Weißkirchen an der Traun - LinkFang.de





Weißkirchen an der Traun


Weißkirchen an der Traun
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Wels-Land
Kfz-Kennzeichen: WL
Fläche: 21,71 km²
 :
Höhe: 305 m ü. A.
Einwohner: 3.345 (1. Jän. 2016)
Bevölkerungsdichte: 154 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4616
Vorwahl: 07243
Gemeindekennziffer: 4 18 24
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gemeindeplatz 1
4616 Weißkirchen an der Traun
Website: www.weisskirchen.at
Politik
Bürgermeister: Norbert Höpoltseder (SPÖ)
Gemeinderat: (2015)
(25 Mitglieder)
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Lage der Gemeinde Weißkirchen an der Traun im Bezirk Wels-Land
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Weißkirchen an der Traun ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Wels-Land im Hausruckviertel mit 3345 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016 ). Der zuständige Gerichtsbezirk ist Wels.

Geografie

Weißkirchen an der Traun liegt auf 305 m Höhe im Hausruckviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 6,2 km, von West nach Ost 7,1 km. Die Gesamtfläche beträgt 21,8 km².

19,3 % der Fläche sind bewaldet, 68,3 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Gemeindegliederung

Die 7 Ortschaften sind (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1])::

Katastralgemeinden sind Grassing, Sinnersdorf, Weißkirchen, Weyerbach. Einziger Zählsprengel ist Weißkirchen an der Traun.

Nachbargemeinden

Marchtrenk Hörsching (Bez. Linz-Land)
Schleißheim Pucking (Bez. Linz-Land)


Sipbachzell

Eggendorf im Traunkreis (Bez. Linz-Land)
Allhaming
(Bez. Linz-Land)
Nur in einem Punkt inmitten der Traun

Geschichte

Dieser Artikel oder Abschnitt ist nicht ausreichend belegt.

Aus früheren Jahrhunderten ist nur wenig von der Geschichte Weißkirchens bekannt. Ein gefundenes Steinbeil lässt darauf schließen, dass schon zur Steinzeit Menschen im Raum Weißkirchen lebten. Ausgegrabene Mauerreste bekunden, dass zu Zeiten der Römer in Weißkirchen an der Traun Siedlungen bestanden haben. Nach Ende der Römerherrschaft verödete allerdings die Gegend wieder weitgehend. Erst als im Jahr 777 von Herzog Tassilo das Stift Kremsmünster gegründet wurde, begannen die Mönche des Klosters im heutigen Weißkirchen Äcker und Wiesen anzulegen.

Im Jahr 1179 wird Wæizchirchen in der Lateran-Urkunde des Papstes Alexander III. für das Stift Kremsmünster erstmals erwähnt. Der Name verweist darauf, dass in Weißkirchen schon im 12. Jahrhundert eine gemauerte, weiß getünchte Kirche - im Gegensatz zur damals noch verbreiteten Holzbauweise - stand.[2] Die Pfarre Weißkirchen hatte im Mittelalter eine große Ausdehnung. Der Pfarrsprengel umfasste im 14. Jahrhundert die heutigen Pfarren Allhaming, Eggendorf, Weißkirchen, Pucking, weiters Teile von Neuhofen, Schleißheim und Sipbachzell.

Der im Jahre 1594 abgebrannte Pfarrhof wurde wieder erbaut und in weiterer Folge vergrößert und bedeutend verschönert. Der Weißkirchner Pfarrhof ist nicht nur wegen seiner Schönheit erwähnenswert, sondern auch wegen bedeutender historischer Ereignisse. Am 1. Mai 1809 kam der spätere Feldmarschall Radetzky durch Weißkirchen und übernachtete im Pfarrhof, wo eine Marmortafel an dieses Ereignis erinnert. Tags darauf zog Kaiser Napoleon mit seinen Truppen durch Weißkirchen und man reichte ihm im Pfarrhof ein Glas Wasser. Das Glas, aus dem Napoleon trank, ist bis heute im Pfarrhof aufbewahrt.[3]

Im Jahr 1857 brach ein Großbrand im heutigen Gasthaus Binder aus und vernichtete neun Häuser.

Nach dem Anschluss Österreichs 1938 an Hitler-Deutschland, gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Rund 100 KZ-Häftlinge starben bei Todesmärschen durch Weißkirchen in den letzten Kriegstagen. Eine Gedenkstätte in der Bergerner Au in der Nähe des Weigl-Gutes erinnert daran. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung des Bundeslandes Oberösterreich.

