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Wala Heilmittel


WALA Heilmittel GmbH
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Rechtsform GmbH
Gründung 1935
Sitz Bad Boll, Deutschland
Leitung Johannes Stellmann, Vorsitzender der Geschäftsleitung
Mitarbeiter > 800 (2013)
Umsatz 112 Mio. EUR (2012)
Branche Pharma und Kosmetik
Website www.wala.de

Die WALA Heilmittel GmbH (kurz: WALA) ist ein von Rudolf Hauschka im Jahr 1935 begründetes Unternehmen, das unter Beachtung der anthroposophischen Weltanschauung Arzneimittel (etwa 900 Produkte) und Kosmetik (rund 130 Produkte) herstellt. Der Name WALA leitet sich aus den Initialen der Herstellverfahren WärmeAsche, LichtAsche ab.

Produkte und Marken

Zu dem Unternehmen „WALA Heilmittel GmbH“ aus dem schwäbischen Bad Boll gehören die Marke „WALA Arzneimittel“ und „Dr. Hauschka Kosmetik“ sowie die Produktlinie „Dr. Hauschka Med“.

Die WALA-Arzneimittel werden in Apotheken, die nicht apothekenpflichtigen Arzneimittel auch in Bioläden verkauft. Dr. Hauschka Kosmetik und Dr. Hauschka Med Präparate wurden zunächst nur im Fachhandel im engeren Sinn (Bioläden, Reformhäusern, Apotheken und bei Dr. Hauschka-Kosmetikerinnen) verkauft. Seit Anfang 2007 wurde die Vertriebspolitik der Marke geändert. Sie soll sich als Luxusmarke im Naturkosmetiksortiment etablieren, weshalb sie breit in Parfümerien und Warenhäusern (Karstadt, KaDeWe) vertrieben wird.

Geschichte

In den 1920er Jahren suchte der Chemiker Hauschka nach neuen Formen der Arzneimittelzubereitung und kam in Kontakt mit dem Begründer der Anthroposophie, Rudolf Steiner (1861–1925). Auf dessen Hinweis: „Studieren Sie die Rhythmen, Rhythmus trägt Leben“ entwickelte Hauschka einen „rhythmischen Herstellungsprozess“, mit dem er einen „über 30 Jahre haltbaren wässrigen Pflanzenauszug“ fertigen konnte, ohne dabei die traditionelle Konservierung mit Alkohol verwenden zu müssen (Rosen, 1929). Der Herstellungsprozess beinhaltet „WALA“: Erwärmen-Abkühlen, Belichten-Abdunkeln.

Auf der Basis dieses Verfahrens stellte Hauschka Mittel her und gründete 1935 das erste WALA Laboratorium in Ludwigsburg. In dieser Zeit wurden die bis heute geltenden Unternehmensgrundsätze formuliert. Wegen Verbots der Anthroposophie im Dritten Reich und Gestapo-Haft Hauschkas musste das WALA-Laboratorium 1941 schließen.

1947 eröffnete Hauschka nach dem Krieg die WALA erneut, damals auf dem Gelände des biologisch-homöopathischen Krankenhauses in Höllriegelskreuth bei München, das bis 1950 von Margarethe Hauschka-Stavenhagen geleitet wurde. 1950 zog das Unternehmen, das damals 7 Mitarbeiter beschäftigte, nach Eckwälden bei Bad Boll um. Zum 1. Januar 1953 wandelten Rudolf Hauschka, Margarethe Hauschka-Stavenhagen, die Laborleiterin Maja Mewes und der Kaufmann Max Kaphahn die WALA in eine Offene Handelsgesellschaft (OHG), die WALA-Heilmittellaboratorium Dr. R. Hauschka OHG um, die 1979 in eine Besitzgesellschaft (WALA-Heilmittel Dr. Hauschka OHG) und eine Betriebsgesellschaft (WALA Heilmittel GmbH) aufgespalten wurde.

Ab 1967 wurde die Kosmetik-Produktlinie durch Elisabeth Sigmund aufgebaut.

1986 wurde die WALA in zwei Stiftungsunternehmen, die WALA Stiftung (100%ige Gesellschafterin der WALA Heilmittel GmbH) und die Dr. Hauschka Stiftung, mit einem Stiftungskapital in einer Höhe von 2,7 Millionen DM[1], umgewandelt. Das Unternehmen dient dem Stiftungszweck und kann nicht ge- oder verkauft bzw. vererbt werden. 1983 hatte das Unternehmen etwa 175 Beschäftigte und einen Jahresumsatz von etwa 17 Millionen DM;[2] 2009 waren es rund 700 Mitarbeiter und ein Umsatz von 96 Millionen Euro.

Kritik und Kontroversen

2012 wurde bekannt, dass auch Wala mit Claus Fritzsche einen Betreiber mehrerer Websites finanziert, der sich selbst als Journalist bezeichnet und sich auf diesen der Diffamierung von Kritikern komplementärmedizinischer Praktiken widmet. Dabei verwendet Fritzsche verschiedene Server, die sich gegenseitig verlinken, um so die Suchergebnisse u.a. von Google zu manipulieren und so die Kritik in den Vordergrund zu rücken. Ein Opfer dieser Praxis war z.B. der britische Forscher Edzard Ernst.[3]

Im Sommer 2009 wurden die Räumlichkeiten von Mitarbeitern des Bundeskartellamtes durchsucht.[4] Die Behörde vermutete, dass die Firma ihren Händlern die Verkaufspreise diktiere. Ein Firmensprecher wies dagegen die Vorwürfe zurück.[4] Ende Juli 2013 wurde das Verfahren mit einem Vergleich beendet;[5] dabei verhängte das Bundeskartellamt Geldbußen in Höhe von insgesamt 6,5 Millionen Euro gegen das Unternehmen und verantwortliche Mitarbeiter.[6]

Quellen

  1. WALA Stiftung: Satzung
  2. Peter Brügge: Die Anthroposophen, Spiegel Verlag Hamburg, 1984
  3. Homöopathie-Lobby im Netz – Schmutzige Methoden der sanften Medizin , Artikel in der Süddeutschen vom 30. Juni 2012, abgerufen am 8. August 2012
  4. 4,0 4,1 SÜDWEST PRESSE: Razzia des Kartellamts bei der Wala , Bericht der Geislinger Zeitung vom 12. August 2009.
  5. Einvernehmlich beendet: Bundeskartellamtsverfahren gegen die WALA (PDF; 51 kB). WALA Presseinformation, 31. Juli 2013.
  6. Bußgeld gegen die WALA Heilmittel GmbH wegen vertikaler Preisbindung bei Dr. Hauschka-Kosmetik. Pressemitteilung des Bundeskartellamtes vom 31. Juli 2013.

Weblinks


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Wala Heilmittel (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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