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Wannweil


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: ReutlingenVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 332 m ü. NHN
Fläche: 5,34 km²
Einwohner: 5185 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 971 Einwohner je km²
Postleitzahl: 72827
Vorwahl: 07121
Kfz-Kennzeichen: RT
Gemeindeschlüssel: 08 4 15 080
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 11
72827 Wannweil
Webpräsenz: www.wannweil.de
Bürgermeisterin: Anette Rösch
}

Wannweil ist eine Gemeinde im Landkreis Reutlingen in Baden-Württemberg. Sie gehört zur Metropolregion Stuttgart.

Geographie

Geographische Lage

Wannweil liegt im Echaztal fünf Kilometer nordwestlich von Reutlingen zwischen den Städten Reutlingen und Tübingen.

Gemeindegliederung

Zur Gemeinde Wannweil gehören außer dem gleichnamigen Dorf keine weiteren Orte.[2]

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Gemeinde Wannweil, sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt und gehören zum Landkreis Reutlingen beziehungsweise zum Landkreis Tübingen ¹:

Kirchentellinsfurt¹, Reutlingen und Kusterdingen¹.

Geschichte

Der Name Wannweil kommt nach einer Urkunde aus dem Jahr 1275 von dem Begriff Wyle bi Betzingen. Erst 1465 erscheint der Name Wannwyle.

1333 verkaufte Albrecht von Blankenstein den „Widdumhof“ (Wohnhof) samt Patronatsrecht der Wannweiler Kirche dem Spital in Reutlingen. Damit befand sich Wannweil weitgehend in Reutlinger Besitz und teilte fortan auch alle Geschicke der freien Reichsstadt. Schlimme Zeiten für die Gemeinde brachten die Kriege in den Jahren 1449/50 und der sogenannte „Fürstenkrieg“ im Jahre 1519, als Herzog Ulrich von Württemberg Reutlingen belagerte und eroberte. Die Beteiligung der Reichsstadt am Schmalkaldischen Krieg 1546/47 führte kaiserliche Heere nach Wannweil. Im Dreißigjährigen Krieg fielen 1638 nach der Schlacht bei Nördlingen Kroaten in das Dorf ein, 1642 kamen die Schweden und später die Franzosen.

Im Jahre 1802/03 fiel Wannweil mit der Stadt Reutlingen an das Königreich Württemberg, wo es zum Oberamt Reutlingen gehörte. Der Ort zählte damals 405 Einwohner.

Religionen

In Wannweil wurde eine Kirche erstmals 1275 erwähnt. Der Ort ist seit Einführung der Reformation in Reutlingen 1530 evangelisch-lutherisch geprägt. Heute gibt es im Ort eine evangelische sowie eine römisch-katholische Kirchengemeinde. Außerdem sind die Volksmission entschiedener Christen und die Neuapostolische Kirche in Wannweil aktiv.

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerzahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohnerzahlen
1. Dezember 1871 ¹ 829
1. Dezember 1900 ¹ 1.355
1. Dezember 1925 ¹ 1.712
17. Mai 1939 ¹ 2.090
13. September 1950 ¹ 2.484
6. Juni 1961 ¹ 3.579
27. Mai 1970 ¹ 4.485
Jahr Einwohnerzahlen
25. Mai 1987 ¹ 4.583
31. Dezember 1990 4.874
31. Dezember 1995 5.122
31. Dezember 2000 4.988
31. Dezember 2005 5.114
31. Dezember 2010 5.149

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Wannweil hat 14 Mitglieder. Die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 lag bei 56,87 % und ergab folgende Sitzverteilung:

CDU 27,7 % – 2,6 % 4 Sitze ± 0
Freie Liste Wannweil 20,5 % + 4,4 % 3 Sitze + 1
Alternative Liste Wannweil 17,8 % + 2,2 % 3 Sitze + 1
Freie Wählervereinigung 17,2 % – 2,3 % 2 Sitze – 1
SPD 16,8 % – 1,8 % 2 Sitze – 1

Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und der Bürgermeisterin als Vorsitzende. Die Bürgermeisterin ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Bürgermeister

Der Bürgermeister wird für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Am 24. Oktober 2010 wurde Anette Rösch für eine dritte Amtszeit wiedergewählt. Die Wahlbeteiligung betrug 40,15 %, Anette Rösch erhielt 82,30 % der Stimmen.[3]

  • 1967–1995: Rüdiger Scherret
  • seit 1995: Anette Rösch

Wappen

Blasonierung: „In Rot auf grünem Hügel eine silberne Turmruine, um deren Fuß sich, aus dem schwarzen Tor heraus, eine golden gekrönte silberne Schlange windet.“

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Musik

  • Eintracht-Chöre Wannweil e. V., gegründet 1874
  • Musikverein Wannweil 1908 e. V.
  • Posaunenchor Wannweil 1954 e.V. der evangelischen Kirchengemeinde
  • Akkordeonclub Quetschkommod 1991 e.V.

