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Wahlhausen


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: EichsfeldVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verwaltungs­gemeinschaft: Hanstein-Rusteberg
Höhe: 150 m ü. NHN
Fläche: 7,22 km²
Einwohner: 304 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 42 Einwohner je km²
Postleitzahl: 37318
Vorwahl: 036087
Kfz-Kennzeichen: EIC, HIG, WBS
Gemeindeschlüssel: 16 0 61 102
Adresse der Verbandsverwaltung: Steingraben 49
37318 Hohengandern
Webpräsenz: www.wahlhausen.de
Bürgermeisterin: Gabriele Stallknecht
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Wahlhausen ist eine Gemeinde im thüringischen Landkreis Eichsfeld an der Werra, unmittelbar an der Grenze zu Hessen gelegen. Sie gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Hanstein-Rusteberg.

Geographische Lage

Wahlhausen liegt an der Westgrenze des Naturparks Eichsfeld-Hainich-Werratal an der Mündung der Walse in die Werra. Nördlich befindet sich der Höhenzug Höheberg (508,9 m ü. NN ) und südöstlich der Höhenzug Gobert (569 m ü. NN ). Jenseits und damit westlich der Werra liegt das zu Nordhessen gehörende Soodener Bergland.

Geschichte

Allgemein

Die erste urkundliche Erwähnung Wahlhausens datiert aus dem Jahre 1243 als „Waldesa“. Diese überlieferte Urkunde eines „Hartung von Waldesa“ protokolliert eine Schenkung an das Kloster Germerode. Die erste Namensschreibung war „Waldesa“; das bedeutet Waldwasser und leitet sich von dem Bach ab, der durch den Ort fließt. 1336 wird der Ort auch „Wasser-Waldesa“ genannt. Als die Hansteiner nach dem Verfall ihrer Stammburg ihre Wohnsitze in die umliegenden Dörfer verlegten, errichteten sie auch in Wahlhausen drei Herrenhäuser, den Unter-, Mittel- (oder auch Ershäuser-) und den Oberhof. Vor diesen neuen Ansitzen verschwand das Dorf fast, und so nannte man den Ort mit Rücksicht auf die neuerbauten Häuser „Waldes-Haus“. Daraus hat sich die heutige Namensform Wahlhausen ergeben. Landesherr war bis zur Säkularisation 1802 Kurmainz.

Das „Hansteinsche Patrimonialgericht“ hatte von 1772 bis 1849 seinen Sitz in Wahlhausen. 1802 bis 1807 wurde der Ort preußisch und kam dann zum Königreich Westphalen. Von 1815 bis 1945 war er Teil der preußischen Provinz Sachsen. 1945 wurden die Hansteinschen Güter enteignet und aufgeteilt. Bis 1949 war der Ort Teil der sowjetischen Besatzungszone und ab 1949 Teil der DDR. Bis zur Wende und Wiedervereinigung 1989/1990 war Wahlhausen von der nahen innerdeutschen Grenze massiv beeinträchtigt. Er gehörte zur „5-km-Sperrzone“ entlang der Innerdeutsche Grenze. In der Nacht vom 17. auf den 18. August 1989 geriet Wahlhausen wegen der Schüsse auf Wahlhausen in die Medien. Unbekannte hatten 91 Schüsse über die deutsch-deutsche Grenze vom hessischen Bad Sooden-Allendorf aus auf Wahlhausen abgefeuert, ohne Personen zu treffen. Täter und Hintergründe sind nicht aufgeklärt. Die häufigsten Hypothesen sind, dass es sich um ein Ablenkungsmanöver der Stasi oder einen Dummejungen-Streich handelte.

Vor allem Zugreisenden auf der Strecke Hannover-Bebra ist der Ort in Erinnerung, da dort keine sichtbare Grenzsicherung bestand und die Häuser Wahlhausens wie unüberwacht am Werraufer standen.

Seit 1990 gehört der Ort zum wieder gegründeten Bundesland Thüringen. Die kleine Familienkirche derer von Hanstein wurde gerade noch rechtzeitig restauriert, somit vor dem Verfall bewahrt und ist das Gemeindeschmuckstück. Glasfenster hatte Professor Otto Linnemann aus Frankfurt geschaffen.

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1994: 390
  • 1995: 369
  • 1996: 354
  • 1997: 330
  • 1998: 250
  • 1999: 246
  • 2000: 256
  • 2001: 266
  • 2002: 310
  • 2003: 334
  • 2004: 343
  • 2005: 342
  • 2006: 343
  • 2007: 343
  • 2008: 341
  • 2009: 340
  • 2010: 347
  • 2011: 315
  • 2012: 312
  • 2013: 324
  • 2014: 306
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat von Wahlhausen setzt sich aus sechs Gemeinderatsmitgliedern zusammen.

  • Wahlvorschlag Freie Wähler: 6 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 7. Juni 2009)[2]

Bürgermeister

Die ehrenamtliche Bürgermeisterin Gabriele Stallknecht wurde am 6. Juni 2010 wiedergewählt.[3]

Persönlichkeiten

Literatur

  • Johannes Beisheim: Wie Josef errettet wird und andere biblische Geschichten. Bilder aus der Kirche in Wahlhausen. Evangelischer Medienverband, Kassel 1996, ISBN 3-89477-029-5, S. 92.

Einzelnachweise

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik  (Hilfe dazu).
  2. Kommunalwahlen in Thüringen am 7. Juni 2009. Wahlen der Gemeinde- und Stadtratsmitglieder. Vorläufige Ergebnisse. Der Landeswahlleiter, abgerufen am 9. März 2010 (PDF; 1,9 MB).
  3. Kommunalwahlen in Thüringen am 6. Juni 2010. Wahlen der Gemeinde- und Stadtratsmitglieder. Vorläufige Ergebnisse. Der Landeswahlleiter, abgerufen am 6. Juni 2010.

Weblinks

 Commons: Wahlhausen  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Walhausen in der Topographia Superioris Saxoniae (Matthäus Merian) – Quellen und Volltexte

Kategorien: Ort an der Werra | Ort im Landkreis Eichsfeld | Wahlhausen | Gemeinde in Thüringen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Wahlhausen (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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