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Weiß (Sieg)


Weiß
(auch Weißbach)

Die Weiß bei Niederdielfen

Daten
Gewässerkennzahl DE: 27216
Lage im Kreis Siegen-Wittgenstein; Nordrhein-Westfalen (Deutschland)
Flusssystem Rhein
Abfluss über Sieg → Rhein → Nordsee
Quelle nahe Wilgersdorf an der Kalteiche im Rothaargebirge
Quellhöhe ca. 493 m ü. NHN[1]
Mündung in Siegen in die Sieg
Mündungshöhe ca. 235 m ü. NHN[1]
Höhenunterschied ca. 258 m
Länge 18,1 km[2]
Einzugsgebiet 71,463 km²[2]

Linke Nebenflüsse siehe unten
Rechte Nebenflüsse siehe unten

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Die Weiß (auch Weißbach) ist ein 18,1 km[2] langer, linker und östlicher Zufluss der Sieg im Kreis Siegen-Wittgenstein in Nordrhein-Westfalen. Am 3. Juni 1311 wurde die Weiß in einer aus der Stadt Siegen stammenden Urkunde als „Weste“ erwähnt.[3][4]

Geographie

Quelle

Die Quelle der Weiß, die Weißquelle, liegt innerhalb Nordrhein-Westfalens etwa 220 m nordwestlich der Grenze zu Hessen. Sie befindet sich im Rothaargebirge 1,6 km südlich von Wilgersdorf, 1,3 km östlich der Kalteiche (579,3 m ) und knapp 600 m nördlich von deren östlicher Nachbarerhebung Hirschstein (562,9 m ) auf etwa 493 m ü. NHN . In zirka 125 m Entfernung führt westlich an der Quelle die Landesstraße 904 vorbei, die Wilnsdorf (im Norden) mit der hessischen Landesgrenze (im Süden) verbindet (jeweils Luftlinie). Direkt an der Weißquelle vorbei verläuft der Wilgersdorfer Rundwanderweg Auf Bergmannspfaden.[5] Die Weißquelle ist von einer kleinen Lichtung im Staatswald Kalteiche umgeben. Sie ist nicht eingefasst, sondern tritt aus einer Gesteinsspalte hervor; das Quellwasser rinnt über abgestufte Felsen zu Tal.[6]

Verlauf

Die Weiß verläuft in überwiegend nordwestlicher Richtung. Bereits nach etwa 20 m Fließstrecke wird sie von einem Rinnsal gespeist, das etwa 400 m (Luftlinie) westsüdwestlich der Weißquelle an der L 904 auf 521 m Höhe entspringt. Das Flüsschen fließt durch Wilgersdorf, wo es unter anderem das Wasser des Goldschmiedsborns aufnimmt, welches aus der gleichnamigen vom Sauerländischen Gebirgsverein (SGV) gefassten Quelle am Hang der Kalteiche austritt.[6] Nach Unterqueren der Bahnlinie Dillstrecke nimmt die Weiß rechtsseitig ihren größten Zufluss, den Bichelbach auf. Danach passiert sie die Anzhäuser Mühle mit dem dortigen Industriegebiet Anzhäuser Mühle und erreicht nach kurz darauf Anzhausen. Am Ortsausgang fließt linksseitig der Wabach hinzu, der etwa 100 m oberhalb seiner Mündung vom Bösselbach gespeist wird. Nach anschließendem Passieren des Gewerbegebiets Klabach-Mühlengraben und südlichem Passieren von Flammersbach, wo die Weiß den gleichnamigen Bach aufnimmt, verläuft sie an Niederdielfen vorbei und nimmt dort linksseitig die Dielfe auf. Ein Stück weiter durchfließt sie das Gewerbegebiet Weißtal. Dann erreicht die Weiß die Stadt Siegen. Dort durchfließt sie den Stadtteil Kaan-Marienborn, in dem sie den Breitenbach aufnimmt, sowie den Ortsteil Hain, wo sie zwischen Siegberg und Lindenberg mehrfach überbrückt ist.[7]

Mündung

Nach einem kurzen unterirdischen Flussabschnitt mündet die Weiß in der Siegener Unterstadt nahe dem Apollo-Theater, etwas südwestlich beziehungsweise südlich der Bahnhofsstraße, auf rund 235 m ü. NHN Höhe in die dort von Nord-Nordosten kommende Sieg. Zwischen Quelle und Mündung der Weiß ergibt sich somit ein Höhenunterschied von etwa 258 m.