Bevölkerungsentwicklung

Der guten Lage von Weißkirchen (zwischen Wels und Linz) ist es zu verdanken, dass die Gemeinde in den letzten Jahrzehnten immer mehr und mehr Zuzug bekam. Die positive wirtschaftliche und verkehrstechnische Entwicklung im Zentralraum kommt auch Weißkirchen zugute.

Quelle: Statistik Austria[4]

Politik

Gemeindevertretung

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Nach der Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl 2015 setzt sich der Gemeinderat wie folgt zusammen:

Bürgermeister ist Norbert Höpoltseder (SPÖ).

Wappen

Offizielle Beschreibung:

Geteilt von Rot und Grün durch einen silbernen, mit einem silbernen am oberen Schildrand anstoßenden Kreuz besteckten, vom Schildhaupt ausgehenden, verkürzten Doppelsturzsparren; unten vier silberne Scheiben kreuzweise.

Die Gemeindefarben sind Rot-Weiß-Grün.

Das weiße Kreuz mit dem stilisierten „W“ symbolisiert den Ortsnamen. Die vier Scheiben stehen für die vier Katastralgemeinden Graßing, Sinnersdorf, Weißkirchen und Weyerbach.[2]

Die Gemeinde Weißkirchen erhielt 1985 ein Gemeindewappen.

Bildung

Die Pfarre Weißkirchen beherbergte im Pfarrhof eine der ersten Volksschulen des Landes (1596). 1855 wurde die Volksschule nahe der Pfarrkirche errichtet (Untere Dorfstrasse 7, Fam. Moisl), wo sie bis 1957 ihren Bestand hatte. 1957 konnte die neue Volksschule am heutigen Standort eröffnet werden. 1971 Turnhallenneubau, vorher diente der Gemeindevorplatz als Turnareal. 2003 erfolgte eine Generalsanierung der Volksschule.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt

Der Innenraum besitzt sieben bunte Glasfenster, wobei eines Papst Leo XIII. und ein weiteres Kaiser Franz Josef I. zeigt. Der massive Glockenturm hatte ursprünglich vier Nebentürme, erhielt jedoch im Jahr 1807 eine Kuppel und wurde 1899 in die heutige gotische Stilart umgewandelt.[5]

Patrozinium „Mariäe Himmelfahrt“ 15. August.

Der Bau der heutigen Pfarrkirche im spätgotischen Stil wurde um 1484 begonnen und etwa um 1527 teilweise fertiggestellt. 1575 wurde die Sakristei angebaut. Der mächtige Turm wurde erst 1629 vollendet.

Der massive Glockenturm hatte ursprünglich einen steinernen Helm mit vier zierlichen Nebentürmen, erhielt jedoch im Jahr 1807 einen Zwiebelhelm.

1899 wurde der Kirchturm neugestaltet (neugotisch) und erhielt Dreiecksgiebel welche die Ziffernblätter beherbergen sowie ein achteckiges pyramidenförmiges Steildach (52 m Gesamthöhe).

1916 Abnahme der fünf Kirchenglocken (Bronze) und dem Kupfernen Turmdach (provisorische Deckung mit Teerpappe bis 1920, bis 1953 mit Holzschindeln gedeckt).

1922 erhielt die Pfarrkirche drei Stahlglocken in den Tönen f´; a´; c´´. (Böhler, Kapfenberg). Die vierte Glocke (Sterbeglocke) Ton h´´, stammt aus dem Jahre 1638 (Fitler, Linz) diese hing ursprünglich im Schmiedturm Wels. Quelle der Daten: Pfarre weißkirchen (2015): Festschrift anlässlich der Renovierungsarbeiten an der Pfarrkirche.

1961 Innenrenovierung, die neugotischen Seitenaltäre kamen ab und wurden durch Barocke Bilder mit den Darstellungen des „Hl. Georg“ (l) und der „Geburt des Herrn“ (r) ersetzt.

1968 neuer barocker Hochaltar (von St. Ägydy, Thalheim).

1984 große Generalsanierung des Pfarrhofes mit teilweisem Abbruch.

1990 erfolgte eine große Innenrenovierung und Neugestaltung der Pfarrkirche.

2006 erfolgte der letzte Umbau des Pfarrheimes (errichtet 1979/80), welches gerne für verschiedenste Veranstaltungen genutzt wird.

