltingen begründete er eine Linie des Hauses Württemberg, in der jedoch zahlreiche Söhne unverheiratet blieben. Der Sohn Julius Friedrichs, Herzog Silvius Nimrod von Württemberg-Weiltingen (1622–1664), begründete seinerseits die Linie Württemberg-Oels.

Drei Generationen lang regierten die Herzöge von Württemberg in Weiltingen. Herzog Ferdinand Friedrich (1654–1705) starb jedoch ohne einen überlebenden Sohn, worauf die Linie Württemberg-Weiltingen im Mannesstamm erlosch.

Daraufhin fiel die Herrschaft Weiltingen wieder an die Hauptlinie zurück und wurde von der Kammerschreiberei in Stuttgart als Verwaltungsbehörde des herzoglichen Privatvermögens verwaltet. Im Jahr 1729 überließ die Kammerschreiberei der Landschaft die Herrschaft pfandweise auf 50 Jahre um 330.000 Gulden; nach dem Ablauf dieses Zeitraums wurde die Verpfändung um weitere 20 Jahre verlängert.

Nach der Umgestaltung der Kammerschreiberei zur Hof- und Domänenkammer richtete König Friedrich von Württemberg 1807 in Weiltingen eine „Hof- und Domänenkammerverwaltung“ ein und besetzte sie mit dem Beamten Friedrich August Christlieb. Bereits drei Jahre später trat der König durch einen Staatsvertrag mit Bayern jedoch die Herrschaft an das Königreich Bayern ab und erhielt dafür die ehemalige Deutschordensherrschaft Altshausen. Damit hörte die Hof- und Domänenkammerverwaltung Weiltingen auf zu bestehen.

Eingemeindungen

Am 1. Januar 1971 wurde Wörnitzhofen eingegliedert.[3] Am 1. Mai 1978 kamen Frankenhofen und Veitsweiler sowie der Ort Bosacker der Gemeinde Schopflohe (Landkreis Donau-Ries) hinzu.[4]

Einwohnerentwicklung

Ursprünglicher Markt Weiltingen:

  • 1910: 709 Einwohner[5]
  • 1933: 704 Einwohner
  • 1939: 762 Einwohner[6]
  • 1961: 739 Einwohner[4]
  • 1970: 752 Einwohner[4]

Weiltingen mit den ehemaligen Gemeinden, die seit der Gebietsreform Ortsteile von Weiltingen sind:

  • 1939: 1.352 Einwohner
  • 1950: 1.910 Einwohner
  • 1961: 1.443 Einwohner[4]
  • 1970: 1.403 Einwohner[4]
  • 1979: 1.283 Einwohner
  • 2000: 1.406 Einwohner
  • 2008: 1.380 Einwohner
  • 2011: 1.385 Einwohner

Politik

Marktgemeinderat

Der Marktgemeinderat von Weiltingen hat 13 Mitglieder einschließlich des Bürgermeisters.

Gemeindeblock FWG FWG Frankenhofen Gesamt
2002 6 6 1 13 Sitze
2008 5 8 0 13 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 2. März 2008)

Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: Geteilt von Grün und Rot; oben ein schwebender goldener Stechhelm in Vorderansicht, unten auf blauem Felsenberg eine fünftürmige silberne Burg mit blauen Dächern.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Durch die Gemeinde verläuft die Landesstraße St2385 die zur Bundesstraße 25 führt. Der Öffentliche Personennahverkehr wird durch den Verkehrsverbund Großraum Nürnberg sichergestellt.

Radfernwege

Durch das Gemeindegebiet führt der Deutsche Limes-Radweg. Er folgt dem Obergermanisch-Raetischen Limes über 818 km von Bad Hönningen am Rhein nach Regensburg an der Donau.

Öffentliche Einrichtungen

  • Staatliche Forstdienststelle

Bildung

  • Kindertagesstätte (Kindergarten)
  • Grundschule Weiltingen (1. – 4. Klasse)

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

Bauwerke

Baudenkmäler

Liste der Baudenkmäler in Weiltingen

Söhne und Töchter der Gemeinde

Literatur

  • Die Seitenlinie Weiltingen. In: Sönke Lorenz/Dieter Mertens/Volker Press (Hg.): Das Haus Württemberg. Ein biographisches Lexikon. Stuttgart 1997. S. 188–200.

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20110802/221027&attr=OBJ&val=1369
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 448.
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 4,4 Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 707 und 708.
  5. http://www.ulischubert.de/geografie/gem1900/gem1900.htm?mittelfranken/dinkelsbuehl.htm
  6. http://geschichte-on-demand.de/bay_dinkelsbuehl.html

Weblinks

 Commons: Weiltingen  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Weiltingen in der Topographia Sueviae (Mathäus Merian) – Quellen und Volltexte

Kategorien: Weiltingen | Ort im Landkreis Ansbach | Gemeinde in Bayern

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Weiltingen (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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