Wartau - LinkFang.de





Wartau


Wartau
Staat: Schweiz
Kanton: Kanton St. Gallen SG
Wahlkreis: Werdenberg
BFS-Nr.: 3276
Postleitzahl: 9476 Weite
9476 Fontnas
9477 Trübbach
9478 Azmoos
9479 Malans
9479 Oberschan
9479 Gretschins
Koordinaten:
Höhe: 472 m ü. M.
Fläche: 41,74 km²
Einwohner: 5219 (31. Dezember 2014)[1]
Einwohnerdichte: 125 Einw. pro km²
Website: www.wartau.ch
Karte

Wartau ist eine politische Gemeinde in der Kulturlandschaft St. Galler Rheintal im Wahlkreis Werdenberg im Kanton St. Gallen, Schweiz. Wahrzeichen und Namensstifter der Gemeinde ist die Burg Wartau.

Geographie

Wartau besteht aus den Dörfern:

Dazu kommen die Weiler Plattis, Murris und Matug.

Die Gemeinde Wartau liegt am Fusse des Gonzens und des Alviermassives. Wartau besitzt eine vielfältige Landschaft mit einer gut erhaltenen Flora und Fauna. Ein Teil der Gemeindegrenze bildet der Rhein.

Die Gemeindeverwaltung von Wartau hat ihren Sitz in Azmoos. Die Gemeinde verfügt über einen Bahnhof in Trübbach, der allerdings nicht mehr betrieben wird. Das Gemeindegebiet ist allerdings mit dem Netz der Busbetriebe Rheintal Bus und LIEmobil entsprechend gut erschlossen. Ausserdem ist Trübbach an die Autobahn A13 angeschlossen und es existiert ein offener Grenzübergang nach Balzers im Fürstentum Liechtenstein.

Politik

Gemeinderat

Der vom Volk gewählte Gemeinderat ist als Exekutive das oberste Führungsorgan der Gemeinde. Er trifft sich alle zwei Wochen zu seinen Sitzungen.[2] Der Gemeindepräsident ist gleichzeitig Mitglied des Gemeinderates.

Gemeinderat Partei Funktion
Beat Tinner FDP Gemeindepräsident
Andreas Bernold FDP Vizepräsident
Martin Gabathuler SVP Mitglied
Paul Gabathuler SVP Mitglied
Daniela Graf FDP Mitglied

Geschichte

Der Edelmann Heinrich von Wildenberg, Schirmvogt des Klosters Pfäfers, war 1261 Besitzer der Festung oder Wart in der Au. Durch Erbgang kam die Herrschaft an das Haus Werdenberg-Sargans, den Grafen zu Werdenberg und 1414 an Graf Friedrich VII. von Toggenburg und 1429 an Graf Bernhard von Thierstein, der das Burgrecht von Zürich annahm und die Festung Wartau der Stadt übergab.[3] Mit dem Verkauf der Grafschaft Sargans an Zürich, Luzern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Glarus und Zug im Jahre 1483 ging die Landeshoheit über Wartau an diese Stände.[4] 1694/1695 kam es im sogenannten Wartauer Handel beinahe zum Krieg zwischen den katholischen und reformierten Schirmorten.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1809 1850 1900 1950 2000 2010
Einwohner 1214 2097 3149 3316 4704 5034

Sehenswürdigkeiten

Persönlichkeiten

  • Hans Rudolf Tschudi (1641–1716), war in der Kirchgemeinde Wartau-Gretschins von 1671 bis 1716, also zur Zeit des Wartauer Handels 1694/1695, als Pfarrer tätig
  • Heinrich Lang (1826–1876), deutscher Theologe und Reformer, führender Vertreter des theologischen Liberalismus, wirkte von 1848 bis 1863 als Gretschinser Pfarrer
  • Huldrich Arnold Seifert (1828–1885), freisinniger Ständerat des Kantons St. Gallen, Kreispostdirektor und Verfassungsrat, war Bürger von Wartau
  • Hermann Seifert (1841–1909), freisinniger Regierungsrat des Kantons St. Gallen und Landammann, war Bürger von Wartau und letzter privater Besitzer der Burg Wartau
  • Johann Jakob Gabathuler (1883–1958), freisinniger Regierungsrat des Kantons St. Gallen, Nationalrat und Landwirt, war Bürger von Wartau
  • Otto Karl Seifert (1902–1971), Schweizer Diplomat und erster Gesandter im neugegründeten Staat Israel, war Bürger von Wartau
  • Georges Eggenberger (SP) (1928–2010), Nationalrat für den Kanton Bern, wurde in Wartau geboren
  • Walter Müller (FDP) (* 1948), Nationalrat für den Kanton St. Gallen, Landwirt, ist Bürger von Wartau
  • Martina Hingis (* 1980), ehemalige Weltranglisten-Erste des Frauentennis, wuchs im Wartauer Dorf Trübbach auf

Literatur

  • Oskar Peter: Wartau: Eine Gemeinde im st. gallischen Rheintal, Bezirk Werdenberg. Siedlungs- und wirtschaftsgeographischer Beitrag zur Heimatkunde des Kantons St. Gallen. Verlag Köpfe-Benz, St. Gallen 1956.
  • Margarita Primas, Martin Peter Schindler, Katrin Roth-Rubi, José Diaz Tabernero und Sebastian Grüninger: Wartau - Ur- und frühgeschichtliche Siedlungen und Brandopferplatz. I. Frühmittelalter und römische Epoche. Universitätsforschungen zur prähistorischen Archäologie, Band 75, Bonn 2001, ISBN 3-7749-3057-0.
  • Martin Graber: Die Burg Wartau. Verlag BuchsMedien, Buchs 2003, ISBN 3-905222-98-1.
  • Margarita Primas, Philippe Della Casa, Emanuela Jochum Zimmermann und Renata Huber: Wartau – Ur- und frühgeschichtliche Siedlungen und Brandopferplatz im Alpenrheintal (Kanton St. Gallen, Schweiz), II. Bronzezeit, Kupferzeit, Mesolithikum. Universitätsforschungen zur prähistorischen Archäologie, Band 108, Bonn 2004, ISBN 3-7749-3285-9.

Weblinks

 Commons: Wartau  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Gemeinderat auf der Website der politischen Gemeinde Wartau, abgerufen am 10. Februar 2015.
  3. Salomon Hirzel: Züricherische Jahrbücher. 2. Bd. Zürich 1814. S. 227.
  4. August Naef: Chronik oder Denkwürdigkeiten der Stadt und Landschaft St. Gallen : Mit Inbegriff der damit in Verbindung stehenden Appenzellischen Begebenheiten. Von den ältesten Zeiten bis auf das Jahr 1848. Verlag Zürich, St. Gallen 1867, S. 965 ff.

Kategorien: Ort im Kanton St. Gallen | Schweizer Gemeinde

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Wartau (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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