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Wasen (Toponym)


Wasen ist ein altes deutsches Toponym in der Bedeutung „Grünland, Feuchtwiese“.

Wortherkunft

Das Wort kommt von althochdeutsch waso . Es bedeutet allgemein „[feuchtes] Ödland“. Das Wort steht in Bedeutungsnähe zu Anger, Matte, Aue, Wiese,[1] hat aber durchwegs eine Konnotation das Feuchtseins.[2] Verwandt sein könnte auch das Verb wasen „dampfen, Dunst von sich geben“.[3] Es hat noch einen zweiten Bedeutungsaspekt, nämlich „Rasen“ (niederdeutsch wrase ),[4] in der Mundart bis heute im Sinne „Scholle, Soden“, ein Stück Wiese mit Erde (die man etwa mit dem Spaten aussticht, oder bei Erdarbeiten zum Wiederbegrünen beiseiteschafft) lebendig.[5] Desgleichen bezeichnet es die Grasnarbe, also Bewuchsflecken.[6]

Daher umfasst der Begriff regional die ganze Bedeutungsvielfalt von saftigem Grünland, grünem Brachland, über Niedermoor bis hin zu Torfstich-Gebiet,[7] und ist so ein charakteristischer Flurname der Landwirtschaft im Allgemeinen und der Moorbesiedelung im Speziellen.

Verbreitung und Beispiele

Das Wort ist im ganzen deutschen Sprachraum namensbildend.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. wasen, m. rasenstück, rasenfläche. II.6)a) . In: Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. Hirzel, Leipzig 1854–1961 (woerterbuchnetz.de , Universität Trier).
  2. wasen I.2) . In: Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. Hirzel, Leipzig 1854–1961 (woerterbuchnetz.de , Universität Trier). Wie litauisch wasa „Feuchtigkeit des Bodens“.
  3. wasen, verb. dampfen, dunst von sich geben. . In: Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. Hirzel, Leipzig 1854–1961 (woerterbuchnetz.de , Universität Trier).
  4. wasen I.1), II.1) . In: Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. Hirzel, Leipzig 1854–1961 (woerterbuchnetz.de , Universität Trier).
  5. so Wasen 2) besonders auch viereckig abgestochene Rasenstücke. In: J. G. Krünitz: Oekonomische Encyklopädie (online uni-trier.de).
  6. wasen II.4) das wort wird dann und schon seit dem späteren mhd. auch von der ganzen erddecke gebraucht, in der pflanzen wurzeln. . In: Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. Hirzel, Leipzig 1854–1961 (woerterbuchnetz.de , Universität Trier).
  7. wasen II.3) in Oberdeutschland wird das wort auch für die aus zersetzten pflanzenstoffen ausgestochenen stücke, torf, gebraucht. . In: Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. Hirzel, Leipzig 1854–1961 (woerterbuchnetz.de , Universität Trier).
  8. Waxenberg vergl. Hausberg (Burgstall) Wasenberg , burgenkunde.at; dieses vielleicht auch zu mhd. was bzw. wahs (=scharf, schneidend)

Kategorien: Moorwirtschaft | Agrargeschichte (Deutschland) | Flurname

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