2015 erfolgte eine aufwendige Außenrenovierung der Pfarrkirche sowie eine Runderneuerung des Kirchturmdaches (Kupferdeckung und renoviertes Turmkreuz), das markante Wahrzeichen der Gemeinde.

Vereine und Körperschaften

Musikkapelle

Das Gründungsdatum der Musikkapelle geht auf das Jahr 1875 zurück, jenes der Freiwilligen Feuerwehr auf 1889. Das erste Zeughaus der FF Weißkirchen befand sich gegenüber dem Gasthaus Staudinger (Obermayrplatz) und Bestand dort bis Mitte der 1960er Jahre. Später nach der Errichtung des Gemeindeamtes fand es sich dort ein. Bis 1991 wieder ein eigenständiges Feuerwehrdepot am ehemaligen Heizingerareal errichtet wurde. Vom ehemaligen „Löschzug Weyerbach“ ist nur mehr ein Anhängewagen vorhanden.

Im Jahre 1901 erhielt Weißkirchen einen Gendarmerieposten (alt. Weißkirchen 50, Untere Dorfstrasse 5, das Gebäude nicht mehr bestehend), der am 31. Dezember 1962 aufgelassen wurde.

Sport Union Weißkirchen

Im Jahre 1962 wurde die Union Weißkirchen gegründet. Damals noch auf der "Binder Wiesen" welche im Laufe der Zeit durch die Gemeinde Weißkirchen erworben werden. Das Tennis areal wurde gepachtet. 2003 konnte das neue Unionheim eröffnet werden, 2008 wurde das "alte Clubheim" abgerissen um für die Stockschützen Platz zu schaffen. Die Union umfasst heute die Sektionen Fussball, Tennis und Stock. Quelle der Daten: Union Weißkirchen: Festschrift 50 Jahre 1962-2012 Union Weißkirchen.

Wahrzeichen

1980 wurde die „Lurl“ eine Wasserstelle beim Pfarrhofgatter neu gefasst und als ein Wahrzeichen deklariert(der Obstmühlstein stammt vom Hansfischer-Hof). Ursprünglich dienten diese Wasserstellen der Bevölkerung vor der Errichtung einer Ortswasserleitung als Trink- bzw. Brauchwasserquellen. Es befinden sich jedoch im Ortszentrum noch mehrere ähnliche Wasserentnahmestellen. Quelle: Pfarre und Gemeinde Weißkirchen: Festschrift 800 Jahre Pfarre Weißkirchen. 1. Weißkirchner Kulturtage vom 5.-15. Juni 1980. Weiß Druck, Weißkirchen.

Pfarrhof

Am 20. Oktober 1594 brannte der ursprüngliche Pfarrhof, welcher sich auf der heutigen Insel des Pfarrerteiches befand ab. Es erfolgte in den Jahren darauf eine völlige Neuerrichtung am heutigen Standort (Baumeister Christoph Martin). 1982 wurde der mit Stufengiebeln versehende östliche Bauteil „Schule“ abgetragen. 1984 wurde der barocke südliche Seitentrakt bis auf das Kellerstöckl abgetragen.

Klobinger Kapelle

Wurde 1864 als Stiftung der Klobinger Bauern Dornauer (Schmiedbauer); Josef Neubauer (Bauer) und Josef Leblhuber (Huber) errichtet. Bis 1961 war hier der Annen Altar, der heute wieder in der Pfarrkirche steht aufgestellt. An dessen Stelle wurde die Marienstatue aus der neugotischen Ausstattung der Pfarrkirche gestellt.

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Weißkirchen an der Traun

Weblinks

 Commons: Weißkirchen an der Traun  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. 2,0 2,1 Herbert Erich Baumert: Die Wappen der Städte, Märkte und Gemeinden Oberösterreichs, 7. Nachtrag (1984-1987). In: Oberösterreichische Heimatblätter, Heft 4, 1988, S. 246 (PDF , ooegeschichte.at).
  3. Vyoral-Tschapka,M. (2009): Österreichische Kunstopographie Band LVIII. Gerichtsbezirk Wels, Herausgeber Bundesdenkmalamt; Horn: Verlag Berger., 986ff.
  4. Ein Blick auf die Gemeinde Weißkirchen a.d. Traun (PDF; 35 kB)
  5. Geschichte von Weißenkirchen , weisskirchen.at.

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Weißkirchen an der Traun (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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