Weißkirchen (Oberursel) - LinkFang.de





Weißkirchen (Oberursel)


Weißkirchen
Höhe: 153 m
Einwohner: 4668 (31. Dez. 2012)[1]
Eingemeindung: 1. April 1972
Postleitzahl: 61440
Vorwahl: 06171

Weißkirchen ist einer der vier Stadtteile der Stadt Oberursel (Taunus) im Hochtaunuskreis in Hessen. Sie befindet sich südöstlich der Kernstadt und grenzt an die Städte Steinbach (Taunus) und Frankfurt am Main.

Geschichte

  • 1255: Als Wizenkirchen wird Weißkirchen in einer Abschrift eines Lehensverzeichnisses erstmals urkundlich erwähnt. Die Ortsgründung liegt jedoch vor diesem Zeitpunkt. Deshalb legte die Stadtverwaltung 1980 das Jubiläumsdatum auf den 24. Juni 818 fest.
  • 1622: Weißkirchen wird wie viele Orte auch vom Dreißigjährigen Krieg nicht verschont. So kommt es zur Brandschatzung des Ortes und im weiteren Verlauf mehrfach zu Plünderungen.
  • 1860: Die Homburger Bahn von Frankfurt nach Bad Homburg vor der Höhe nimmt ihren Betrieb auf, und auch Weißkirchen erhält einen kleinen Bahnhof.
  • 1972: Die bis dahin selbständige Gemeinde Weißkirchen wird am 1. April 1972 in die Stadt Oberursel eingemeindet.[2]

Wappen

Am 3. April 1965 wurde der Gemeinde Weißkirchen im Obertaunuskreis, Regierungsbezirk Wiesbaden, ein Wappen verliehen.

Blasonierung: „In Rot eine silberne Kirche in Vorderansicht mit schwarzer Türöffnung. Auf dem Turm ein goldenes Kreuz, über dem Schiff die Buchstaben W und K in Silber.“[3]

Kulturdenkmäler

Religionen

  • 1310/50: Bau der ersten Kirche
  • 1827: Der Weißkirchener Pfarrer Dr. Jakob Brand wird zum ersten Bischof des neu gegründeten Bistums Limburg berufen.
  • 1955: Bildung der evangelischen Kirchengemeinde Stierstadt/Weißkirchen
  • 1992: Umbenennung der ev. Gemeinde in Versöhnungsgemeinde.

Kirche St. Crutzen

Die alte katholische Johanniskirche in Weißkirchen wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zu klein, da die katholische Bevölkerung durch die Vertriebenen stark wuchs. Daher erfolgte 1961/63 der Bau der heutigen römisch-katholischen Kirche St. Crutzen. Der Name der Kirche geht zurück auf Kirche und Kloster St. Crutzen (Heiliges Kreuz), die in Frankfurt-Kalbach am Riedberg lag.

Der Bau ist von außen ein Betonbau im Stil der 1960er Jahre mit getrenntem Glockenturm. Auffällig ist das aufgefaltete Dach mit den Glasfenstern im oberen Viertel. Auch wenn der Bau von außen unverkennbar ein Werk der Neuzeit ist, befinden sich im Inneren eine Marienstatue mit Kind im Seitenschiff (um 1750) sowie eine Statue der heiligen Barbara am Seiteneingang aus der alten Johanniskirche.[4]

Wirtschaft und Infrastruktur

Weithin, besonders von Frankfurt aus sichtbar ist der fast als Wahrzeichen von Weißkirchen geltende Wasserturm auf dem Versuchsgelände der Firma Mazda, ein Industriedenkmal der besonderen Art. Der Turm stammt noch von der ersten süddeutschen Ceresinfabrik Schütz, die früher auf diesem Gelände angesiedelt war.

