Walzbachtal - LinkFang.de





Walzbachtal


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: KarlsruheVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 193 m ü. NHN
Fläche: 36,72 km²
Einwohner: 9483 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 258 Einwohner je km²
Postleitzahl: 75045
Vorwahl: 07203
Kfz-Kennzeichen: KA
Gemeindeschlüssel: 08 2 15 089
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Wössinger Straße 26-28
75045 Walzbachtal
Webpräsenz: www.walzbachtal.de
Bürgermeister: Karl-Heinz Burgey (CDU)
}

Walzbachtal ist eine Gemeinde mit rund 9000 Einwohnern im Landkreis Karlsruhe im Nordwesten von Baden-Württemberg. Sie entstand am 1. Januar 1971 im Rahmen der Gebietsreform aus den davor selbständigen Gemeinden Jöhlingen und Wössingen.

Geografie

Lage und Naturraum

Die Gemeinde Walzbachtal liegt im Kraichgau. Namensgebend war der durch das Gemeindegebiet fließende Walzbach. Dieser transportiert – wie viele andere Flüsse, die aus dem Kraichgau kommen – große Mengen an Sediment.

Das Gemeindegebiet erstreckt sich über 3672 Hektar. Davon sind 10,8 Prozent Siedlungs- und Verkehrsfläche, 58,5 Prozent werden landwirtschaftlich genutzt und 30 Prozent sind bewaldet.[2]

Die nächsten größeren Städte sind Karlsruhe (Westen), Bretten (Osten), Bruchsal (Norden) und Pforzheim (Süden).

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Walzbachtal besteht aus den beiden ehemaligen Gemeinden Jöhlingen (5.773 Einwohner [3]) mit dem Weiler Binsheim und Wössingen (3864 Einwohner). Im Gebiet der ehemaligen Gemeinde Jöhlingen liegen die Wüstungen Binsheim, Neselingen und Buwertheim. Im Gebiet der ehemaligen Gemeinde Wössingen liegt die Wüstung Saulingen.[4]

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden sind Weingarten (Baden), Königsbach-Stein, Gondelsheim, Bretten, Pfinztal und Bruchsal.

Geschichte

Beide Ortsteile bezeugen mit der Namensendung -ingen einen Siedlungsbeginn in der Merowingerzeit.

Wössingen

Wössingen wurde erstmals in einer Urkunde aus dem Jahre 1024 als Wesingcheimero erwähnt, jedoch gibt es seit dem Fund des römischen Kellers in der nach ihm benannten Römerstraße im Jahre 1966 den Beweis einer Besiedelung um etwa 200/300 n. Chr. – ausgestellt ist dieser im Badischen Landesmuseum in Karlsruhe.

Die Schreibweise hat sich seit ihrer ersten urkundlichen Erwähnung im Laufe der Jahrhunderte des Öfteren geändert: 1150 Wesingung, 1161 Vesingen, 1287 Wesingin, 1310 Weselingen, 1314 Wesingen, 1509 Wessingen, 1512 Weszingen, 1678 Wossingen (auch Wasseringen), seit 1821 Wössingen. Im Jahre 1770 kaufte der Markgraf von Baden-Durlach dem Hochstift Speyer Wössingen ab.

In Wössingen befanden sich die Burg Oberwössingen und die Burg Unterwössingen, zwei Wasserschlösser.

Jöhlingen

Jöhlingen (damals Johannington) kam um 650 an die Hochkirche zu Speyer. Grabungsbefunde aus der Kirche St. Martin in Jöhlingen lieferten auch den Beleg einer frühen Kirche des 7. Jahrhunderts. Durch Otto den Großen kam Johannington um 945 an Graf Konrad den Roten. Sein Urenkel Kaiser Konrad II. schenkte den Ort 1024 dem Hochstift Speyer. Im Jahre 1803 wurde auch Jöhlingen badisch. In Jöhlingen findet sich auch ein jüdischer Friedhof.

Walzbachtal

Am 1. Januar 1971 schlossen sich Jöhlingen und Wössingen zur Gemeinde Walzbachtal zusammen. 1995 erhielt Walzbachtal den Landesumweltpreis.

Religionen

Während Wössingen in der Reformation evangelisch wurde, blieb Jöhlingen durch die Zugehörigkeit zum Hochstift Speyer römisch-katholisch. Heute ist das religiöse Leben breit gefächert. Neben evangelischen Pfarrämtern in beiden Teilorten und einer in Jöhlingen ansässigen römisch-katholischen Gemeinde sind auch die Neuapostolische Kirche, die pietistische Liebenzeller Gemeinschaft und seit 1700 eine mennonitische Gemeinde im Ort vertreten.

