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Wagna


Wagna
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Leibnitz
Kfz-Kennzeichen: LB
Fläche: 13,1 km²
 :
Höhe: 266 m ü. A.
Einwohner: 5.538 (1. Jän. 2016)
Postleitzahlen: 8435, 8430
Vorwahl: 03452
Gemeindekennziffer: 6 10 45
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 4
8435 Wagna
Website: www.wagna.at
Politik
Bürgermeister: Peter Stradner (SPÖ)
Gemeinderat: (2015)
(25 Mitglieder)
18
4
2
1
18 
Lage der Marktgemeinde Wagna im Bezirk Leibnitz
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Wagna ist eine Marktgemeinde mit 5538 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016 ) im Bezirk Leibnitz im österreichischen Bundesland Steiermark.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Wagna entstand am 1. Jänner 1952 durch Zusammenlegung der vorher selbständigen Gemeinden Aflenz an der Sulm, Hasendorf an der Mur, Leitring und Wagna.

Die Gemeinde Wagna setzt sich zusammen aus vier Katastralgemeinden (Fläche 2015) und gleichnamigen Ortschaften (Einwohner Stand 1. Jänner 2015[1]):

Katastralgemeinden Ortschaften
  • Aflenz (233,78 ha)
  • Hasendorf (253,31 ha)
  • Leitring (396,61 ha)
  • Wagna (417,55 ha)

Weitere Ortsteile sind als Dörfer: Kleinwagna, Neuleitring, Neuwagna.[2]

Nachbargemeinden

Gralla
Leibnitz Gabersdorf
Gamlitz Straß in Steiermark, Ehrenhausen

Geschichte

Einen Brückenübergang über die Mur bei Landscha gibt es schon seit der Hallstattzeit (800−600 v. Chr.)

Im von Kelten besiedelten Gebiet wurde um 15 v. Chr. eine Römersiedlung gegründet, die 70 n. Chr. zur Stadt erhoben wurde. Im Namen Flavia Solva ist der Name des Stadtgründers Flavius und der Name des Flusses Sulm - „Solva“ enthalten. Flavia Solva war eine von 11 mit Stadtrecht ausgestatteten Römersiedlungen in Österreich und die einzige in der heutigen Steiermark. Etwa 170 n. Chr. wurde Flavia Solva im Markomannenkrieg gebrandschatzt, dann wieder aufgebaut und schließlich im 5. Jahrhundert im Zuge der Völkerwanderung total zerstört.

Der Name Wagna findet sich erstmals in Urkunden des 13. Jahrhunderts als „Wagnach“ = Siedlung am Flussübergang. Diese dürfte sich nahe der heutigen Sulmbrücke befunden haben. Im 16. Jahrhundert entstand an der Aflenzer Sulmbrücke ein Edelsitz, aus dem sich die Herrschaft „Wagna“ entwickelte. Das Dorf Wagna unterstand der Herrschaft Seckau und hatte im Jahre 1822 196 Einwohner. 1848 wurden die Grundherrschaften aufgelöst, die politische Gemeinde Wagna entstand.

Im Ersten Weltkrieg entstand ein Lager für Kriegsflüchtlinge und ausgesiedelte Zivilbevölkerung. Im August 1915 wurden Familien aus Friaul ins Lager gebracht, das im November 1915 21.286 Flüchtlinge zählte. Im Lager starben fast 3000 Menschen an Cholera, Typhus und Fleckfieber. Ein eigener italienischer Friedhof wurde errichtet. Nach dem Zusammenbruch der Monarchie entstand aus diesem Flüchtlingslager die Siedlung Wagna.

Während des Zweiten Weltkriegs bestand in der Katastralgemeinde Aflenz von Februar 1944 bis April 1945 ein Nebenlager des KZ Mauthausen. Das Lager diente zur unterirdischen Verlagerung der Flugmotorenproduktion der Steyr-Daimler-Puch AG von Graz nach Aflenz. Für Stollenbau und Produktion wurden in dem Römer-Kalksteinbruch insgesamt 920 Häftlinge eingesetzt.[3]

Mit 1. Oktober 1984 wurde Wagna zur Marktgemeinde erhoben.

Bevölkerungsentwicklung

Politik

Bürgermeister

Bürgermeister ist Peter Stradner (SPÖ).[4]

Dem Gemeindevorstand gehören weiters der erste Vizebürgermeister Johann Ritter (SPÖ), der zweite Vizebürgermeister Franz Pilch (ÖVP), der Gemeindekassier Heinz Piberl (SPÖ) und das Vorstandsmitglied Karlheinz Stohmeier (SPÖ) an.[4]

Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus 25 Mitgliedern. Nach dem Ergebnis der Gemeinderatswahl 2015 setzt sich dieser wie folgt zusammen:[5]

Tourismusverband

Die Gemeinde bildet gemeinsam mit Leibnitz den Tourismusverband „Die besten Lagen.Südsteiermark“. Dessen Sitz ist in Leibnitz.[6]

Städtefreundschaftspakt seit 1969

Wappen

Das Wappen der Marktgemeinde Wagna zeigt einen Schlüssel, Kornähren und zwei sich reichende Hände. Das Motiv stammt von einer römischen Münze und besagt, „dass die Freundschaft der Schlüssel zur Ernte“ ist.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Wagna

Sehenswürdigkeiten

Museen

Landeskrankenhaus Wagna

Im Bereich der ehemaligen Römersiedlung Flavia Solva wurde im 19. Jahrhundert ein Barackenspital errichtet. Dieses wurde im Ersten Weltkrieg völlig vernichtet und in den Folgejahren vom Roten Kreuz wiederaufgebaut.

1936 übergab das Rote Kreuz das Spital an das Land Steiermark. Dieses verfügte damals über vier Abteilungen (chirurgische, medizinische, Infektions- und Gebärabteilung mit rund 100 Betten). Ende der 1950er Jahre wurde mit der Planung und dem Neubau des heutigen Krankenhauses begonnen.

Das Krankenhaus präsentiert sich heute inmitten eines großen Parks und ist seit 1986 ein Standardkrankenhaus der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft.

Sport

Persönlichkeiten

Literatur

Weblinks

 Commons: Wagna  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Einwohner nach Ortschaften (Excel-Datei, 766 KB); abgerufen am 29. Juli 2015
  2. Steiermark, Unzmarkt-Frauenburg, Wettmannstätten, 509. Wagna. In: Österreichischer Amtskalender online. Jusline Österreich GmbH (Verlag Österreich), Wien 2002–.
  3. Artikel der Salzburger Nachrichten vom 2. Juli 2008
  4. 4,0 4,1 Gemeinde Wagna: Gemeindevorstand , abgerufen am 16. Juni 2015
  5. Gemeinde Wagna: Fraktionen , abgerufen am 16. Juni 2015
  6. Grazer Zeitung, Amtsblatt für die Steiermark. 30. Dezember 2014, 210. Jahrgang, 52. Stück. Nr. 301. ZDB-ID 1291268-2 S. 624.

Kategorien: Weinbaugemeinde in der Steiermark | Ort im Bezirk Leibnitz | Wagna | Gemeinde in der Steiermark

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Wagna (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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