Medien

In Weißkirchen betrieb das American Forces Network (AFN) von 1951 bis 2013 seinen leistungsstärksten Sender in Deutschland, einen Mittelwellensender für die Frequenz 873 Kilohertz mit einer Sendeleistung von 150 Kilowatt. Er verwendete als Sendeantenne drei gegen Erde isolierte 86 Meter hohe abgespannte Sendemasten, die zwischen 1954 und 1955 errichtet wurden und in einer Reihe mit gegenseitigem Abstand von 140 Metern angeordnet sind. Tagsüber wurde Rundstrahlung angewandt und die Sendeenergie nominell über den mittleren Sendemast abgestrahlt. Nachts wurden alle drei Sendemasten gespeist, da mit Richtstrahlung gearbeitet wurde.

Am 31. Mai 2013 um 15:12 Uhr (als Abschaltzeitpunkt war allerdings 16 Uhr geplant)[5] wurde der Betrieb aus Kostengründen eingestellt. Durch die Abschaltung spare AFN rund 400.000 Euro jährlich an Energiekosten. Die Masten bleiben allerdings vorerst noch stehen, da im AFN momentan keine finanziellen Mittel für einen kontrollierten Abbau dieser vorhanden sind.[6] Die Sendeanlage war jedoch erst vor wenigen Jahren für einen Millionenbetrag renoviert worden. Hierzu wurde ein neuer Sender installiert und die Antennenanlage umgebaut.[7]

Die Sendemasten des Senders Weißkirchen wurden am 23. April 2015 um 13 Uhr gesprengt.[8]

Der Sender Weißkirchen des American Forces Network war nicht mit dem ehemaligen Sender Weiskirchen des Hessischen Rundfunks (HR) zu verwechseln.

Vereine

Vereinsring Weißkirchen/Taunus

Der Vereinsring Weißkirchen/Taunus ist eine Interessengemeinschaft von Vereinen und Kirchengemeinden des Oberurseler Stadtteils. Er koordiniert die Veranstaltungstermine und unterstützt die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsorganisationen.

Gesangverein Germanias 1873 Weißkirchen e. V.

Der älteste der Weißkircher Vereine ist mit seiner Gründung am 31. Dezember 1873 der Gesangverein Germania 1873 Weißkirchen e. V. Ursprünglich, wie es in der Gründerzeit üblich war, als reiner Männerchor gegründet, existierte der Verein auch während der NS-Zeit weiter. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges begann der Verein bereits 1947 sein kulturschaffendes Treiben aufzunehmen. Sang man anfänglich nur als reiner Männerchor, folgte 1972 die Entscheidung, einen Kinderchor zu gründen. Dies hatte weitreichende Konsequenzen; sangen doch im Kinderchor nicht nur Knaben sondern auch Mädchen für die ebenfalls eine Zukunft unter dem Dach des Vereines geschaffen werden musste. So entschloss sich die Jahreshauptversammlung 1981 mit denkbar knapper Mehrheit von nur drei Stimmen, einen Frauenchor zu gründen. Heute stellt der Gesangverein Germania mit seinen sieben Chorgruppen den kulturellen Mittelpunkt des Oberurseler Ortsteils Weißkirchen. Aktuell besteht der Verein aus folgenden Chorgruppen:

Kinder & Jugendliche

  • Die Nachtigallen
  • Kinderchor
  • Sound Up (Jugendchor)

Jazz & Pop

  • 'Tontauben

Traditionell

  • Gemischter Chor
  • Frauenchor
  • Männersache (Männerchor)

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Stadt Oberursel: Einwohnerzahlen
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 373.
  3. Genehmigung eines Wappens durch den Hessischen Minister des Innern vom 3. April 1965 (StAnz. S. 436) Seite 4 der tif-Datei 2,0 MB
  4. Kirchenführer Hochtaunus (Online S. 58 ; PDF; 4,8 MB, abgerufen am 14. Januar 2016)
  5. dxaktuell.de: AFN schaltet Mittelwellensender Weißkirchen ab
  6. Stück Radiogeschichte geht zu Ende ; in: Taunuszeitung vom 1. Juni 2013
  7. radioeins.de: AFN schaltet 873 kHz ab
  8. http://www.radioeins.de/programm/sendungen/medienmagazin/radio_news/beitraege/2015/weisskirchen.html

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Weißkirchen (Oberursel) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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