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerzahlen beziehen sich auf das heutige Gemeindegebiet.[5]

Jahr 1871 1900 1939 1950 1970 1987 1993 2001 2008 2010 2014
Einwohner 3730 4165 4742 6172 7068 7234 8040 9049 9129 9117 9483

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 18 Sitze. Seit der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 setzt er sich wie folgt zusammen:

CDU: 8 Sitze (− 2)
SPD: 5 Sitze (− 1)
FDP: 2 Sitze (± 0)
Grüne: 3 Sitze (+ 3)

Bürgermeister

Bürgermeister der Gemeinde Walzbachtal ist Karl-Heinz Burgey. Er wurde am 6. Mai 2003 auf acht Jahre gewählt. 2011 wurde er für weitere acht Jahre gewählt.

Wappen

Die Blasonierung des Wappens lautet: In gespaltenem Schild vorne in Rot eine goldene Eichel zwischen zwei goldenen Eichenblättern, hinten in Blau ein halbes geschliffenes silbernes Kreuz am Spalt.

Es wurde 1972 genehmigt. Die Eichel entstammt dem alten Wappen von Jöhlingen, das silberne Kreuz war auf den Wappen beider Ortsteile abgebildet und erinnert an das Hochstift Speyer.

Partnerschaften

Walzbachtal pflegt seit 1993 partnerschaftliche Beziehungen zu der ungarischen Gemeinde Bácsbokod.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Im Ortsteil Wössingen findet sich die evangelische Kirche von Friedrich Weinbrenner. Reizvoll liegt sie am oberen Ende einer langen Freitreppe, deshalb auch dominant im Siedlungskörper. Typischerweise strebt der Kirchturm kraftvoll aus der Vorderseite des Langhauses in die Höhe. Die Wössinger Weinbrenner-Kirche ist so gebaut worden, wie es mehrere Weinbrenner-Kirchen hätten werden sollen. Läuft man nämlich vom Hauptportal der Kirche aus immer gerade die Treppen hinab, steht man irgendwann auf direktem Weg vor der Haustür des Pfarrhauses. Dies ist eine der Besonderheiten dieser Kirche. Als Fachwerkhaus ist unter anderem das Alte Rathaus erhalten.

Im Ortsteil Wössingen steht ein fränkisches Gehöft aus dem 18. Jahrhundert.

Im Ortsteil Jöhlingen steht der Speyerer Hof. Der Speyerer Hof ist die einzige vollständig erhaltene Fränkische Hofanlage (sogenannter Dreiseithof) Walzbachtals aus dem Jahre 1577. 1983–87 wurde er von der Gemeinde saniert und in originaler Art restauriert. Der Speyerer Hof beherbergt die Gemeindebücherei und ist Sitz der örtlichen Verwaltungsstelle.

Siehe auch: Liste der Stolpersteine in Walzbachtal

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Walzbachtal liegt an der Kraichgaubahn (KarlsruheHeilbronn), auf der die Stadtbahnlinie S4 des Karlsruher Verkehrsverbundes (KVV) tagsüber im 20-40 Minuten-Takt verkehrt.

Sowohl Jöhlingen als auch Wössingen liegen an der Bundesstraße 293 (HeilbronnPfinztal), wobei diese seit 1978 als Umgehungsstraße an Wössingen vorbei,[6] jedoch durch Jöhlingen hindurch führt. Jöhlingen und Berghausen (Gemeinde Pfinztal) beendeten frühere Bestrebungen für den Bau einer gemeinsamen Ortsumgehung.

Vor dem Rathaus in Wössingen stehen zwei Carsharing-Fahrzeuge sowie in Jöhlingen am Bahnhof ein Opel Corsa (Stand Mai 2013) von Stadtmobil zur Nutzung bereit.

Öffentliche Einrichtungen

Verwaltungssitz der Gemeinde ist Wössingen, jedoch gibt es in Jöhlingen eine Verwaltungsstelle. Walzbachtal besitzt viele gemeindeeigene Veranstaltungsräume, so z. B. Böhnlichhalle, Heinrich-Wagner-Halle, Wössinger Hof und Speyerer Hof.

Bildung

In Wössingen gibt es eine Grundschule, in Jöhlingen eine Grund- und Werkrealschule. Daneben gibt es inzwischen drei kommunale und je einen römisch-katholischen und evangelischen Kindergarten. In beiden Ortsteilen gibt es eine Bücherei und Außenstellen der Volkshochschule Walzbachtal.

Persönlichkeiten

Weblinks

 Commons: Walzbachtal  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Statististisches Landesamt Baden-Württemberg, Stand: 31. Dezember 2004
  3. „Walzbachtal - Zahlen & Daten“
  4. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2. S. 130–132
  5. Statististisches Landesamt Baden-Württemberg
  6. Straßenbaubericht 1978 (PDF; 2,9 MB)

Kategorien: Walzbachtal | Gemeinde in Baden-Württemberg

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Walzbachtal (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.