Bauwerke

  • Evangelische Johanneskirche, die vermutlich älteste Kirche in Württemberg, gebaut im 11. oder 12. Jahrhundert[4], mit Christusbronze von Ernst Yelin (1958). In der Südmauer der Kirche befindet sich die Kopie eines vorromanischer Steines (sichtbare Seite: 150 × 45 cm), der in seinen Verzierungen die heidnischen Symbole (Drachen) mit den christlichen (Kreuz) verbindet.[5] Das Original befindet sich seit einem Kirchenumbau im Landesmuseum.

Sport

  • Schützengilde Wannweil 1906 e. V. (teilweise große regionale Erfolge vor allem im Jugendbereich in den 80er Jahren)
  • SV 1921 Wannweil e. V. (bekannt geworden in der Region Ende der 60er Jahre durch zwei Aufstiege in die Schwarzwald-Bodenseeliga, in den 1970ern folgte dann ein Abstieg bis in die C-Klasse. Bekanntes Vereinsmitglied ist Guido Buchwald, der bis zur B-Jugend hier beim SV Wannweil kickte, bevor er über Pliezhausen zu den Stuttgarter Kickers wechselte und später beim VfB Stuttgart sogar zum Weltmeister "Diego" avancierte.)
  • Reitverein Wannweil e.V. (ein Reitturnier wird meistens Ende Mai ausgetragen)

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Motorradgottesdienst mit Korso der Motorradfreunde Wannweil 1999 e.V.
  • Maifest der Freiwilligen Feuerwehr Wannweil mit traditionellem Maibaumstellen (30. April)
  • Maihockete am 1. Mai von und mit dem Musikverein Wannweil 1908 e. V.
  • Der Musikverein Wannweil 1908 e. V. veranstaltet jedes Jahr Ende September eine Schlachtfesthockete.
  • Die Chöre der Eintracht-Chöre Wannweil treten regelmäßig an Weihnachten, im Frühling und im Herbst auf. (Kinder-Chor, Junger Chor, Gemischter Chor unter der Leitung von Albert Mayer)
  • Der Reitverein Wannweil veranstaltet jährlich ein Dressur- und Spring-Turnier an Himmelfahrt und dem darauf folgenden Wochenende. In ungeraden Jahren folgt am Wochenende nach Pfingsten ein Western-Turnier.

Verkehr

Die Bahnstrecke Plochingen–Tübingen (KBS 760) verläuft durch die Gemeinde. Der Haltepunkt Wannweil liegt zwischen Betzingen (Richtung Reutlingen) und Kirchentellinsfurt (Richtung Tübingen). Es verkehren Regionalbahnen Richtung Tübingen/Herrenberg bzw. Richtung Plochingen/Bad Urach. Zudem hält hier vereinzelt der Zwischentakt Regional-Express nach Stuttgart.

Der Öffentliche Nahverkehr wird durch den Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (NALDO) gewährleistet. Die Gemeinde befindet sich in der Wabe 220.

Die Bus-Linie der Naldo-Gebiete lautet 7601. Der Bus fährt bis zur Station Kirchentellinsfurt Bahnhof und fährt weiter unter der Nummer 7605 nach Kusterdingen.

Durch Wannweil führt die Landesstraße 379. Diese verbindet die Gemeinde nach Norden mit der B 27 und der B 297 und nach Süden mit Reutlingen.

Bildung

Mit der Uhlandschule verfügt Wannweil über eine Grundschule. Früher gab es dort auch noch eine Hauptschule mit Werkrealschule. Die nächstgelegenen Gymnasien sind in Kusterdingen, Reutlingen und Tübingen. Für die jüngsten Einwohner bestehen je ein gemeindlicher, evangelisch-lutherischer Jonakindergarten und römisch-katholischer Kindergarten.

Partnerschaften

Es besteht seit Mai 2003 eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Mably (Département Loire). Austauschtreffen finden in der Regel zum Himmelfahrtstag statt.

Persönlichkeiten

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

  • Guido Buchwald ist in Wannweil aufgewachsen und hat beim SV Wannweil mit dem Fußballspielen begonnen.
  • Hans Hipp (deutscher Fußballtrainer) wurde in Wannweil geboren und trainierte den SV Wannweil.
  • Horst Köhler (Bundespräsident 2004–2010) hat während seiner Studienzeit in Tübingen in Wannweil gelebt.

Einzelnachweise

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VII: Regierungsbezirk Tübingen. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004807-4
  3. Anette Rösch mit 82,30 Prozent wiedergewählt
  4. http://www.wannweil.de/kirchen/evang2.htm (aufgerufen am 5. Juli 2010)
  5. Herbert Paulus: Ein vorromanischer Stein zu Wannweil. In: „Schwäbische Heimat“ 1956, S. 231–235

Weblinks

 Commons: Wannweil  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Wannweil – in der Beschreibung des Oberamts Reutlingen von 1824

Kategorien: Ort im Landkreis Reutlingen | Wannweil | Gemeinde in Baden-Württemberg

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Wannweil (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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