Einzugsgebiet und Zuflüsse

Das Einzugsgebiet der Weiß ist 71,463 km²[2] groß. Zu ihren Zuflüssen gehören (flussabwärts sortiert):

Name Seite Länge
(km)[2]
EZG
(km²)[2]
Mündungs-
höhe
(m ü. NHN)[8]
FGKZ[2] [9] Durchflossene Orte
(* Mündung)
namenlos? rechts 0,82 427 m 27216-12
namenlos? rechts 0,84 390 m Wilgersdorf *
Goldschmiedsborn links 1,96 375 m 27216-14 Wilgersdorf *
Schönbach links 1,13 359 m
Bleielsbach rechts 0,68 350 m Birkenhof (Wilgersdorf)
namenlos? links 1,12 340 m
Wimmersbach links 1,00 330 m
Erbstruth links 0 ,91 312 m Rudersdorf (Gewerbe)
Bichelbach rechts 6,09 15,93 312 m 27216-2 Gernsdorf, Rudersdorf
Wabach rechts 3,22 3,75 299 m 27216-32 Anzhausen *
Klabach links 1,94 290 m 27216-332 Anzhausen (Gewerbe)
Flammersbach rechts 3,52 2,40 286 m 27216-34 Flammersbach *
Dielfe links 4,12 6,64 278 m 27216-4 Oberdielfen, Niederdielfen
Filsbach rechts 0,68 277 m
namenlos? links 1,15 274 m 27216-52 Niederdielfen *
Feuersbach rechts 4,18 6,05 266 m 27216-6 Feuersbach
Breitenbach rechts 4,59 5,05 258 m 27216-72 Breitenbach, Kaan-Marienborn *
Bürbach rechts 3,17 3,94 246 m 27216-74 Bürbach, Siegen *
Fludersbach links 4,05 4,58 240 m 27216-8 Siegen *

Ortschaften

Ortschaften entlang der Weiß sind Wilgersdorf, Anzhausen, Niederdielfen, Kaan-Marienborn und Siegen.

Landschaft

Charakteristisch für die Weiß ist ihr enges Tal mit einem hohen Waldanteil. Nach Süden schließt sich das Einzugsgebiet des Eisernbachs und nach Norden jenes der Sieg an. An der obig erwähnten Grenze von Nordrhein-Westfalen zu Hessen beginnt im Gebiet von Kalteiche und Hirschstein die Westerwaldvariante des Rothaarsteigs.

Weblinks

 Commons: Weiß (Sieg)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. 1,0 1,1 Deutsche Grundkarte 1:5000
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 2,6 Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)
  3. Siegener Urkundenbuch Band I, Siegen, 1887, S. 76–79, Nr. 125
  4. Diese Urkunde nennt Einkünfte der Siegener Martinikirche, darunter die aus einer Mashütte am Unterlauf der Weiß im Siegener Vorort Hain, im Schriftstück bezeichnet als „Mashutte uf der Weste“. Quelle: Originaltext der Urkunde aus dem Jahr 1311, mit Übersetzung aus dem Mittellateinischen von Günther Zimmermann: Die Urkunde vom 3. Juni 1311, Kapitel in: „ecclesia extra muros“ – 1311–2011, 700 Jahre Martinikirche in Siegen. Jubiläums-Festschrift, erschienen in der Reihe Siegener Beiträge – Jahrbuch für regionale Geschichte. Sonderband 2011, Vorländer, Siegen 2011 ISSN 1435-1412 . S. 19 ff.
  5. Ulrike Poller, Wolfgang Todt: Wandern auf Bergmannspfaden. Wilnsdorf – Siegerland-Wittgenstein. Archiviert vom Original am 25. April 2009, abgerufen am 30. Mai 2016., in: Wanderhöhepunkte links und rechts des Rothaarsteigs, S. 4. W&A Marketing & Verlag GmbH, Niederkassel 2007, abgerufen am 11. Mai 2014, auf siegen-wittgenstein.de (PDF; 3,02 MB)
  6. 6,0 6,1 Wilgersdorfer Bäche, die in die Weiß münden auf wilgersdorf.info (abgerufen am 11. Mai 2014)
  7. Siegener Zeitung (Hrsg.): Stadtplan Siegen, Verlag Vorländer, Siegen 1963
  8. Nordrhein-Westfalen 3D., Das interaktive Kartenwerk, Version 1.5
  9. Zur besseren Übersicht und Sortierung flussabwärts ist pro Fließgewässer in die Fließgewässerkennziffer (FGKZ) nach der Ziffer „27216“, die für die Weiß steht, jeweils ein Bindestrich eingefügt.

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Weiß (Sieg) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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