Wapno - LinkFang.de





Wapno


Wapno

Hilfe zu Wappen
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Großpolen
Powiat: Wągrowiec
Geographische Lage:
Einwohner: 1700 ([1])
Postleitzahl: 62-120
Telefonvorwahl: (+48) 67
Kfz-Kennzeichen: PWA
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Bydgoszcz
Gmina
Gminatyp: Landgemeinde
Fläche: 44,19 km²
Einwohner: 3051
(30. Jun. 2015)[2]
Bevölkerungsdichte: 69 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 3028062
Verwaltung (Stand: 2008)
Gemeindevorsteher: Andrzej Bąk
Adresse: ul. Świerczewskiego 1 A
62-120 Wapno
Webpräsenz: www.wapno.pl

Wapno [ˈvapnɔ] (deutsch 1943–45 Salzhof) ist ein Dorf und Sitz der gleichnamigen Landgemeinde in der polnischen Wojewodschaft Großpolen. Sie liegt im Powiat Wągrowiecki etwa 20 Kilometer nordöstlich der Stadt Wągrowiec (Wongrowitz) und 10 Kilometer südlich von Kcynia (Exin). Das Dorf Wapno hat etwa 1700 Einwohner.

Infolge der Teilungen Polens fiel der Ort an Preußen und gelangte auf Grund des Versailler Vertrages 1920 zum wiederentstandenen Polen. Während des Zweiten Weltkrieges gehörte Wapno wieder zum Deutschen Reich und dem Landkreis Eichenbrück an.

Salzbergwerk

Unter der 1299 erstmals erwähnten Gemeinde wurde im 19. Jahrhundert eine Gipslagerstätte entdeckt, deren Abbau 1828 begann. 1871 stieß man auf ein Steinsalzvorkommen, das seit 1907 abgebaut wurde. 1911 erwarb das belgische Unternehmen Solvay das Bergwerk und gründete nach dem Ersten Weltkrieg die Solvay-Werke in Polen (Zakłady Solvay w Polsce S.z.oo.). In den Jahren 1940 bis 1944 wurde die Steinsalzförderung erhöht und das Werk ausgebaut.

Zum Schutz des Salzstockes wurde der Gipsabbau eingestellt und das Gipswerk Salzhof des Unternehmens Kalkwerk Wappin, Kreyser & Kröger in Posen (Poznań) im Jahre 1942 stillgelegt.

Das Steinsalzwerk Wapno war eines der bedeutendsten Salzbergwerke der Neuzeit in Polen, dessen größte Fördermengen in den Jahren 1950 bis 1965 erreicht wurden.

1966 war die Lagerstätte im Wesentlichen erschöpft und der Bergbau wurde eingestellt. Dabei erfolgte eine nur mangelhafte Verwahrung und ungenügende Sicherung der bergbaulichen Anlagen. Dadurch kam es im Jahre 1977 zu einem verheerenden Wassereinbruch. Die bereits seit einigen Jahren eindringende Wassermenge erhöhte sich am 3. August 1977 von 100 auf 530 Liter pro Minute. Am 5. August geschah die lange vorhersehbare Katastrophe, als innerhalb einer reichlichen Viertelstunde 30.000 Kubikmeter Wasser in das Bergwerk fluteten. Es erfolgten karstartige Ausspülungen des Gipslagers einschließlich des Salzstocks, die Einbrüche im Zentrum des Ortes zur Folge hatten. 324 Einwohner wurden sofort evakuiert und eine Eisenbahnstrecke stillgelegt. Die Tagebrüche setzten sich bis zum Januar 1978 fort. Der größte erfolgte in der Nacht zum 29. September 1977, als über 1000 Einwohner evakuiert werden mussten und fast das gesamte Ortszentrum im Bergwerk versank.

Insgesamt wurden 1402 Bewohner obdachlos und 53 Häuser zerstört.

Gmina

Die Landgemeinde (gmina wiejska) Wapno umfasst eine Fläche von 44 Quadratkilometer mit 3000 Einwohnern. Zu ihr gehören folgende Ortschaften:

Name deutscher Name
(1815–1919)
deutscher Name (1939–45)
Aleksandrowo Alexandrowo Alexander
Graboszewo Graboschewo Grawen
Komasin Klemkenhof Klemkenhof
Podolin Podolin 1939–44 Podolin
1944–45 Salzberg
Rusiec Rusiec Ruschetz
Srebrna Góra Srebnagora 1939–44 Srebnagora
1944–45 Silberberg
Stołężyn Stolenschin Hundertwiesen
Wapno Wapno 1939–45 Wapno
1943–45 Salzhof
Wapno-Osiedle Neu Wapno 1939–45 Neu Wapno
1944–45 Neusalzhof

(Die deutschen Bezeichnungen stammen aus der preußischen Zeit (1815–1920) beziehungsweise aus der Zeit der deutschen Besetzung im Zweiten Weltkrieg (1939–45))

Verkehr

Wapno hatte einen Bahnhof an der Bahnstrecke Oleśnica–Chojnice, ein weiterer befand sich im Ortsteil Rusiec.

Partnergemeinde

Verweise

Weblinks

Fußnoten

  1. Wapno – Informacje dodatkowe. In: mapa.szukacz.pl.
  2. Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2015. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (ZIP-Ordner mit XLS-Dateien; 7,82 MiB), abgerufen am 28. Mai 2016.

Kategorien: Bergbau (Polen) | Bergwerk in Europa | Salzbergwerk | Gmina in der Woiwodschaft Großpolen | Ort der Woiwodschaft Großpolen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Wapno (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.