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Wachbach (Fluss)


Wachbach

Daten
Gewässerkennzahl DE: 24656
Lage Baden-Württemberg, Deutschland
Flusssystem Rhein
Abfluss über Tauber → Main → Rhein → Nordsee
Quelle in Bad Mergentheim-Rot zwischen Kreuz- und Hallenstraße
Quellhöhe ca. 375 m ü. NN[1]
Mündung in Bad Mergentheim zwischen der Tauberbrücke der Wolfgangsstraße und dem Steg talab davon von links und Süden in die Tauber
Mündungshöhe ca. 197,7 m ü. NN[2]
Höhenunterschied ca. 177,3 m
Länge 12,6 km[3]
Einzugsgebiet 56,046 km²[4]

Linke Nebenflüsse Hachteler Bach, Stuppach, Althäuser Bach

}} Der Wachbach ist ein 12½ km langer Fluss im nördlichen Baden-Württemberg, der in Bad Mergentheim im Main-Tauber-Kreis von links und Süden in die Tauber mündet.

Der Name des Gewässers hat – wie das Grundwort Bach selbst und seine vielen anderen Zusammensetzungen – im durchlaufenen taubergründischen Dialektgebiet mundartlich das weibliche Geschlecht.

Geographie

Verlauf

Der Wachbach fließt ausschließlich auf Mergentheimer Gemarkung und stets in nördlicher bis allenfalls nordwestlicher Richtung. Weil östlich seines Tales der recht nahe Lochbach fast parallel zur Tauber fließt, erreichen ihn alle größeren Zuflüsse von links.

Er entspringt im Dorf Rot, quert dann das Dorf Dörtel und wird kurz danach vom 5 km langen Hachteler Bach gespeist. Danach durchfließt er das Dorf Wachbach, wo ihm aus dem Ursprung ein nur gut 1½ km langes Gewässer zuläuft. Dahinter mündet die Stuppach, mit der zusammen die B 19 ins Tal tritt. Beim folgenden Neunkirchen am Beginn der geschlossenen Stadtbebauung Mergentheims fließt der mit 5½ km längste Nebenfluss Althäuser Bach zu. Im Lauf durch die Stadt berührt er an deren Westseite die Altstadt, deren Norden schon in die breite Aue der Tauber reicht. Der Wachbach unterquert dann die Taubertalbahn und mündet knapp einen halben Kilometer später von links und Süden im Stadtbereich in die Tauber.

Zuflüsse

Von der Quelle zur Mündung aufgeführt.
Gewässerlängen, -flächen und Einzugsgebiete nach LUBW-FG10, LUBW-SG10 und LUBW-GEZG (Datensatzeinträge). Namen bevorzugt nach den Gewässerbeschriftungen auf der Hintergrundkarte. Höhen meist abgeschätzt nach dem Höhenlinienbild auf dieser, gelegentlich nach unverkennbar zuzuordnenden Zahlbeschriftungen an den Mündungen.

Ursprung des Wachbachs im Dorf Rot von Bad Mergentheim zwischen Kreuz- und Hallenstraße auf etwa 375 m ü. NN .

  • Durchfließt ein 0,8101 ha großes Hochwasserrückhaltebecken
  • Zufluss aus der Dörteler Klinge, von rechts in Dörtel längs der Quellenstraße auf etwa 297 m ü. NN , 0,85 km und 1,548 km². Entsteht zwischen Pfaffenbaum und Herbsthauser Berg auf 336,3 m ü. NN .[5] Trockenfallend.
  • Quellreiche Zone bis zum nächsten Zufluss in der Altmühle, ab etwa 280 m ü. NN .
  • Hachteler Bach, von links zwischen Hüttenberg und Kaiserstein auf etwa 270 m ü. NN , 5,098 km und 9,016 km². Entfließt einem 0,2158 ha großen Teich am Nordrand des Hagenholzes etwa 1,0 km östlich von Mulfingen-Atzenweiler auf etwa 410 m ü. NN . Trockenfallend.
  • Zufluss aus dem Tal Ursprung, von links im Mergentheimer Dorf Wachbach zwischen Eichmühlweg und der Straße Im Ursprung auf etwa 255 m ü. NN , 1,689 km. Entsteht am Schafbrunnen auf etwa 302 m ü. NN .
  • Mühlkanal, von links längst der Alten Schloßstraße kurz vor dem Schloss Wachbach, 0,336 km. Entsteht als Abzweig des vorigen kurz vor seiner Mündung. Völlig verdolt.
  • Wolfentalgraben, von rechts längs der Wachbacher Gartenstraße auf etwa 240 m ü. NN , 0,938 km. Feldwegbegleitend oder verdolt.[6]
  • Schlingenreicher Auenzweig, links in der Talmitte gegenüber der Fuchshecke, ca. 0,390 km.[7] Der Hauptweig am rechten Hangfuß neben der K 2887 (Wachbacher Straße) scheint hier künstlich geschaffen.
  • Stuppach, von links kurz vor dem Campingplatz Willinger Tal auf 227,4 m ü. NN , 5,554 km und 10,589 km². Entsteht am Zwerchenberg etwa 0,9 km östlich der Talsteigenschlinge der B 19 RengershausenStuppach (Bad Mergentheim) auf etwa 360 m ü. NN .
  • Althäuser Bach, von links in Neunkirchen gegenüber der Warte auf etwa 215 m ü. NN , 5,474 km mitsamt dem Oberlauf Brunnentalbach[8] und 14,49 km². Entsteht durch Zusammenfluss von linkem Brunnentalbach (Althäuser Bach) und rechtem Lustbronner Bach in Althausen, höchste Quelle des ersten etwa 1,7 km nordwestlich von Lustbronn im waldumstandenen Rechental auf etwa 332 m ü. NN .

