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Wechselschaltung


Die Wechselschaltung, Flurschaltung oder Hotelschaltung dient in der Elektroinstallation dazu, „Verbraucher“, meist eine oder mehrere Leuchten, von zwei Stellen aus ein- bzw. auszuschalten. Eingesetzt wird sie in kleinen Fluren, Dielen und Räumen mit zwei Eingängen. Für die Schaltung benötigt man zwei Wechselschalter, die es im Handel auch unter der Bezeichnung Aus-Wechselschalter gibt (reine Ausschalter werden von den meisten Herstellern nur noch für den osteuropäischen und asiatischen Markt produziert).

Allgemeines

Der Außenleiter (L) wird an einen der beiden Wechselschalter an der Klemme L (bei älteren Schaltern P) angeschlossen. Oft ist dieser Kontakt farblich anders gekennzeichnet (z. B. rot). Das Gleiche gilt für die Ader, die vom zweiten Wechselschalter zur Leuchte geht (in der Zeichnung weiß gezeichnet). Diese Ader wird oft „Lampendraht“ genannt, was fachlich aber nicht ganz korrekt ist. Die in der Zeichnung verwendeten Farben für die Adern sind nicht zwingend vorgeschrieben. Der Schutzleiter (PE) muss laut den in Deutschland gültigen VDE-Normen grün-gelb und der Neutralleiter (N) hellblau sein.

Durch Auftrennung der beiden Korrespondierenden (in der Zeichnung die violetten Adern) und Anschluss der vier Aderenden an einen Kreuzschalter kann man die Wechselschaltung zu einer Kreuzschaltung (drei Schaltstellen oder mehr) erweitern.

Schaltung

Wenn Null und Schutzleiter zum linken Wechselschalter mitgeführt werden, so ist dort leicht eine Steckdose anzuschließen.

Wenn Null (und Schutzleiter) zum rechten Wechselschalter mitgeführt werden, so kann dort eine Kontrollleuchte eingebaut werden, die leuchtet wenn die Lampe eingeschaltet ist.

Wird zwischen beiden beiden roten Adern Glimmlampen eingefügt, so leuchten diese bei ausgeschalteter Lampe. Das ist an beiden Wechselschaltern möglich.

Die vier möglichen Kombinationen der Wechselschalter A und B in einer Wechselschaltung:

Aus An

Weitere Versionen der Wechselschaltung

Nach VDE unzulässige Varianten

Je nach Aufbau besteht eine Wechselschaltung aus zwei korrespondierenden und einem geschalteten Außenleiter oder einem Dauerstrom führenden Außenleiter. Wenn innerhalb der Wechselschaltung, also zwischen den beiden Schaltstellen, Lampen und Steckdosen an verschiedenen Stellen installiert werden sollen, bräuchte man – Neutralleiter und Schutzleiter mitgerechnet – sechs Adern. Meist werden jedoch nur fünfadrige Leitungen gelegt. Würde man nun trotzdem eine Steckdose einbauen, wäre das nur möglich auf der L1(Außenleiter)-Seite, sonst wäre es nur mit der klassischen Nullung (PEN-Leiter) möglich. Dies ist im Rahmen der VDE nicht zulässig.

Literatur

  • A.Senner: Fachkunde Elektrotechnik. 4. Auflage. Verlag – Europa Lehrmittel, 1965.
  • Winfrid Hauke, Rolf Thaele, Günter Reck: RWE Energie Bau-Handbuch. 12.Ausgabe, Energie-Verlag GmbH, Heidelberg, 1998, ISBN 3-87200-700-9.

Weblinks

 Commons: Wechselschaltung  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Installationsschaltung

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