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Wüsting


Wüsting
Höhe: 5 m
Einwohner: 2340 (30. Jun. 1972)
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 27798
Vorwahl: 04484

Lage von Wüsting in

Wüsting ist eine ehemals selbständige Gemeinde, die heute den Westteil der Einheitsgemeinde Hude im Landkreis Oldenburg bildet.

Die Ortsmitte von Wüsting liegt im Bereich des Bahnhofs rund acht Kilometer östlich von Oldenburg - gemessen in Luftlinie von der Stadtmitte aus. Hude als Hauptort der Gemeinde ist neben der nähergelegenen Stadt Oldenburg auch Grundzentrum für Wüsting, die nächstgelegenen Mittelzentren sind Delmenhorst im Osten, Brake und Rastede im Norden und Nordwesten sowie Wildeshausen im Süden. Wichtigste Oberzentren für Wüsting sind die Großstädte Oldenburg und Bremen.

Geschichte

Die ehemals selbständige Gemeinde Wüsting umfasste bis zur Eingemeindung nach Hude, die am 1. Juli 1972 in Kraft trat[1], die Ortschaften Holle, Oberhausen, Hemmelsberg, Grummersort, Wraggenort, Holler-Neuenwege und den Ostteil von Tweelbäke. Ihre Gesamtfläche betrug rund 52 km², die Einwohnerzahl lag am 30. Juni 1972 bei 2.340 Personen.

Der Ursprung Wüstings ist die frühere Gemeinde Holle, die 1277 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Im Jahre 1404 ist in historischen Urkunden vom "Wüstenlande" die Rede, das aus Holle und Oberhausen bestand. 1577 wird die Vogtei Wüstenland mit den Kirchspielen Holle und Neuenhuntorf an die Grafschaft Oldenburg abgetreten. 1933 erfolgt ein erster Zusammenschluss mit der Gemeinde Hude (ohne Kirchkimmen), der 1948 wieder aufgelöst wurde. Die wieder selbständige Gemeinde hieß zunächst Holle, ab 1949 Wüsting. 1972 erfolgt die erneute Eingemeindung nach Hude.

1867 wurde die Bahnstrecke Bremen–Oldenburg eröffnet, an der Wüsting einen Bahnhof erhielt. Dieser wurde 1978 für den Personenverkehr geschlossen und im Dezember 2006 wiedereröffnet.

Schulen gab es in der Gemeinde seit 1617 (Neubau 1909) in Holle, seit 1681 in Oberhausen und seit 1654 in Wüsting. Von 1954 bis 1969 besuchten die Holler und Oberhausener Kinder die Schule Wöschenland. Seit 1969 hat die Schule in Wüsting als Mittelpunktschule ihre heutige Größe mit der Sporthalle. 1980 kamen Außensportanlagen, die 1992 erweitert wurden, hinzu. 1980 wurde auch der Kindergarten in Wüsting eröffnet.

Die älteste Wüstinger Kirche ist die um 1200 entstandene, heute evangelische Dionyskirche in Holle. 1956 wurden die evangelische Heilig-Geist-Kapelle in Wüsting und im Jahre 1962 die katholische Kapelle am Klosterkiel errichtet. Ein erstes Feuerwehrhaus wurde 1933 errichtet. Nach einer zwischenzeitlichen Erweiterung des alten Feuerwehrhauses im Jahre 1963 wurde 1992 ein Neubau eingeweiht. 1948 entstand das Rathaus der Gemeinde Wüsting.

Verkehr

Autobahn und Landstraßen

Die Bundesautobahn 28 verläuft im Süden des früheren Gemeindegebietes und ist über nachgeordnete Straßen - insbesondere über die Kreisstraße 348 - zu erreichen. Nach Norden besteht über die Landesstraße 866 eine Verkehrsanbindung nach Berne und in die Wesermarsch.

Eisenbahn

Der Bahnhof Wüsting an der Bahnstrecke Bremen–Oldenburg wurde zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2006 wiedereröffnet. Seit April 2006 entstanden unmittelbar an den Bahnübergang angrenzend zwei neue Bahnsteige von je 210 Metern Länge. Diese Bahnsteige bieten Platz für Züge mit bis zu sieben Wagen. Die Bahnsteige sind mit Wartehäuschen, einem Wegeleitsystem, Beleuchtung und Informationsvitrinen ausgestattet und sind barrierefrei über Rampen erreichbar.

Täglich halten bis zu 44 Züge in Wüsting und bieten umsteigefreie Verbindungen nach Oldenburg, Delmenhorst und Bremen, in den Tagesrandlagen auch nach Norddeich.

Persönlichkeiten

  • Horst Bösing (* 1954), deutscher Komponist und Musikproduzent, lebte von 1983 bis 1984 in Wüsting

Naturraum

Der Verlauf der Bahnstrecke Bremen-Oldenburg markiert in etwa den Verlauf der Grenze zwischen der Wesermarsch im Norden und der Wildeshauser Geest im Süden. Wüsting weist daher eine große Vielfalt an Kulturlandschaften auf. Sind es im Norden die Marschhufensiedlungen wie Holle und Oberhausen mit ihren Grünlandflächen und Wassergräben, die die Landschaft prägen, so findet man im Süden ausgedehnte, kultivierte Moorflächen wie in Tweelbäke oder auch typische Geestsiedlungen wie zum Beispiel Hemmelsberg.

Planetenweg

In Wüsting ist der Start (Sonne) eines Planetenlehrpfades, der in Hude (Pluto) endet. Der Lehrpfad ist im Maßstab 1:1 Mrd. angelegt und soll die Größenverhältnisse unseres Sonnensystems veranschaulichen und erlebbar machen. Die Weglänge beträgt etwa 6 km. [2]

Regelmäßige Veranstaltungen

Literatur

  • Munderloh, Heinrich: Das Wüstenland. Heinz Holzberg, Oldenburg 1981, ISBN 3-87358-140-X.
  • Behrens, Hans; Bokelmann, Peter: Wasser, Wasserwirtschaft, Wasser- und Bodenverbände. Isensee, Oldenburg 2003, ISBN 3-89995-038-0.
  • Bunger, Jan: Wüstinger Geschichten. Isensee, Oldenburg 2002, ISBN 3-89598-858-8.

Einzelnachweise

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 276.
  2. Info vom Planetarium der Hansestadt Bremen (abgerufen am 1. Februar 2010)

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Wüsting (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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