Mündung des Wachbachs nach einem Lauf von 12,552 km etwa 0,4 km nördlich des Bahnhofs von Bad Mergentheim auf 197,7 m ü. NN von links und Süden in die Tauber.

Einzugsgebiet

Das Einzugsgebiet umfasst 56 km², sein überwiegender Teil liegt links des Laufes. Im Osten konkurriert von der Mündung an recht nahe und lange der parallel zur Tauber laufende Lochbach, im Südosten bei Herbsthausen kurz der in gleicher Richtung entwässernde Aschbach. Südlich verläuft die Wasserscheide zum Rißbach, der ebenso wie der im Südwesten des Einzugsgebietes jenseits entwässernde Erlenbach ein Jagst-Zufluss ist. Im Nordwesten schließlich grenzt auf einem Abschnitt Umpfer-Einzugsgebiet an, dessen Abfluss ebenfalls die Tauber erreicht.

Bis auf einen kleinen Zwickel im Süden, der zu Mulfingen gehört, liegt das Einzugsgebiet ganz auf Mergentheimer Markung.

Flusssystem Tauber

Gewässergüte

Der Wachbach war mit Stand von 2004 auf seinem ganzen hierfür erfassten Lauf ab dem Zufluss des Hachteler Bachs bis zur Mündung mäßig belastet (Güteklasse II).[9]

Geologie

Der Wachbach entsteht und mündet im Muschelkalk. Die Quelle in Rot liegt im Oberen Muschelkalk, schon vor dem Rückhaltebecken läuft der Bach im Mittleren Muschelkalk, etwa ab Dörtel im Unteren Muschelkalk. Wenig später, schon vor dem Zulauf des Hachteler Bachs, liegen auf der Sohle des Tals quartäre Füllungen, die sich dann bis zur Mündung in die Tauber fortsetzen.

Im Einzugsgebiet liegt nur auf einem schmalen Streifen längs der südlichsten Wasserscheide dem Muschelkalk noch Unterkeuper auf. Beidseits des Baches sind an seinem Eintritt in die Aue des Taubertals an dessen Südhang im Stadtgebiet quartäre Hangschuttmassen abgelagert. Gleich unterhalb von Wachbach beginnen auf beiden Seitenhöhen nahe Störungslinien, die recht genau in Talrichtung ziehen und im weiteren Verlauf unterhalb von Mergentheim ebenso das untere Tal der Tauber rahmen, welche nach ihrem Westlauf durch die Stadt in Fortsetzung der Wachbach-Richtung nordnordwestlich abknickt.[10]

Geschichte

Das Wasser des Wachbachs speiste früher die Festungsgräben der Ordensresidenz in Bad Mergentheim.[11]

Einzelnachweise

  1. Nach dem Höhenlinienbild auf der Hintergrundkarte der LUBW-FG10.
  2. Texteintrag in Blau an der Mündung auf der Hintergrundkarte der LUBW-FG10.
  3. Nach LUBW-FG10 (Datensatzeintrag).
  4. Summe der Teileinzugsgebiete nach LUBW-GEZG (Datensatzeinträge).
  5. Nach schwarzer Beschriftung neben dem Ursprung auf der Hintergrundkarte der LUBW-FG10. Das Höhenlinienbild spricht für wenigstens 338 m ü. NN .
  6. Auf der Hintergrundkarte ist ein ca. ⅓ km langer Lauf nur oberhalb des Polygonzug-Laufes eingezeichnet mit stärkerem Gehölzbewuchs und ohne begleitenden Weg, der auf etwa 320 m ü. NN beginnt.
  7. Abgemessen auf der Hintergrundkarte der LUBW-FG10.
  8. LUBW-FG10 rechnet den rechten Oberlauf Lustbronner Bach dazu und kommt dann auf 4,857 km Länge. Der Unterlauf allein hat 1,757 km.
  9. Biologische Gewässergütekarte 1 : 350.000 der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (PDF; 11,7 MB)
  10. Geologie nach LGRB-GÜK300.
  11. Artikel Seite nicht mehr abrufbar , Suche in Webarchiven: Die Wachbach speiste die Festungsgräben auf www.fnweb.de.

Literatur

„TK25“: Topographische Karte 1:25.000 Baden-Württemberg Nord, als Einzelblatt Nr. 6524 Bad Mergentheim und Nr. 6624 Mulfingen

Weblinks


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